Oscar und Lucinda

Kinostart: 25.06.1998

Filmhandlung und Hintergrund

Bild-schöne Literaturverfilmung und exzentrische Love-Story mit Ralph Fiennes und Cate Blanchett als spielsüchtiges Außenseiter-Paar.

Oscar, der vor seinem hyperreligiösen Vater geflohen und inzwischen selbst Priester ist und die selbstbewußte Lucinda, die sich von ihrem Erbe eine Glasfabrik gekauft hat, verbindet die Leidenschaft zum Spiel. Auf der Überfahrt nach Sydney lernen sie sich über ihre Spielsucht kennen. Um ihr seine Liebe zu beweisen, will Oscar eine Glaskapelle über den Landweg zu ihrem Freund Reverend Hasset transportieren.

Um seiner Spielsucht zu entrinnen, wandert der Theologie-Student Oscar Hopkins von England nach Australien aus. Auf der Überfahrt lernt er die Glasfabrikantin Lucinda Leplastrier kennen, die auch dem Glücksspiel frönt. Die beiden verlieben sich ineinander, doch bleiben ihre Gefühle unausgesprochen. Erst als Oscar im Geschäftsmann Hasset einen Rivalen zu erkennen glaubt, beschließt er, sich Lucinda zu offenbaren. Als Beweis seiner Liebe läßt er eine Glaskirche bauen, die quer durch den Busch zu seiner Angebeteten transportiert werden muß…

Bild-schöne Literaturverfilmung und exzentrische Love-Story mit Ralph Fiennes und Cate Blanchett als spielsüchtiges Außenseiter-Paar.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Oscar und Lucinda: Bild-schöne Literaturverfilmung und exzentrische Love-Story mit Ralph Fiennes und Cate Blanchett als spielsüchtiges Außenseiter-Paar.

    Die Zerbrechlichkeit von Glas und Liebe und obsessiv ausgelebte Religiösität und Spielsucht sind zentrale Themen in der bildschönen Literaturverfilmung des Romans von Peter Carey. Die einfühlsame, im 19. Jahrhundert angesiedelte Love Story hat mit dem Oscar-Abräumer „Der englische Patient“ nicht nur den Umstand gemeinsam, daß beide Vorlagen mit dem prestigereichen Booker-Preis ausgezeichnet wurden, sondern daß sich in den Titelrollen jeweils Ralph Fiennes wiederfindet.

    Laura Jones („Betty und ihre Schwestern“) übernahm die sicherlich nicht einfache Aufgabe, den exzentrischen Roman in Drehbuchform zu bringen. Im Voiceover berichtet ein Nachkomme der Titelfiguren, wie die unkonventionelle Liebesgeschichte der beiden Außenseiterfiguren zu seiner persönlichen Existenz und der einer ausgefallenen Kapelle im australischen Outback führte.

    Oscar (Fiennes zerbrechlich dünn und mit rotem Haarschopf) und Lucinda (die vielversprechende Cate Blanchett) begegnen sich auf der Überfahrt von England nach Sydney. Er ist ein von der anglikanischen Kirche ausgestoßener Priester, sie eine wohlhabende Glasfabrikantin. Gemeinsam ist ihnen eine ausgeprägte Spielsucht und triste Einsamkeit. Obwohl Oscar extrem schüchtern ist, ziehen die beiden schnell zusammen und leben unschuldig wie Kinder. Fälschlicherweise glaubt Oscar, Lucinda sei in ihren alten Freund Reverend Hasset (Ciaran Hinds) verliebt. Um ihr seine Liebe zu beweisen, erklärt sich der aquaphobische Oscar bereit, Hasset Lucindas Geschenk - eine gläserne Kapelle - durch die australische Wildnis zu bringen. Eine Odyssee in geraffter „Fitzcarraldo“-Manier beginnt.

    Auch wenn der Plot ab und zu ein wenig auszuufern droht, besticht das sensible Drama mit einem rauschhaft schönen Bilderreigen. Für die exquisite Kameraarbeit zeichnet Geoffrey Simpson verantwortlich, der zuletzt „Shine“ filmte. Regisseurin Gillian Armstrong („My Brilliant Career“) findet eindringliche Metaphern, die die Zerbrechlichkeit von Liebe und Glauben reflektieren. Fiennes verleiht seiner Rolle liebenswert kindliche Naivität, während Blanchett als ruhend-reifer Pol in der Beziehung überzeugt. Die Programmkino-Klientel dürfte sich von dieser visuell hervorragend realisierten Literaturadaption durchaus angesprochen fühlen. ara.

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