Die Legende des Zorro

  1. Ø 4.4
   2005
Trailer abspielen
Die Legende des Zorro Poster
Trailer abspielen
Alle Bilder und Videos zu Die Legende des Zorro

Filmhandlung und Hintergrund

Die Legende des Zorro: Sequel des Superhits "Die Maske des Zorro" erneut mit den Stars Catherine Zeta-Jones und Antonio Banderas in den Hauptrollen.

Don Alejandro de la Vega (Antonio Banderas), der einst unter dem Namen Zorro als anonymer und legendärer Streiter für die Gerechtigkeit bekannt war, führt ein gutbürgerliches Leben in Kalifornien an der Seite des attraktiven Edelfräuleins Elena de La Vega (Catherine Zeta-Jones) und als Vater eines mittlerweile zehnjährigen Sprösslings namens Joaquin. Als jedoch der lokale Dorftyrann Armand (Rufus Sewell) über die Stränge schlägt, greift Alejandro wieder zu Mantel und Degen – flankiert von seinem Weib, das nicht daheim am Herd zu weilen gedenkt.

Einmal ist keinmal lautet nun auch die Devise für Herrn und Frau Zorro. Rufus Sewell („Dark City„) gibt routiniert den Bad Guy, Regie führte Martin Campbell („James Bond 007: Goldeneye„).

Nachdem Kalifornien mit seiner Hilfe unabhängig geworden ist, löst Zorro das Versprechen ein, das er seiner Frau Elena gegeben hat: Er gibt seine geheimnisvolle Identität auf und ergibt sich dem normalen Leben als Ehegatte und Vater. Als erneut der Frieden Kaliforniens bedroht ist, kann er jedoch nicht anders, als erneut in den Kampf zu ziehen – aber nicht ohne seine Frau!

Der Haussegen hängt schief beim legendären Rächer. Ist doch Elena de la Vega mehr als erbost über den Gatten, der, anstatt sich um Weib und Kind zu kümmern, als Held die Armen und Wehrlosen beschützt und sich dafür feiern lässt. Also kämpft der gute Don Alejandro gleich an zwei Fronten, denn auf dem politischen Feld stehen im Jahr 1850 große Umbrüche an und der gierige McGivens stiehlt den Kaliforniern Land. Gleichzeitig droht die Señora mit Scheidung und lässt sich von Charmebolzen Armand den Hof machen.

Darsteller und Crew

Videos und Bilder

Kritiken und Bewertungen

So werten die User Ø
(3)
5
 
Stimme
4
 
Stimme
3
 
Stimme
2
 
Stimme
1
 
Stimme
So werten die Kritiker (2 Stimmen)
5
 
Stimme
4
 
Stimme
3
 
Stimme
2
 
Stimme
1
 
Stimme

Wie wertest Du? Klicke auf einen der Sterne:

Kritikerrezensionen

  • So muss das sein! Da klirren die Degen, pfeifen die Kugeln und donnern die Hufe. Brav sind die Bauern, böse die Schufte und lässig-souverän der Held. Regisseur Martin Campbell („James Bond 007 – Goldeneye“) hat bereits in die „Maske des Zorro“ (1998) erfolgreich das feurige Gespann Banderas und Zeta-Jones losgelassen. Und auch diesmal liefert er eine fulminante Action-Komödie ab, die vor allem eines macht und machen will: Spaß.

    Man sollte keine anspruchsvolle Filmkunst erwarten, wenn Zorro samt Gemahlin (und nun unterstützt vom heißspornigem Sprössling) durch die Dekors springt, ficht, peitscht und prügelt. Erfreulich dabei: Abgesehen von den dramaturgisch notwendigen – im Falle der Oberschurken einfallsreichen – Toden kommt dabei keiner ums Leben. Selbst bei den Fechteinlagen werden die Horden der Helfershelfer k.o.-geschlagen statt erstochen. Auch wenn Elena alias Zeta-Jones aufs artistischste zwei mysteriöse Verfolger mit einem Spaten verdrischt, sieht das brutal aus, ist aber bloße Comic-Gewalt: Prompt sind die (gar nicht so bösen) Buben wieder auf den Beinen. Und beim Polo (nach „Art der Slowenen“), müssen sich De La Vega und Armand mit den Schlägern erst wie die Ritter vom Pferd hauen, ehe sie den Ball in Ziel befördern. „Autsch“, entfährt es einem als Zuschauer – und das Grinsen kann man doch nicht lassen.

    Campbell weiß diesen überbordenden wie herzerfrischenden Mumpitz mitsamt seinem Standart-Kameramann Phil Meheux denn auch perfekt – sprich so rasant wie ausgelassen – in Szene zu setzen. Tempo, Stimmung, alles ist auf bloße Effektivität ausgerichtet, und das ist auch gut so. Wenn Zorro mal nicht bei Verfolgungsjagden sinnlose aber mitreißende Saltos schlägt, liefert er sich in Screwball-Manier einen Schlagabtausch mit seiner Frau. Ansonsten aber stehen Baustellen und ein Zug zur rechten Zeit bereit, um auf Teufel komm raus darauf herumzuturnen. Dazu gibt es allerlei Gadgets: Klapp-Dolche, vergiftete Ringe, versteckte Telegraphen und explosive Weinflaschen. Freilich, der Nonsens rund um das rauchende und saufende Super-Pferd Tornado ist dann der Spielerei ein wenig viel.

    „Die Legende des Zorro“ ist aber noch schöner, bedenkt man, wie leicht der Klamauk ohne gescheites Gerüst hätte ins Auge gehen können. Dem aber steht das fidele Drehbuch zum Glück entgegen. Die Herren Ted Elliott und Terry Rossio, die die Storyvorlage miterdachten, zeichneten sich bereits für „Shrek – Ein tollkühner Held“ und „Fluch der Karibik“ verantwortlich. Entsprechend komplex geriert sich hier die Handlung – freilich so augenzwinkernd wie der Rest des Films. Die persönlichen Dramen wie Alejandros Ehekrise mit Elena oder das gestörte Verhältnis zu seinem Sohn, der in Unkenntnis der Identitäten den Helden Zorro verehrt und seinen Vater verachtet sind hübsch konstruiert und nett verknüpft mit dem Schurkenplan. Der entpuppt sich als herrlicher Quatsch rund um Erpressung und Spionage, Sprengstoff und einer geheimen Ritterbruderschaft, die es gleich auf die ganzen USA abgesehen hat. Ohne Rücksicht auf Verluste jongliert der Film dabei mit historischen Gegebenheiten. Doch auch Seitenhiebe auf Präsident George W. Bush und die aktuelle US-Politik kann man finden: An der Wahl soll manipuliert werden, und Ungemach droht Amerika von – na wem wohl? Einem Franzosen und seinem Wein.

    Fazit: Martin Campbells zweites Abenteuer um den maskierten Helden bietet ein furioses wie ausgelassenes Action- und Komödiespektakel, zwar ohne großen Tiefgang aber voller Rasanz, ansteckender Spielfreude und handwerklicher Perfektion.
  • En Garde, Muchachos! Catherine Zeta-Jones und Antonio Banders zücken erneut die Degen und zelebrieren als perfekt aufeinander eingespieltes Duo vor der tiefroten Sonne Kaliforniens familienverträgliches Abenteuer-Kino, das mit flottem Humor und rasanter Action so manche kleine Schwäche im Drehbuch auszugleichen vermag.

    Erstaunliche sieben Jahre musste man warten, ehe das walisisch-iberische Leinwand-Traumpaar Zeta-Jones/ Banderas erneut in die Rollen schlüpfen durften, die sie zum Weltstar werden ließ, seiner Karriere einen kräftigen Schub verpasste und „Maske des Zorro“ weltweit mehr als 250 Mio. Dollar in die Kassen spülte. Und immer noch reicht allein die Chemie zwischen den beiden Darstellern aus, um einen Film zu tragen. Bei den von ihnen verkörperten Eheleuten de La Vega dagegen hängt der Haussegen schief: Herr Zorro konzentriert sich zu sehr auf die Karriere als Nationalheld, der das Cape partout nicht an den Nagel hängen kann. Frau Zorro sieht für ihn die Rolle als Vater für den recht umtriebigen Sprössling Joaquin (Adrian Alonso) vor, reicht nach kurzem Streit die Scheidung ein und scheint überdies den Avancen des französischen Count Armand (Rufus Sewell) nicht abgeneigt. Gallischer Hahn gegen mexikanischer Gockel – Zorres für Zorro!

    Banderas und Zeta-Jones spielen das verkrachte Paar mit sichtlichem Spaß und Verve: Sie verdreht allen Beteiligten den Kopf, dass man es bis zum Rio Grande knacken hört, Banderas kocht vor Eifersucht. Überhaupt wird von Good Guys wie bösen Buben kräftigst geschmachtet, geschmollt und geschäkert, auf Diablo komm raus intrigiert, marodiert und explodiert; ganz nebenbei auch noch Polo als franko-hispanischer Vollkontaktsport für heißgelaufene Galane etabliert. „Legende“ emanzipiert sich so stilistisch deutlich vom ernsteren „Maske“, besteht also nicht nur wegen des zeitlichen Unterschieds als eigenständiger Film.

    Die Dialoge sind präzise auf den Punkt geschrieben und die Pointen zünden. Dennoch kann dies nicht die Schwächen des Drehbuchs im Story-Aufbau kaschieren; wie nebenbei erfährt man von einer durch einen europäischen Geheimbund eingefädelte Verschwörung gegen die Aufnahme Kaliforniens in die Vereinigten Staaten samt erpresserischer Landnahme zwecks Eisenbahnbau und seifenbasiertem Erstschlagpotenzial. Zudem lässt James Horners überschwänglicher Score so manche romantische Szene zur Petitesse geraten. Regie-Routiner Martin Campbell („Goldeneye“) weiß offenbar um diese Malaise und setzt neben dem humoristischen Element voll auf Action. Hervorragend choreographierte Stunts auf galoppierenden Pferden, dahin preschenden Kutschen und rasenden Lokomotiven pushen unablässig kinetische Energie ins Publikum. Stuart Bairds („Lethal Weapon“) souveräne Arbeit am Schneidetisch tut da ihr Übriges.

    Dazu steht selbstredend der Degen als Vollstreckungsapparat für den martialischen und visuell ansprechenden Kampf Mann gegen Mann über allem – bis der hochexplosive Showdown die Luft wie ein reinigendes Gewitter klärt, holzbezahnte Schurken, infernalische Geheimbündler im Allgemeinen und sardonische Froschfresser im Besonderen von der Bühne fegt. Auf dass am nächsten Tag wieder die tiefrote Sonne Kaliforniens am Himmel steht und man bzw. frau Antonio Banderas‘ Schattenriss im gleißenden Gegenlichte anseufzen darf. Kitsch? Ja, aber schon schön! tw.

News und Stories

Kommentare

  1. Startseite
  2. Alle Filme
  3. Die Legende des Zorro