„Dark City“ im Kino

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Filmhandlung und Hintergrund

Stilistischer Film noir von Alex Proyas über eine verdrehte Alptraumwelt.

John Murdoch erwacht in einem schmuddeligen Hotelzimmer und kann sich an nichts mehr erinnern. Er leidet an Amnesie. Doch nicht nur die Polizei ist ihm auf den Fersen, auch die bleichgesichtigen, glatzköpfigen „Fremden“, die die Bewohner von Dark City als Versuchsobjekte benutzen, um der menschlichen Seele auf die Spur zu kommen und sich selbst das Fortbestehen zu sichern.

Ein Mann wird gejagt. John Murdoch soll eine Serie von Frauenmorden begangen haben, an die er sich jedoch nicht erinnern kann. Auf seine Fersen haben sich ein Inspektor und ein zwielichtiger Psychiater geheftet. Während Murdoch versucht, seinen Verfolgern zu entkommen, kehrt allmählich sein Gedächtnis zurück und er kommt zudem dem Geheimnis der „Dark City“ auf die Spur: Außerirdische einer aussterbenden Spezies manipulieren Raum sowie Zeit und können sogar nach Belieben die Erinnerung der Menschen verändern…

Stilistischer Film noir von Alex Proyas über eine verdrehte Alptraumwelt.

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Kritikerrezensionen

  • Dark City: Stilistischer Film noir von Alex Proyas über eine verdrehte Alptraumwelt.

    Mit seinem tragikumwitterten Debüt „Die Krähe“ (bei den Dreharbeiten kam sein Star Brandon Lee ums Leben) gelang es dem australischen Regisseur Alex Proyas, einen ebenso überraschenden wie überzeugenden Teenager-Gothic-Kulthit zu kreieren. Sein vier Jahre später folgender Zweitling ist ein durch seine traumartigen visuellen Kompositionen bestechender Science-fiction-Thriller mit kafkaesken Untertönen, dem es wie seinem Vorgänger gelingt, eine komplett artifizielle Welt zu schaffen. Die von Proyas mitverfaßte Paranoia-Story beschäftigt sich fragmentarisch mit provokanten Konzepten wie Gedankenkontrolle, Realitätsmanipulation, die Suche nach der humanen Essenz und der Fähigkeit zu lieben.

    Seinen Ausgang nimmt die deprimierend-düstere Zukunftsparabel in klassischer Film-noir-Tradition, wie sie auch den Coen-Brüdern nicht besser hätte einfallen können. Der Protagonist John Murdoch (Rufus Sewell) erwacht in einem schmuddeligen Hotelzimmer, um eine Frauenleiche vorzufinden und festzustellen, daß er an Amnesie leidet. Das Noir-Element wird zudem durch das superbe Produktionsdesign verstärkt, das die dunkle Stadt, in der niemals die Sonne scheint, trotz zahlreicher Verfremdungen wie eine amerikanische Metropole während der Depressionsära erscheinen läßt. Murdochs plastische Kindheitserinnerungen an das farblich fröhliche Strandidyll Shellbeach bilden einen grellen Konstrast zu den klaustrophischen Stadtkatakomben. Die Kostüme fügen sich nahtlos in diesen Retro-Rahmen ein.

    Murdoch wird nicht nur von dem Polizeidetektiv Bumstead (William Hurt) und seiner Frau Emma (Sexbombe Jennifer Connelly aus „Nach eigenen Regeln“ verströmt hier sensibel-spröde Eleganz), sondern auch von den bleichgesichtigen Glatzköpfen „Strangers“ gesucht, die, in lange schwarze Kutten gehüllt, aussehen wie nahe Verwandte von Nosferatu und Pinhead aus „Hellraiser“. Sie benutzen die menschlichen Bewohner der von ihnen wie ein Labyrinth konstruierten Dark City als Versuchskaninchen, um der Substanz der menschlichen Seele auf die Spur zu kommen und somit ihr eigenes Überleben zu sichern. Murdochs wahnsinniger Psychiater Schreber (Kiefer Sutherland wandelt mit verzerrten Grimassen und Sprachrhythmen ein wenig übertrieben auf Peter-Lorre-Pfaden), der den Außerirdischen als Handlanger dient, spielt schließlich eine entscheidende Rolle im infernalischen Showdown.

    Proyas bediente sich für sein exzentrisches Szenario bei ebenso plakativen wie bekannten Ideen – beispielsweise aus „Metropolis“, „Blade Runner“, „Brazil“ und „Die Stadt der verlorenen Kinder“. Auch einige von Tim Burtons bizarren Gedankeninkarnationen glaubt man zu erkennen. Proyas‘ Protagonist ist ein Mann ohne greifbare Identität, der wie die Stranger telekinetische Fähigkeiten besitzt und schließlich mit schierer Willenskraft zum Schöpfer seines eigenen Universum wird. Bewußt abgehackt wirkt die Erzählstruktur und verstärkt so den Eindruck eines zum Film gewordenen Comics, wobei der rastlose Schnitt sicherlich nicht ohne Reiz, aber auch nicht jedermanns Sache ist. Charakterentwicklung und logische Abläufe spielen in dieser beeindruckenden „Dark City“ ohnehin nur untergeordnete Rollen. Dem Filmemacher ist es deutlich wichtiger, faszinierende Traumwelten zu erschaffen, und das ist ihm mit in Erinnerung bleibenden, teils geradezu hypnotischen Bildkonstruktionen auch bestens gelungen. ara.

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