Die Herrschaft des Feuers Poster

„Monster Hunter: World“ – Film mit Milla Jovovich in Arbeit

Sebastian Werner  

Die erfolgreiche Videospielreihe aus dem Hause Capcom wird schon bald als großer Blockbuster verfilmt. Über das Team hinter dem „Monster Hunter“-Film sind die Fans allerdings nicht erfreut.

„Monster Hunter: World“ – Trailer zum Spiel

Die Pläne für eine Verfilmung der Action-Rollenspiel-Reihe existieren zwar schon eine ganze Weile, doch erst nach dem großen Erfolg von „Monster Hunter: World“ erhielt das Projekt grünes Licht. Wie die amerikanische Entertainment-Website Variety berichtet, beginnen die Dreharbeiten für den 60 Millionen Dollar teuren Fantasy-Blockbusters schon im September 2018 in Südafrika. Publisher Capcom setzt bei der Verfilmung auf das gleiche Team, das bereits deren Horror-Reihe „Resident Evil“ auf die große Leinwand gebracht hat: Das Drehbuch stammt von Paul W.S. Anderson (auch Regie), eine der Hauptrollen spielt dessen Ehefrau Milla Jovovich und die Produktion übernimmt erneut das Münchener Studio Constantin Film.

Bei den „Monster Hunter“-Fans sorgt diese Nachricht derzeit für Unmut. Andersons „Resident Evil“-Reihe hatte zwar insgesamt fast eine Milliarde Dollar eingespielt, doch unter Gamern hat die Verfilmung einen schlechten Ruf. Inhaltlich wichen die Filme sehr stark von der Vorlage ab und auch Hauptfigur Alice (Jovovich ) gibt es in den Spielen nicht. Dazu kommt, dass die Handlung im Laufe der sechs Teile immer trashiger wurde, was die Zuschauer zunehmend abgeschreckte. In Spieler-Kreisen befürchtet man nun, dass sich dieser Fehler wiederholen könnte. Sollte Anderson auf seine ursprünglichen Pläne zur Handlung des „Monster Hunter“-Films zurückgreifen, dann ist diese Befürchtung leider berechtigt.

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Ein Amerikaner in der Neuen Welt

Anlässlich des Kinostarts von „Resident Evil: The Final Chapter“ gab Paul W.S. Anderson 2016 dem Filmportal Deadline ein Interview, in dem er von seiner Idee für den „Monster Hunter“-Film erzählte. Darin geht es um einen amerikanischen Durchschnittstypen, der einem langweiligen Job nachgeht und nicht weiß, was er mit seinem Leben anfangen soll. Eines Tages wird er in eine Parallelwelt gezogen – die „Monster Hunter“-Welt. Im Laufe der Handlung verschmelzen die Welten miteinander und die Monster dringen in unsere Realität ein. Da unsere moderne Gesellschaft keine Hunter mehr kennt, muss nun der Durchschnittstyp die Doppelklinge schwingen.

Kenner der Videospielvorlage wird dieser Handlungsverlauf wahrscheinlich sauer aufstoßen. Schließlich kommt der Überbau mit den Parallelwelten und dem heldenhaften Durchschnittsbürger in den Spielen nicht vor. Aktuell klingt die Handlung nach einem zweitklassigen Blockbuster von der Stange. Zudem hat die „Monster Hunter“-Reihe eine lange Tradition und wird vor allem in Japan kultisch verehrt. Dort gibt es mittlerweile 19 „Monster Hunter“-Spiele und die Manga-Serie „Monster Hunter Orage“, in der es um eine Gruppe von Forbidden Hunter und ihre Abenteuer geht. Genug Stoff also, um einen authentischen Fantasy-Film zu drehen.

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Es wäre schade, wenn Anderson nach „Resident Evil“ erneut seinen ganz eigenen Film fahren und damit den nächsten Fans einer Spielereihe vor den Kopf stoßen würde. Schließlich haben sie die Spiele doch erst so erfolgreich gemacht. Sobald wir konkrete Details zur Verfilmung wissen, tragen wir sie hier nach.

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