Die Frauen von Stepford

   Kinostart: 15.07.2004
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Filmhandlung und Hintergrund

Starbesetztes Remake der gleichnamigen Horrorkomödie von Bryan Forbes aus dem Jahr 1975 über die Rache der Hausfrauen einer amerikanischen Vorstadt an ihren Ehemänner.

Joanna Eberhart (Nicole Kidman) ist erfolgreiche Jungpräsidentin eines Fernsehsenders und frischgebackene Mutter. Nach ihrem Umzug in die verschlafene Vorstadt staunt sie nicht schlecht, als alle anderen Frauen der Umgebung mit Ausnahme von Freundin Bobbie (Bette Midler) ihre komplette berufliche wie intellektuelle Erfüllung in Kochen, Putzen und anderen Hausfrauenpflichten finden. Als Joannas und Bobbies Männer sich dem lokalen Herrenclub anschließen, stehen die Alarmzeichen auf rot.

Auf einem Roman von Ira Levin („Rosemary’s Baby„) und dessen TV-Erstverfilmung aus dem Jahr 1975 basiert diese mit Matthew Broderick und Nicole Kidman prominent besetzte SciFi-Horrorkomödie von Alltagssatiriker Frank Oz („Was ist mit Bob?„).

Die junge Ehefrau und Mutter Joanna zieht mit ihrem Gatten von Manhattan in die Pendler-Vorstadt Stepford in Connecticut. Gemeinsam mit ihrer einzigen „normalen“ neuen Freundin Bobbie muss sie zu ihrem blanken Entsetzen schnell feststellen, dass alle wie geklont wirkenden Hausfrauen in Stepford ausschließlich am Kochen, Putzen und dem Wohlergehen ihrer Ehemänner interessiert sind. Als Joannas und Bobbies Männer sich ebenfalls Stepfords Herrenclub anschließen, der auf einem schwer bewachten Anwesen zusammenkommt, sind sie alarmiert.

Das Ehepaar Joanna und Walter Eberhart zieht von Manhattan ins verschlafene Stepford. Grund: Die höchst erfolgreiche Reality-TV-Produzentin Joanna ist gefeuert worden und will sich nun in der Pendler-Vorstadt von ihrem Nervenzusammenbruch erholen. Dort tritt Walt einem vom smarten Mike Wellington angeführten, geheimnisumwitterten Männerbund bei, während sich Joanna mit der bissigen Schriftstellerin Bobbie Markowitz anfreundet. Zu gerne wüssten die beiden Damen, was ihre besseren Hälften in deren Club so treiben.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

    1. „Wenn ich nicht die Beste bin, was bleibt mir dann noch?“ Das fragen sich hier Karrierefrauen und gekränkte Pantoffelhelden gleichermaßen. Perfektion als einziges akzeptables Ziel erreichen die Frauen von Stepford in etwas anderer Weise, als sie es sich vielleicht vorgestellt haben. Denn die Vorstellungen darüber, wie eine perfekte Frau (und ein perfekter Mann) zu sein hat, unterscheiden sich bei Männern und Frauen sehr. Fest steht nur, daß beide Vorstellungen gleichermaßen unerträglich sind.

      Auf der einen Seite wäre da die beinharte, männerhassende Karrierefrau die über Leichen geht, damit ihr alle zu Füßen liegen. Auf der anderen Seite stünde die perfekte Hausfrau, Mutter und Dienstmagd, die ihrem Mann jeden Wunsch von den Augen abliest und immer lächelnd seinen Tag versüßt. Beide Versionen sind durchtränkt mit einer Künstlichkeit, die Gefühle nicht mehr zuläßt.

      Zuerst ist Joanna eine solche zielstrebige New Yorker Karrierefrau: reich, selbstbewußt, mächtig. Zu einem Konstrukt aufgeblasen, das ihrem Mann zu gutem Recht nicht mehr gefallen kann. Mit so etwas möchte wohl niemand ernsthaft sein Leben teilen. Dann, inmitten all der künstlichen Frauchen Stepfords gewinnt sie an Natürlichkeit, was später im Kampf gegen die Stadt die einzig mögliche Waffe sein wird, die sie den anderen überlegen macht.

      Nicht der ständige Geschlechterkampf wird so zum eigentlichen Thema des Films. Zu überzeichnet sind die gezeigten Rollenbilder, um ernsthaft darüber diskutieren zu wollen. Viel wichtiger ist, daß der Film eine Spiegelung des momentan grassierenden Perfektionierungswillens darstellt. Alles muß besser, schöner perfekter werden. Was ist, wenn diese Entwicklung selbst beim Menschen nicht aufhört? Die Vorstellung einer perfekten Welt gestaltet sich als entsetzlich. Alle lächeln, alle sind glücklich und zufrieden, und doch überkommt einen das kalte Grausen. Und das nicht nur, weil der eine Teil einer solchen Gesellschaft dem anderen Teil gezwungenermaßen unterworfen ist. Bereits die im Vorspann gezeigten Werbeclips – egal ob real oder nachgestellt – erinnern an Zeiten, in denen eine Welt wie Stepford noch erschreckend nahe an der Realität lag (teilweise noch liegt...). Jetzt kann man darüber lachen und den Kopf schütteln über soviel Absurdität. Eine Welt, in der manche Frauen so stark geworden sind, daß die Waagschale erneut beginnt, zu wackeln und es jetzt scheinbar die Männer sind, die sich zu emanzipieren haben.

      Macho- und Emanzenphantasien werden hier gleichermaßen ausgelebt. Der Kampf der Geschlechter wird mit harten, manchmal altbekannten Mitteln ausgefochten. Und so werden den Frauchen lustvoll Befehle zugerufen und die Pantoffelhelden als Vollidioten ohne jedes Talent verlacht. Den rücksichtslosen, männerhassenden Frauen stehen vertrottelte, frauenverachtende Männer gegenüber. Nur dem Ehepaar Joanne / Walter gelingt es, ein scheinbares Gleichgewicht zu finden. Nur, daß es bei diesem Gleichgewicht eben wieder die Frau ist, die im Mittelpunkt steht.

      Während die erste Hälfte des Films große komödiantische Qualitäten aufweist und den Zuschauer bestens unterhält, geht ihm am Ende leider etwas die Puste aus und er driftet leicht ab in eine nicht ernstzunehmende Auseinandersetzung über Rollenbilder. Dennoch ist der Film eine solide Komödie, gespickt mit zahlreichen guten Gags und untermalt von angruselnder Musik, wie sie Tim Burton gefallen könnte.

      Fazit: Eine sehenswerte Komödie über Perfektionierungswahn und Geschlechterkampf.
    2. Die Frauen von Stepford: Starbesetztes Remake der gleichnamigen Horrorkomödie von Bryan Forbes aus dem Jahr 1975 über die Rache der Hausfrauen einer amerikanischen Vorstadt an ihren Ehemänner.

      Das Original von 1975 nach dem Roman von Ira Levin war ein metaphernreicher Horror/Science Fiction-Thriller über männliche Paranoia angesichts der damals noch feurig-frischen Frauenbewegung. Das aktuelle Remake von Regisseur Frank Oz („In & Out“) hingegen ist als schwarze Postfeminismus-Komödie angelegt. Hier wird die fragile Männerpsyche nicht lediglich durch die Gleichberechtigung, sondern die allgemeine Überlegenheit der modernen Frau in Frage gestellt. Eine Verbesserung zum Original bedeutet dies nur bedingt. Lediglich die Besetzung der Protagonistin mit Oscar-Preisträgerin Nicole Kidman („The Hours“) und beinahe alle weiteren Rollen ist hochkarätiger ausgefallen, was die kommerziellen Aussichten natürlich deutlich erhöht.

      Kidman versprach sich offensichtlich nach einer langen Liste von ernsteren Projekten wie zuletzt „Unterwegs nach Cold Mountain“ mit der stereotypisch sarkastischen Komödie eine kurzweilige Abwechslung. Schließlich macht es sich diese Neuinterpretation laut Drehbuchautor Paul Rudnick („In & Out“) zur Aufgabe, den heutigen „ausufernden Konsum und das Streben nach Perfektion“ zu parodieren. Doch die Umsetzung ist nur stellenweise wirklich witzig ausgefallen, während das Suspense-Element durch den bekannten Schlusstwist des Originals fast vollständig untergraben wird. Denn die Neuversion macht (gezwungenermaßen) kein Geheimnis daraus, dass es sich bei den (sex)püppchenhaften Frauen von Stepford um Gehirn gewasche Roboter handelt. Als krasses Gegenteil zu diesen in pastellblumige Kleider gehüllten Busenbimbos, die ihren Männern untertänigst sogar in Stöckelschuhen die Golftaschen tragen, wird Protagonistin Joanna eingeführt. Mit jungenhaftem, dunkelbraunem Kurzhaarschnitt und gewandet in schwarze Businesskostüme, ist die erfolgreiche New Yorker Reality-TV-Produzentin die Verkörperung der „Männer kastrierenden Bitch“. Doch nach Jobverlust und Nervenzusammenbruch zieht sie mit ihrem Mann Walter (passend farblos: Matthew Broderick) und ihren beiden Kindern in den pittoresken Vorort Stepford. Dort sind die Villen protzig, die Frauen Statussymbolen entsprechend perfekt und die unattraktiven Männer umschwärmte Halbgötter. Joanna, die in der markigen Autorin Bobbi (Bette Midler als unordentliches Unikum) und dem schwulen Roger (Roger Bart) zwei normale Gleichgesinnte findet, ist von diesem unnatürlichen Idyll alarmiert. Doch Walter reizt es ,diesen amerikanischen (Männer-)Traum zu leben, besonders nachdem er in den Herrenclub unter Leitung von Mike Wellington (Christopher Walken) aufgenommen wird. Da Walters Ehe mit Joanna aufgrund ihrer Überlegenheit in allen Bereichen sowieso auf wackligen Beinen steht, steht er ihrer Generalüberholung nicht abgeneigt gegenüber. Das dramatische und „auflösende“ Finale findet in einem opulenten Ballraum-Szenario statt.

      Weitere Mitspieler umfassen Glenn Close mit umgekehrtem Cruella-DeVille-Charisma als Grande Dame der hörig-hohlköpfigen Stepford-Sklavinnen, Jon Lovitz als Bobbis jovialer Ehemann und Country-Star Faith Hill in ihrem Filmdebüt. Zu einer Zeit, in der das Kulturklima von extremem Makeover-Fieber befallen ist, wird einiges Augenmerk auf die Verwandlung der urig-schlampigen Bobbi zur perfekt gestylten Über-Hausfrau sowie Rogers 180-Grad-Wendung vom lebenslustigen und in Gucci- und Versace-Outfits gekleideten Queer Guy zum steif-verklemmten Anzug-Republikaner gelegt. Auch Kidman, die den Großteil des auf knapp 90 Minuten offenkundig gestutzten Films als hässliches Entlein absolviert, darf den Endspurt in gewohntem Glamour vollziehen. Kostüme und Setdesign sind erwartungsgemäß erste Sahne, wenn doch nur der flache Erzählton so rund sein könnte wie die pneumatischen Oberweiten der Stepford-Frauen. ara.

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    • Weiteres Plakat & Filminfos

      Zur Komödie „Die Frauen von Stepford“ hat UIP ein weiteres Plakat heraus gegeben. Vom Motiv ähnelt es sehr stark dem bereits bekannten Motiv. Neben diesem Plakat haben wir weitere Informationen Über die Geschichte, Über die Produktion und einen Langinhalt ergänzt.

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