Filmhandlung und Hintergrund

Schräge schwarzhumorige Triller-Komödie, in der Familienprobleme auf eine erfrischend-ungewöhnliche Art behandelt werden.

Medizinstudent Paul (Robert Glatzeder) hat sich auf verschiedene Rauschmittel spezialisiert und den trockenen Studienbetrieb längst gegen ein lustiges Leben als Kleindealer eingetauscht. Als er nach einem Selbstversuch zuviel im Krankenhaus landet, entführt ihn der Vater (Dieter Pfaff), ein bodenständiger Abschleppunternehmer aus dem Münsterland, auf das heimische Gut. Dort unterzieht er ihn einer eigenwilligen Therapie: In einen Hundezwinger gesperrt, soll Paul einen Groschenroman auswendig lernen. Seine Freundin (Lilia Lehner) und zwei zwielichtige „Kollegen“ machen sich auf die Suche.

Grimme-Preisträger Andreas Rogenhagen schrieb das Drehbuch und führte Regie bei dieser schwarzen Ruhrgebietskomödie in bester „Bang Boom Bang„-Tradition.

Der ewige Student und Gelegenheitsdealer Paul landet nach einer kleinen Stoffprobe im Krankenhaus. Vater Willi sperrt den Sprössling kuzerhand in einen Zwinger auf seinem Hof und zwingt ihn, einen Arztroman auswendig zu lernen, um ihm die Flausen aus zu treiben. Doch nicht nur Pauls Freundin Lena, sondern auch zwei Dealer vermissen Paul und machen sich auf die Suche nach ihm.

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    Kritikerrezensionen

    • Die Frau, die an Dr. Fabian zweifelte: Schräge schwarzhumorige Triller-Komödie, in der Familienprobleme auf eine erfrischend-ungewöhnliche Art behandelt werden.

      Einen westfälischen Heimatkrimi könnte man Andreas Rogenhagens Spielfilm-Debüt nennen. In der hintersten Ecke des Münsterlandes, da wo sich Fuchs‘ und Hase Gute Nacht sagen, sperrt ein erboster Vater seinen Sprössling, den er für einen Drogenabhängigen hält, kurzerhand in einen Hundezwinger. Und lockt damit ziemlich seltsame Gestalten in die einsame Gegend.

      Echte Westfalen sind für ihre Gradlinigkeit, ihren Dickschädel und einen Humor so süß wie Sauerampfer bekannt, zum Lachen gehen sie gerne in den Kartoffelkeller. Einer dieser drögen Spezies ist Bauer und Autoklempner Willi (Dieter Pfaff). Als er hört, dass sein Sohn Paul nach einem Selbstversuch mit gefährlichem Stoff im Krankenhaus liegt, ist es aus mit der Gemütlichkeit. Der massige Mann holt den Widerstrebenden aus dem Sündenbabel Stadt und steckt ihn zum Entzug in den heimischen Hundezwinger. Da soll der Bummelstudent und Kleindrogendealer über sich und seine Zukunft nachdenken. Und zur Strafe auch noch den Arztroman „Die Frau, die an Dr. Fabian zweifelte“ auswendig lernen. Paul weigert sich erst einmal, die „Proletenscheiße“ überhaupt anzufassen, aber dann bleibt ihm nichts anderes übrig, als die Nase ins Groschenheft zu stecken. Und siehe da, er kommt zu überraschenden Erkenntnissen. Die Situation spitzt sich zu, als sein Drogenboss samt debilen Bruder (Hobby: Pferden die Vorderfüße abhacken!) in der Einöde auftaucht und auch noch seine Freundin ankurvt, die das teure weiße Pulver im Müllschlucker entsorgt hat.

      Andreas Rogenhagen erinnert an den frühen Detlev Buck und wirft fröhlich alles in einen Topf: Vater-Sohn-Konflikt, Identitätssuche, Lovestory, Krimi und „Heimatfilm“, garniert die wüste Mischung nicht zu knapp mit schwarzem Humor. Das entpuppt sich als gewagt, zumal sich einzelne Teile der Geschichte verselbständigen und die Stimmung manchmal abrupt von leichter Komödie in brutale Verfolgungsjagd ausartet. Ein Programmkino-Publikum mit Faible für Charakterkomik und trockenem Witz sollte sich amüsieren. mk.

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