Die Brücke nach Terabithia

   Kinostart: 01.03.2007
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Filmhandlung und Hintergrund

Fantasievolle Initiationsgeschichte über einen unerwarteten Todesfall und wie man in jungen Jahren damit umgeht.

Verbissen trainiert Jesse Aaron (Josh Hutcherson), um der schnellste Läufer seiner Klasse zu werden - doch die neu zugezogene Leslie Burke (AnnaSophia Robb) besiegt ihn: Der Beginn einer Freundschaft, die Leslie mit Einfallsreichtum fördert. Sie erschafft das märchenhafte Königreich Terabithia, wo sie ungestört von Schulstress, Eltern und Lehrern inmitten seltsamer Fabelwesen, Riesen und Trollen ihre Zeit verbringen können. Als Leslie eines Tages die Brücke zur Fantasiewelt alleine betritt, kommt es zu einem verhängnisvollen Unglück.

Wieder darf der junge Fantasy-Fan seine Augen an Neuseelands Landschaften und WETAs Effektkreationen weiden. Nach preisgekrönter Vorlage laden die Produzenten von „Die Chroniken von Narnia“ zu einem aufwändigen, fesselnden und bewegenden Kinderabenteuer.

Der 15-jährige Jesse ist ein Außenseiter, ob in der Familie oder der Schule. In der neuen Schülerin Leslie findet er eine Seelenverwandte. Die beiden flüchten sich in eine von ihnen erfundene Fabelwelt, in der sie wie ein Königspaar hofiert werden. Zurück in der Realität erfährt Jesse, dass Leslie gestorben ist.

Jesse zeichnet gern, wird von den Mitschülern gehänselt, vom Vater ignoriert und von den vier Schwestern genervt. Da tritt Leslie auf den Plan. Die Rebellin, die sich tolle Geschichten ausdenken kann, kommt neu in seine Klasse und in die Nachbarschaft und eckt ebenso bei den Mitschülern an wie er. Die beiden werden beste Freunde und bauen sich in einem abgelegenen Waldstück eine eigene Welt auf, die sie Terabithia nennen. Als Leslie bei einem Unfall stirbt, ist Jesse wieder allein und völlig verzweifelt.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Die Brücke nach Terabithia: Fantasievolle Initiationsgeschichte über einen unerwarteten Todesfall und wie man in jungen Jahren damit umgeht.

    In seinem Regiedebüt erzählt Produzent Gabor Csupo („Rugrats“) eine fantasievolle Initiationsgeschichte über einen unerwarteten Todesfall und wie man in jungen Jahren damit umgeht.

    Walden Media, die Produktionsfirma von „Die Chroniken von Narnia“, hat wieder zugeschlagen, und die Firmen Weta Workshop und Weta Digital, zuletzt bei „King Kong“ auf Höhe ihrer Schaffenskraft, haben die Effekte besorgt. Wenn man dann noch im Trailer - neben zwei Jugendlichen - fliegende Fabelwesen, fantasievolle Raubtiere und riesenhafte Trolle zuhauf sieht, vermutet man, mit „Brücke nach Terabithia“ käme ein weiteres, mit viel Tricktechnik ausgestattetes Fantasy-Abenteuer in die Kinos. Dem ist nicht so. Denn Gabor Csupo, gebürtiger Ungar, Animationsexperte sowie Autor und Produzent der „Rugrats“-Kinoreihe, hat anderes im Sinn, geht es ihm doch darum, dem Gehalt der Jugendromanvorlage von Astrid-Lindgren-Gedächtnis-Preisträgerin Katherine Paterson gerecht zu werden. Die erzählt vom 15-jährigen Jesse (Josh Hutcherson, Robin Williams Sohnemann aus „Die Chaoscamper“), der ein Außenseiterdasein fristet. In der kinderreichen Familie kommt er zu kurz und in der Schule wird er regelmäßig als Opfer auserkoren. Schon die morgendliche Busfahrt gerät für Jesse jedes Mal zur Qual, ein Pausenbrot im Nacken ist das Mindeste, was er täglich abbekommt. Da schließt er Freundschaft mit Leslie (Anna Sophia Robb). Sie ist neu an der Schule, teilt mit ihm dessen Probleme. Die beiden beginnen, sich in eine von ihnen erfundene Fabelwelt zu flüchten. Dabei geraten sie - visualisiert durch ein Seil über einen Bach - in ein verwunschenes Reich voller seltsamer Kreaturen, in dem sie selbst wie ein Königspaar hofiert werden. Doch das Glück ist von kurzer Dauer.

    Hier, nach rund zwei Dritteln Laufzeit, nimmt „Terabithia“ eine ähnlich einschneidende Wendung wie „Million Dollar Baby“ durch Hilary Swanks Sturz im Boxring: Jesse erfährt nach der Rückkehr von einem Ausflug mit seiner Musiklehrerin - hübsch, nett und kumpelhaft: Zooey Deschanel („Per Anhalter durch die Galaxis“) als Paukerin ohne Makel -, dass Leslie tödlich verunglückt ist. Nun hat das Drama seinen Höhepunkt erreicht, und der Regisseur versucht mit viel Fingerspitzengefühl, die unglaubliche Situation, in der alle Beteiligten stecken, nachvollziehbar zu machen. Dank Hutchersons beeindruckend zurückhaltendem Spiel gelingt dies auch über weite Strecken - und auch durch die spärlich und überlegt gesäten Fantasy-Elemente, die nicht als Schauwerte missbraucht werden, sondern als Spiegel des Innenlebens der Protagonisten fungieren. Sieht man des Weiteren davon ab, dass Walden Media wie bei „Narnia“ mehr oder weniger unterschwellig christliches Gedankengut verbreiten will, hat man es hier mit einem Werk zu tun, das mit Spektakel nichts, mit der Reflexion über Freundschaft und Schuld, Leben und Tod aus jugendlicher Sicht aber eine Menge zu tun hat. Ob diese tiefschürfende Thematik indes massenkompatibel ist, ist fraglich. lasso.

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