Filmhandlung und Hintergrund

Slapstickkomödie mit Jim Carrey und Téa Leoni als Ehepaar, das die desolate Haushaltskasse mit Raubzügen aufbessert.

Dick (Jim Carrey) und Jane Harper (Tea Leoni) sind ein ganz normales, glückliches amerikanisches Bürgerpaar - bis Dick seinen gutdotierten Job verliert und nicht mehr weiß, wie er seine Schulden tilgen soll. Um nicht am Hungertuch zu nagen oder, was noch schlimmer wäre, vor den Nachbarn wie Loser dazustehen, beschließen die Eheleute kurzerhand, auf Diebeszug zu gehen. Doch will auch professionelle Kriminalität gelernt sein.

Jim Carrey und Tea Leoni treten in die Fußstapfen von George Segal und Jane Fonda im Remake des Kriminalkomödienklassikers „Das Geld liegt auf der Straße“ von „Galaxy Quest„-Regisseur Dean Parisot.

Dick und Jane haben den amerikanischen Traum verwirklicht, haben ein schönes Haus, ein liebes Kind und viele Verbindlichkeiten. Als beide plötzlich ohne Job dastehen, weil sie gekündigt, er nach Blitzkonkurs seiner Firma gefeuert wurde, folgt der finanzielle und soziale Abstieg. Doch für Diebe gibt es Konjunkturkrisen nicht, wie Dick und Jane bald erfahren, als sie aus der Not mit Raubzügen eine Tugend machen.

Dick Harper ist endlich am Ziel seiner Träume: Es winkt ihm eine satte Beförderung. Also ade Mittelstandsleben und willkommen in der Oberschicht. Seine Frau Jane kann endlich ihren verhassten Job im Reisebüro kündigen und zusammen mit Söhnchen Billy das Haus und den neuen Pool hüten. Nur leider haben die Harpers nicht mit Dicks Chef gerechnet. Der macht sich nämlich mitsamt den Firmengeldern aus den Staub und Dick steht auf der Straße. Jetzt gibt es nur noch einen Ausweg aus der Finanzmisere: Bewaffneter Raubüberfall!

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

    1. Die satirische Komödie über den amerikanischen Traum vom steten Aufstieg ist ein Remake von „Fun with Dick and Jane“ aus dem Jahr 1977. Der Spezialist für komödiantische Improvisation, Jim Carrey, der die Hauptrolle spielt, hatte die Idee, die alte Geschichte mit aktuellen Problemen wie Wirtschaftspleiten, Profitstreben und überzogene Managerabfindungen anzureichern.

      Vor allem aber geht es darum, dass Dick und Jane und ihr Umfeld ihren Selbstwert komplett über materielle Statussymbole definieren. Selbst als Dick noch stolz auf seinen Lebensstandard ist, sticht ihn der Nachbar aus mit einer Autofernbedienung, in die er „Mercedes, go!“ spricht, und dann springt der Wagen an.

      Wenn sich Dick und Jane daheim auf dem Kuschelbett über die Beförderung freuen, während Präsident Bush im Fernsehen eine Erfolgsrede hält, ist klar, dass es sich hier um eine fette Satire auf die wachsende Kluft zwischen Sein und Schein handelt. Als Dick aus Anlass seiner Beförderung eine private Einladung zum obersten Chef der Firma Globodyne erhält, jongliert er ziemlich gezwungen mit den Bällen ungezwungener Konversation: Den Chef beim Vornamen ansprechen, an den richtigen Stellen lachen, sich als Mann von Welt zeigen, aber was passiert mit seinem Job, wenn der Chef einen Witz nicht gut findet?

      Selbst als Dick schon längst die Karriereleiter wieder absteigt und sich als Begrüßer im Supermarkt bewirbt, flötet ihm dort eine Angestellte das Firmencredo ins Ohr: „Wir sind mehr als ein Kaufhaus, wir sind eine Familie!“ Auch in der ist jedoch für Dick nicht lange Platz, und so reiht er sich bald schon in eine Warteschlange mexikanischer Tagelöhner ein. Spätestens, als Dick sich eine Kapuze und eine Sonnenbrille aufsetzt, um Räuber zu werden, dreht Carrey dann mächtig auf mit Improvisieren und Grimassieren, als befreiter Clown des amerikanischen Erfolgsstrebens.

      Téa Leoni, die seine Frau Jane spielt, gibt an manchen Stellen eine nette Zugabe ihrer überdrehten Hausfrauenrolle aus „Spanglish“. Gemeinsam mit Jim Carrey hangelt sie sich zu lustvoller Hochform durch die Situationskomik, die Regisseur Dean Parisot einstreut: Zum Beispiel, als sie einen Mann am Bankautomaten überfallen wollen, der sie wieder erkennt, und sie dann blitzschnell wieder die Alten sein müssen.

      Das spannende Finale gibt Carrey so richtig Gelegenheit, geistreich und geschickt zu bluffen, wie es sonst nur der Chef tun durfte. Die rasante Satire ist nicht nur lustig, sondern soll offensichtlich auch Balsam sein für die Seelen der Arbeitslosen und der Verlierer moderner Börsen-Gewinnspiele.

      Fazit: Satirische Komödie über den amerikanischen Traum, in der Jim Carrey als Arbeitsloser zu neuer Hochform findet.
    2. Dick und Jane: Slapstickkomödie mit Jim Carrey und Téa Leoni als Ehepaar, das die desolate Haushaltskasse mit Raubzügen aufbessert.

      Dass man von amerikanischen Arbeitnehmern höchste Flexibilität erwarten kann, demonstriert ein Ehepaar, das eine finanzielle Krisensituation durch Raubzüge meistert. Eine Slapstick-Show, in der Carrey als Clown wieder Fanpflege betreiben darf.

      1977 befreite sich Jane Fonda nach zehnjähriger Komödienabstinenz vom Image als freudlos-militanter Missionarin, war George Seagals Gesicht ein mimisches Minenfeld, das mit kleinsten Nuancen Pointen explodieren lassen konnte. „Das Geld liegt auf der Straße“ war ein veritabler Hit, dessen komisches Potenzial man noch weiter ausreizen konnte. Glaubte Jim Carrey, der im Remake von Dean Parisot („Galaxy Quest - Planlos durchs Weltall“) wieder ganz auf die hochtourige Amok-Komik setzt, die ihn zum Superstar machte. Das Ergebnis ist ein Mix aus witzigen Gags und überdosiertem Slapstick - vor dem Hintergrund eines sozialen Katastrophenfalls, dessen brisante Relevanz diese Komödie heute für manchen Besucher auch zum Horrorfilm machen könnte.

      Der Film beginnt als mittelständische Wohlstandssatire in einem amerikanischen Vorstadtidyll. Hier haben sich Dick (Carrey) und Jane (Téa Leoni, wie zuletzt in „Spanglish“ eine geborene dramatische Komödiantin) mit Haus, Hund, Kind und Schulden bürgerlich respektabel eingerichtet. Natürlich ist der Lebensstandard immer noch verbesserungswürdig, wenn der Nachbar mit seinem Hi-Tech-Mercedes sprechen und man selbst nicht mal einen fahren kann. Viele unrealisierte Konsumträume scheinen sich zu erfüllen, als Dick nach langjähriger Beschäftigung beim Konzern Globadyne den Fahrstuhl ganz nach oben nimmt. Doch die Beförderung entpuppt sich als Treppenwitz. Globadyne stürzt über Nacht in den Konkurs, nicht ohne den verschlagenen Boss (Alec Baldwin), verborgen vor der Öffentlichkeit, zum Halbmilliardär zu machen. Von jetzt an beginnt der Absturz Dicks, der sich wie Jane mit demütigenden Jobs durchschlagen, sich beim Vorstellungsgespräch mit Horden hoch qualifizierter Konkurrenten duellieren muss. Der freie Fall gipfelt in der Zwangsrückgabe des Edelrasens, in peinlichen „All-you-can-eat“-Essenstürmen und einer Träne Carreys, die seine Ankunft ganz unten markiert. Der Aufschwung kommt, als das Ehepaar in Raubzügen eine konjunkturresistente Einnahmequelle entdeckt. Eine der vielen Soundtrack-freundlichen Song-Bild-Montagen zeigt die Entwicklung der Dilettanten zu Profis, die sich mit immer schrägeren Outfits tarnen. Das reicht von Sonny & Cher, mit Carrey als Hexe von Eastwick, bis hin zu schwarzen „Blade II“-Bodysuits mit Stimmverzerrern, die Carrey in einer wunderbar durchgeknallten Sequenz als Luftgitarrero nutzt. Am Ende wird die neue kriminelle Energie wohltäterisch eingesetzt, ist die Bilanz auch bei Zuschauern positiv, die von großen Dosen Manic Jim keine Depressionen kriegen. kob.

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