Filmhandlung und Hintergrund

Satire über einen Schriftsteller, der einen Fernsehredakteur entführt, um die Verfilmung seines Drehbuchs zu realisieren.

Conrad Weitzmann (Thilo Prothmann) hat die Liebesgeschichte seiner Eltern zu einem Drehbuch mit dem Namen „Der Orangenhain“ verarbeitet und versucht in Folge dessen, das Skript an den Mann - sprich - an ein Fernsehstudio zu bringen. Doch obgleich der bekannte Redakteur Stuckradt Halmer (Jan Henrik Stahlberg) Interesse zeigt, vergeht Jahr um Jahr, indem lediglich Drehbuchveränderungen stattfinden, ohne jedoch ein Ergebnis zu Tage zu fördern. Da Conrads Mutter bereits verstorben ist und zumindest sein Vater Ephraim (Joost Siedhoff), früherer KZ-Insasse und Kriegsdeserteur, die Verfilmung zu Gesicht bekommen soll, sammelt sich in Conrad nach Jahren ergebnisloser E-Mail-Korrespondenz mit Fernsehsendern Zorn. Jedes Drehbuch bekommt er mit Anmerkungen zurückgeschickt, und nach jeder Überarbeitung Conrads wiederholt sich dieses Prozedere, bis er auf Mittel jenseits der Legalität zurückgreift.Ein innerer Impuls lässt ihn den Fernsehredakteur Stuckradt Halmer entführen, um diesen dazu zu zwingen, das Drehbuch fertig zu stellen. Das wirft die Frage auf, ob es überhaupt möglich ist, unabhängiger Drehbuchautor zu sein. „Der Kuckuck und der Esel“ ist die zweite Regiearbeit von Andreas Arnstedt. Im Gegensatz zu seinem ersten Film aus dem Jahr 2009, „Die Entbehrlichen“, wendet sich Arnstedt dieses Mal jedoch vom Sozialdrama ab. Das Erstlingswerk Arnstedts wurde mehrfach ausgezeichnet, unter anderem für die beste Regie auf dem Sao Paolo Film Festival. Im zweiten Film des gelernten Möbeltischlers widmet dieser sich insbesondere dem Thema der medialen Zensur. Hier werden die Figuren nicht von ihren sozialen Strukturen aufgehalten, vielmehr sorgen konservative Medienapparate dafür, dass der eigenen kreativen Entfaltung der Riegel vorgeschoben wird. Eine Thematik, die eine universelle Aktualität besitzt.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Der Kuckuck und der Esel: Satire über einen Schriftsteller, der einen Fernsehredakteur entführt, um die Verfilmung seines Drehbuchs zu realisieren.

    Nach mehreren gescheiterten Versuchen reißt dem erfolglosen Drehbuchautor Conrad der Geduldsfaden und er versucht seinen Durchbruch mit einer Entführung zu erzwingen.

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