Filmhandlung und Hintergrund

Deutsch-schwedischer TV-Krimi nach Motiven von Mari Jungstedt.

Ein Mann glaubt, in einer Frau seine alte Liebe wiederzuerkennen. Kurz darauf wird sie tot am Fuß einer Klippe gefunden; ihre Tochter ist spurlos verschwunden. Einige Tage später stirbt an derselben Stelle die Leiterin des örtlichen Jugendamts. Die Polizei steht vor einem Rätsel, denn außer dem Fundort gibt es keinerlei Verbindungen zwischen den beiden Todesfällen.

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Kritikerrezensionen

  • Der Kommissar und das Meer: Das Mädchen und der Tod: Deutsch-schwedischer TV-Krimi nach Motiven von Mari Jungstedt.

    Das Mädchen und der Tod“ ist nach „Wilde Nächte“ (2014) die zweite Arbeit von Grimme-Preisträger Miguel Alexandre („Grüße aus Kaschmir„) für die ZDF-Krimireihe „Der Kommissar und das Meer“. Auch diesmal hat er wieder die Kamera geführt, und erneut ist es nicht zuletzt die Bildgestaltung, die den Reiz des Films ausmacht.

    Alexandre zeigt ein spätwinterliches Gotland, das so gar nicht wie ein Ferienparadies wirkt; dafür sind die Bilder einer Pferdeherde im Nebel gleich zu Beginn umso stimmungsvoller. Die eigentliche Geschichte beginnt eher beiläufig und mysteriös: Der Besitzer der Herde erkennt eine Frau, die weist ihn zurück, die Tochter der Frau verrät ihre Adresse, der Mann kommt abends zu Besuch und wird ein zweites Mal abgewiesen; kurz drauf sieht man, wie das circa zwölf Jahre alte Kind den leblosen Körper seiner Mutter die Klippen hinunterstürzt.

    Das Buch zu „Das Mädchen und der Tod“ stammt von Henriette Piper, es ist bereits ihr achtes für die bislang 18 Episoden umfassende Reihe. Sie hat auch die ersten Bücher geschrieben, und vielleicht spielt das Stammpersonal diesmal deshalb eine etwas größere Rolle als zuletzt. Im Gegensatz zu früheren Filmen, in denen das Privatleben von Robert Anders (Walter Sittler) eher pro forma eingebaut wurde und Freundin Emma (Frida Hallgren) im Grunde bloß dekorative Stichwortgeberin war, dient diese Ebene diesmal als Reflektion des Handlungskerns: Zentrales Motiv des Films sind die Beziehungen zwischen Kindern und Eltern. Fippa (Hanna Westerberg), die Tochter der Toten, ist angeblich das Produkt einer Vergewaltigung. Aber Tobias (Johan Halström), der Pferdebesitzer und vermeintliche Vergewaltiger, hat jahrelang nach Mutter und Kind gesucht. Und dann gibt es noch ein allzu sehr dem Alkohol ergebenes Elternpaar, dem das Jugendamt die Kinder weggenommen hat. Als die Amtsleiterin später am Fuß der selben Klippe gefunden wird wie die erste Tote, steht die Polizei endgültig vor einem Rätsel.

    Auch Anders erlebt einen Moment, der sein Selbstbewusstsein als Vater infrage stellt: Emmas Sohn hat sich den Arm gebrochen, aber Trost will er nicht von Anders, sondern von seinem „richtigen Vater“. Auf diese Weise knüpft Piper an den Auftakt der Reihe (2007) an. Damals gehörte Henning Baum als deutscher TV-Journalist zum Ensemble. Diese Rolle war auch dramaturgisch eine interessante Personalie, weil Anders (und somit auch Sittler eine Gegenfigur auf Augenhöhe hatte. Piper hat diesmal zwar dafür gesorgt, dass sein Mitarbeiter Thomas Wittberg (Andy Gätjen) etwas mehr zu tun hat als sonst, aber im Grunde bleibt der Kollege ein klassischer Assistent.

    Interessanteste Figur ist ohnehin die von Hanna Westerberg bemerkenswert markant verkörperte junge Titelheldin, die sich in einem Freizeitpark versteckt; ihr knallroter Mantel bildet einen reizvollen Kontrast zur grauen Umgebung. Da der Film zunächst offen lässt, ob Fippa etwas mit dem Tod ihrer Mutter zu tun hat, ist der Gegensatz zwischen der düsteren Optik und der scheinbaren Ausgelassenheit, mit der das Mädchen durch die „Villa Kunterbunt“ tanzt, umso frappierender. Nicht nur in dieser Szene hat die Musik von Wolfram de Marco großen Anteil an der ganz speziellen Atmosphäre dieses Films. tpg.

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