Der Anchorman - Die Legende von Ron Burgundy

  1. Ø 4
   2004
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Filmhandlung und Hintergrund

Der Anchorman - Die Legende von Ron Burgundy: Will-Ferrell-Komödie über einen Nachrichtensprecher in den 70er Jahren, der sich gegen eine weibliche Konkurrentin behaupten muss.

Ron Burgundy (Will Ferrell) ist der Star im kleinen, ausschließlich aus wohlbehaarten Männern rekrutierten Nachrichtenteam beim Sender KVWN im San Diego der goldigen Siebziger Jahre. Als jedoch die ebenso attraktive wie kompetente Veronica Corningstone (Christina Applegate) bei dem Unternehmen anheuert und sich partout nicht mit der Rolle des optischen Aufhellers begnügen will, fällt ein Schatten auf das Macho-Idyll. Als Veronica dann gar auf Burgundys Posten schielt, nimmt ein nach allen Regeln der Kunst geführter Rosenkrieg seinen Lauf.

Saturday Night Life-Star Will Ferrell („Buddy – Der Weihnachtself„) etabliert sich als gleichwertige Kraft neben den Kumpels Ben Stiller, Jack Black und Owen Wilson und legt mit diesem ebenso überdrehten wie charmanten Nachrichtenkrieg sein bisher reifstes Werk vor. Black, Vince Vaughn, Tim Robbins und Luke Wilson haben Gastauftritte.

Ron Burgundy ist Anchorman eines Lokalsenders in San Diego in den 70er Jahren. Er bekommt Konkurrenz durch die ambitionierte Nachrichtensprecherin Veronica Corningstone. Zunächst in dem Glauben, Victoria würde lediglich die „Frauenthemen“ präsentieren, sieht sich Burgundy mit den Qualitäten einer Reporterin konfrontiert, die seinem sorgenfreien Leben ein Ende bereiten will. Der Krieg der Nachrichtensprecher beginnt.

In den frühen 70ern ist Ron Burgundy als Sprecher der Lokalnachrichten der unumstrittene Star und Gesellschaftslöwe im kalifornischen San Diego. Das Selbstwertgefühl des berufenen Playboys erhält jedoch einen Dämpfer, als ihm von der Senderleitung die karrierebewusste und vor allem erschreckend kompetente Veronica Corningstone als Co-Moderatorin verordnet wird. Zunächst lässt Ron gegen die feministische Offensive nur seinen Charme spielen, doch als das nichts hilft, werden schwerere Geschütze aufgefahren.

Der Kampf des Nachrichtensprechers und aufrechten Machos Ron Burgundy wider die schleichende Unterwanderung durch den Feminismus im Mittelpunkt einer ausgelassenen Geschlechterkriegskomödie mit Will Ferrell und Christina Applegate.

Darsteller und Crew

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Parodierte Mike Myers in der „Austin Powers“-Reihe die Swinging Sixties, hat der ebenfalls aus der „Saturday Night Live“-Komikerschmiede stammende Will Ferrell („Buddy – Der Weihnachtself“) jetzt die Groovy Seventies ins Veräppelungsvisier genommen. In der von ihm mitgeskripteten Komödie spielt er einen egozentrisch-einfältigen Nachrichtenansager, der wie der Rest seines chauvinistischen TV-Teams ins tiefste Macho-Mark erschüttert ist, als eine attraktive Nachrichtenjournalistin versucht, in ihre bis dato ungefochtene Männerdomäne einzudringen.

    Der Einfluss der US-Popkultur prägenden „SNL“-Sketchserie lässt sich bei dieser Produktion an allen Ecken und Enden entdecken. So war Debütregisseur und Co-Drehbuchautor Adam McKay lange Zeit Chefautor der Erfolgsserie. Neben Hauptdarsteller Ferrell finden sich mit Ben Stiller und Jack Black zudem ehemalige „SNL“-Komiker in amüsanten Cameoauftritten. Darüber hinaus erweckt der diverse Absurditäten auskostende Retroklamauk oft den Eindruck einer auf Filmlänge ausgedehnten Sketchepisode – ohne dass das Gezeigte auch nur einen Deut weniger komisch wäre, wohlgemerkt. Die zentrale Figur ist der populäre Nachrichten-Anchorman Ron Burgundy, der sich in San Diego der höchsten Einschaltquoten erfreut. Sein Newsteam besteht aus dem cowboyhaften, in seiner sexuellen Orientierung verwirrten Sportkommentator Champ (David Koechner), dem schürzenjagenden Außenberichterstatter Brian Fantana (Paul Rudd) und dem etwas minderbemittelten Wetterfrosch Brick Tamland (Steve Carell). Als ihnen die neue Mitarbeiterin Veronica Corningstone (Christina Applegate, immer noch am meisten bekannt als Bundy-Tochter aus der Sitcom „Eine schrecklich nette Familie“) vorgestellt wird, sehen sie sie natürlich sofort als Sexobjekt, nicht jedoch als ernst zu nehmende Kollegin. Erstaunlicherweise kann Ron sie zu einem Treffen überreden und nach einem faktfreien Vortrag über San Diegos Geschichte und einem passionierten Jazzflöten-Auftritt auch noch bei ihr landen. Anstatt einer konventionellen Sexszene wird eine komisch-kuriose Animationseinlage mit Einhörnern und Regenbogen geboten. Weitere Überdrehtheiten umfassen eine blutige, „Warriors“-inspirierte Straßenschlacht mit Konkurrenz-Nachrichtenteams (Tim Robbins, Luke Wilson und Vince Vaughn treten auf den Plan) und Rons sprechenden Hund, der im „Verrückt nach Mary“-Stil über ein Brückengeländer getreten wird. Was wiederum Veronica ihren großen Durchbruch ermöglicht und zu ihrem (vorübergehenden) Zerwürfnis mit Ron führt.

    Die folgenden Sticheleien und Zankereien zwischen den beiden hätten gerne noch bissiger ausfallen können. So bleiben zahlreiche Möglichkeiten für lustige Sabotagemomente im Stil von „Der Rosen-Krieg“ ungenutzt. Immer für einen Lacher gut sind indes die typisch geschmacklosen 70er-Jahre-Klamotten und die entsprechenden „haarigen“ Details wie Koteletten, Schnurrbärte, entblößte Brusthaare und saloppe Föhnfrisuren. Der Soundtrack fährt einige Hits der Ära auf, unter anderem eine Acapella-Version des berüchtigten Beischlafhits „Afternoon Delight“, die vom Newsteam höchstpersönlich dargeboten wird. Die stetig wachsende Fangemeinde von Will Ferrell wird sich über seine gewohnt schamlos-unerschrockene Darstellung eines sich selbst weit überschätzenden, aber dennoch nicht unsympathischen Dussels allemal amüsieren. Was aber nicht heißt, dass das komische Potenzial trotz etlicher gelungener Gags optimal genutzt wurde. ara.

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