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Demonlover

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Filmhandlung und Hintergrund

Bizarrer, kühler und stylisher High-Tech-Spionage-Thriller, in dem eine Geschäftsfrau in die Abgründe von Internet-Pornographie fällt.

Die schöne Diane hat sich mit List und Tücke an die Spitze eines Konzerns hochgearbeitet und soll hier einen wichtigen Deal auf dem Gebiet der Internet-Pornographie zum Abschluss bringen. Als sie entdeckt, dass einer ihrer Partner in spe eine illegale Folterseite betreibt, wird sie selbst Opfer einer perfiden Intrige und gerät in einen Strudel sadomasochistischer Abhängigkeiten.

Eine neue 3D-Software fürs Internet könnte das dortige Pornobusiness revolutionieren und steht deshalb ganz oben auf der Einkaufsliste von Schmuddelmogul Volf und seiner skrupellosen Assistentin Diane. Diese, im Nebenberuf als Industriespion tätig, räumt Rivalinnen normalerweise ohne Federlesen aus dem Weg, doch ausgerechnet an der schüchternen Elise, einer von der Vorgängerin geerbten Assistentin, beißt sie sich die Zähne aus. Als es zur offenen Konfrontation kommt, macht Diane nähere Bekanntschaft mit der neuen Technik.

Als sich Internetsex-Kauffrau Diane (Connie Nielsen) mit der falschen Bürorivalin (Chloe Sevigny) anlegt, gerät sie buchstäblich in Teufels Küche. Gut gespielter und inszenierter Euro-Erotikthriller.

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Kritikerrezensionen

  • Demonlover: Bizarrer, kühler und stylisher High-Tech-Spionage-Thriller, in dem eine Geschäftsfrau in die Abgründe von Internet-Pornographie fällt.

    Olivier Assayas hetzt seine Charaktere - allen voran die schöne und coole Connie Nielsen - durch ein undurchsichtiges Spiel aus Hightech-Spionage und Mordkomplott. Dass sich der faszinierend moderne und kühle Thriller letzten Endes in der Grenzüberschreitung verschiedener Ebenen verzettelt und den Zuschauer ratlos zurück lässt, mag Assayas‘ Statement gegen die nicht mehr überschaubare Vermischung der virtuellen und realen Welten im neuen Jahrtausend sein, gleichzeitig aber auch die Schwäche seines Films, die bei den Filmfestspielen von Cannes Anlass zur Empörung gab.

    Nicht ohne Anerkennung sollte jedoch der Mut des französischen Drehbuchautoren und Regisseurs bleiben, der nach der Literaturverfilmung „Les destinées sentimentales“ neue Wege beschreitet und nach einer filmischen Form für die Fragen sucht, die die Globalisierung durch das World Wide Web aufdrängt: Wie weit darf die Übernahme der realen (und auch der Leinwand-) Welt durch die virtuelle gehen, wie weit die Verschiebung der Grenzen des Bösen und das Aufheben jeglicher Tabus durch die digitale Befriedigung/das Ausleben sadistischer Fantasien?

    Rätsel hinterlässt „Demonlover“ jedoch nicht, weil Antworten auf diese Fragen ausbleiben - eher scheinen seine unzugänglichen Charaktere, insbesondere die von Assayas einmal mehr fokussierten weiblichen Figuren, ihr eigenes durchtriebenes Spiel nie selbst in der Hand zu haben. So begegnen wir der schönen und so berechnenden wie unberechenbaren Französin Diane de Mony (Connie Nielsen) zunächst als souveräner Karrierefrau, die mit List und Tücke und Understatement an die Spitze eines global operierenden Medienkonzerns vorrückt. Als rechte Hand von Tycoon Henri-Pierre Volf (Jean-Baptiste Malartre) führt sie die Verhandlungen um die Übernahme von revolutionären 3-D-Manga-Pornofilmen zum erfolgreichen Abschluss. Tatsächlich ist Diane jedoch eine skrupellose Spionin des Konkurrenten Megatronics, der Volfs Deal mit dem amerikanischen Major Demonlover - berüchtigt für seine illegale Website für Snuff-Filme - sabotieren will. Megatronics toughe und sexy Geschäftsführerin Elaine (Gina Gershon) entpuppt sich als ebenso ebenbürtige Gegenspielerin wie Dianes eigene Assistentin Elise (Chloë Sevigny), die immer brutalere Methoden findet, um ihre Chefin schließlich mit einer perfiden Intrige auszuspielen. Diese führt so weit, dass die verstörenden Visionen aus Demonlovers virtueller Folterkammer „Hell Fire Club“ für Diane Realität werden und sie in einen Strudel sadomasochistischer Abhängigkeiten stürzen.

    Nachdem „Demonlover“ anfangs durch seine brillant präzise Kameraarbeit, coole und puristische Pastelltöne und durchdesignte, aseptische Settings der reichen und schönen Businesswelt des 21. Jahrhunderts besticht, gleicht Assayas seinen Film im weiteren verwirrenden, kaum nachvollziehbaren Verlauf den Produkten an, um die spioniert und intrigiert wird. Dianes Pläne zur Überlistung der Konkurrenz, ihre ambivalente Beziehung zu ihrem Kollegen Herve (Charles Berling), eine Psychologie, die auf ein Bewusstsein und ein inneres Selbst der Protagonistin schließen lässt - für all dies findet Assayas keine ausreichenden Worte, die Kamera keine klaren Bilder. Möglicherweise ist aber dieser Mangel in einer von Emotionen befreiten Welt auf dem Weg in die virtuelle Cyberhölle auch eine Antwort. cm.

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