Das Boot (1981)

Das Boot: Wolfgang Petersens Meisterwerk nach dem Erfolgsroman von Lothar Günther Buchheim über die letzte Fahrt eines deutschen U-Boots während des Zweiten Weltkriegs.
Kinostart: 17.09.1981
Das Boot Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Das Boot: Wolfgang Petersens Meisterwerk nach dem Erfolgsroman von Lothar Günther Buchheim über die letzte Fahrt eines deutschen U-Boots während des Zweiten Weltkriegs.

Im Oktober 1941 läuft das deutsche U-Boot U-96 aus dem Hafen in La Rochelle aus. An Bord befindet sich auch Leutnant Werner (Herbert Grönemeyer), der als Kriegsberichterstatter neu zu der Crew gekommen ist. Als einer der Neuen hat er einen schweren Stand bei der eingeschworenen Truppe und wird häufig verspottet. Auch deswegen verfliegt seine anfängliche Begeisterung schnell. Der Alltag in dem U-Boot ist äußerst eintönig und beklemmend, weswegen die etablierte Mannschaft bereits eine zynische Haltung zum gesamten Krieg entwickelt hat. Dies steht ebenfalls im Kontrast zu der idealisierten Meinung der jungen Neulinge und sorgt zusätzlich für Spannung bei der Besatzung. Ihre Aufgabe lautet, Versorgungsschiffe zu versenken, die Großbritannien mit Gütern beliefern. Solche Konvois werden jedoch inzwischen vermehrt von Zerstörern beschützt, die durch den Abwurf von Wasserbomben eine ernste Gefahr darstellen. Nach einigen Zwischenfällen, die ihre Spuren in der Psyche der Männer hinterlassen, sehnen sich alle nach einer Rückkehr in den Hafen von La Rochelle. Zumal ihnen die stickige, erdrückende Atmosphäre der engen Metallwände schwer zusetzt. Doch die Besatzung der U-96 erhält stattdessen den Befehl, nach Italien zu fahren. Dafür müssen sie jedoch die Straße von Gibraltar durchqueren, die stark von der britischen Royal Navy bewacht wird.

„Das Boot“ ist ein deutscher Kriegsfilm von Regisseur Wolfgang Petersen. Es handelt sich dabei um eine Adaption des gleichnamigen Romans von Lothar-Günther Buchheim aus dem Jahr 1973. Mit einem Produktionsbudget von 32 Millionen DM ist es einer der teuersten Filme in der deutschen Kinogeschichte. „Das Boot“ wurde für sechs Oscars nominiert, konnte jedoch keinen gewinnen. Für 2018 ist eine Fortsetzung der Handlung als Serie auf Sky geplant.

Darsteller und Crew

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Kritiken und Bewertungen

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    Die Minderheit der Mitglieder des Hauptausschusses sah ebenso wie der Bewertungsausschuß gravierende Mängel: Die Hinweise auf einige private Probleme einzelner Besatzungsmitglieder des U-Bootes reichen nicht aus, um die Personen menschlich zu profilieren; die Figuren funktionieren nahezu ausschließlich als Beteiligte am äußeren Filmgeschehen und werden weder als Typen, geschweige denn als Charaktere hinreichend prägnant dargestellt. Außerdem wurde eingewandt, daß hier wie in nahezu allen Kriegsfilmen, die die Bewährung von Soldaten in Extremsituationen zeigen, stellenweise eine unangemessene Heroisierung erfolgt, die beim Erleben des Films eine sicher auch von den Filmemachern nicht beabsichtigte Bewunderung soldatischer Tapferkeit hervorruft. [...]. Dargestellt wird abgesehen von den kurzen Einleitungsszenen eine einzelne Feindfahrt eines deutschen U-Bootes im Zweiten Weltkrieg. Dabei gelingen überwiegend genaue Beobachtungen von Alltagssituationen an Bord ebenso wie die überzeugende Beschreibung von Gefahrensituationen, mit der die totale Angst der Betroffenen und ihre unterschiedlichen Reaktionen darauf eindringlich verdeutlicht werden. In der Vermittlung der Erfahrung dieser Angst, die sich einstellt, obschon sowohl die individuelle Profilierung der Personen als auch weitergehende Informationen über den zeitgeschichtlichen Hintergrund fehlen, liegt eine beachtliche filmische Leistung. Sie resultiert vor allem aus der perfekten Kameraarbeit und dem guten Spiel der Darsteller. Daneben ist allerdings unübersehbar, daß der Film Passagen enthält, die nur der Vorführung des großen technischen Aufwandes bei seiner Herstellung dienen. In diesen Passagen dominiert der knallige Effekt, und das Geschehen wird zum oberflächlichen Katastrophenfilm-Spektakel, das sich als Selbstzweck darbietet und die Betroffenheit, die bei der Beschreibung menschlicher Angst entsteht, teilweise aufhebt. Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW)

Kritikerrezensionen

  • Mit diesem perfekt inszenierten Kriegsfilm nach den vielgelesenen Erinnerungen des Autors und ehemaligen U-Boot-Offiziers Lothar Günther Buchheim gelang dem zuvor bereits als TV-Regisseur erfolgreichen Wolfgang Petersen (“In the Line of Fire”) der Durchbruch auch auf internationalem Parkett. Die Effekte halten Hollywood-Standard, als Mannschaft überzeugt ein germanisches Allstar-Team von Jürgen Prochnow über Herbert Grönemeyer bis zu Martin Semmelrogge, und der Soundtrack von Klaus Doldinger wurde auch ohne den dazugehörigen Film ein Hit.

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