Dark Blue World

   Kinostart: 02.05.2002
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Filmhandlung und Hintergrund

Melancholisches Weltkriegsdrama um zwei tschechische Piloten der britischen Luftwaffe.

Während des Zweiten Weltkriegs kämpfen zwei tschechische Exilpiloten in der Luft auf der Seite Englands gegen den Feind. Und am Boden um dieselbe Frau - um die schöne Strohwitwe Susan.

Der erfolgreichste tschechische Kinofilm aller Zeiten stammt von Jan Sverák („Kolya„) mit Ondrej Vetchy, Krystof Hadek und Tara Fitzgerald.

Franta Slama erinnert sich in Zwiesprache mit seinem Mitgefangenen in einer tschechischen Strafanstalt an seine Zeit als Flieger in der britischen Armee im Zweiten Weltkrieg: Franta und sein heissblütiger Flugschüler Karel verliebten sich beide in Strohwitwe Susan. Als sie sich letztendlich für Franta entscheidet, zerbricht die Freundschaft zwischen ihm und Karel.

Im Zweiten Weltkrieg schließen sich der tschechische Flugausbilder Franta Slama und sein Schüler Karel Vojtisek der Royal Air Force an, um gegen Deutschland zu kämpfen. Als Karel abgeschossen wird, kann er in der Nähe des Landhauses der jungen Susan notlanden. Nach einer gemeinsamen Nacht verliebt sich Karel in die attraktive Frau. Doch als er Susan seinem Freund vorstellt, beginnt diese eine leidenschaftliche Affäre mit dem Älteren. Karel ist am Boden zerstört, die Zusammenarbeit der beiden Piloten gestaltet sich zunehmend schwieriger.

Während des Zweiten Weltkrieges verliebt sich der tschechische Royal Air Force-Pilot Karel nach einer gemeinsamen Nacht in die junge Susan. Doch als er sie seinem älteren Freund und Ausbilder Franta vorstellt, beginnt sie eine leidenschaftliche Affäre mit diesem. Einfühlsame Mischung aus Liebes- und Kriegsfilm von Jan Sverák („Kolya“).

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Dark Blue World: Melancholisches Weltkriegsdrama um zwei tschechische Piloten der britischen Luftwaffe.

    Manchmal scheint alles vorhanden, was einen künstlerischen und kommerziellen Erfolg garantiert: Ein renommierter Regisseur, eine genretaugliche Geschichte und ein gesundes finanzielles Rückgrat. In seiner Heimat ging die Rechnung für Oscarpreisträger Jan Sverak („Kolya“) bereits auf: Das von der Münchner Helkon koproduzierte melancholische Weltkriegsdrama „Dark Blue World“ verwies letztes Jahr mit über einer Million Zuschauern all seine Konkurrenten - darunter Hollywoodblockbuster wie „Was Frauen wollen“ - auf die Plätze und wurde zum kassenträchtigsten tschechischen Film aller Zeiten.

    Für Michael Bays „Pearl Harbor“ war sie nur eine kurze Ärmelkanalepisode wert, für Jan Sverak ein ganzer Film: Die in den Herbstmonaten von 1940 tobende Luftschlacht um England. Wohl die wenigsten werden wissen, dass etwa 1300, vor den Deutschen geflüchtete tschechische Kampfpiloten in der Royal Air Force ihren Dienst versahen. Im Gegensatz zu ihren englischen Kameraden wurden sie nach Kriegsende in ihrem Heimatland jedoch nicht als Helden gefeiert, sondern als potentielle Feinde der 1948 gegründeten CSSR „vorsorglich“ interniert. Hier setzt die Handlung von „Dark Blue World“ ein. Eine abgelegene Strafanstalt: Der ehemalige Flugausbilder Franta Slama wird mit einer Lungenentzündung auf die Krankenstation verlegt. Er erinnert sich in Zwiesprache mit seinem Mitgefangenen Houf (Mirolslav Taborsky) und Blaschke, einem mysteriösen Lagerarzt mit SS-Vergangenheit (Fernsehschauspieler Hans-Jörg Assmann, bekannt aus Dieter Wedels Fünfteiler „Der Schattenmann“), an seine Zeit in England. Franta wird von dem tschechischen Publikumsliebling Ondrej Vetchy dargestellt, der bereits in „Kolya“ als Totengräber Broz glänzte. Zur Seite stehen Vetchy der Newcomer Krystof Hadek, der den heissblütigen Flugschüler Karel spielt, sowie - verführerisch unterkühlt - „Brassed Off“-Star Tara Alexander als Strohwitwe Susan. Als sie mit beiden Männern eine Affäre beginnt, sich aber letztendlich für Franta entscheidet, zerbricht die Freundschaft zwischen ihm und Karel.

    Eine Frau zwischen zwei Kampfpiloten - ob Sveraks Vater Zdenek, der auch das Drehbuch zu „Kolya“ schrieb, wusste, dass sein Stoff der Lovestory von „Pearl Harbor“ derart nahe kommt? In der Tat provoziert „Dark Blue World“ zum Vergleich mit dem dreistündigen Special Effects-Knallbonbon aus den Staaten. Und kann die tschechische Produktion auch nicht in Anspruch nehmen, im Veröffentlichungsrennen als erste über die Zielgerade geschossen zu sein, so scheint sie in allen anderen Punkten vorne zu liegen. Wo „Pearl Harbor“ Verblüffung um jeden Preis suchte, da pflegt „Dark Blue World“ selbst in den halsbrecherischsten Flugsequenzen, bei denen sich Kameramann Vladimir Smutny wohl von Guy Hamiltons Referenzverfilmung „Luftschlacht um England“ inspirieren ließ, einen betörenden, geradezu aristokratisch wirkenden Umgang mit Schönheit. Erstaunlich, dass Jan Sverak mit einem Budget von sieben Millionen Dollar auskommen konnte, noch erstaunlicher, dass man es seinem, so ganz gegen den Zeitgeist gedrehten Kriegsfilm in keiner Szene anmerkt. flex.

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