Filmhandlung und Hintergrund

Auf einer wahren Geschichte beruhender Tanzfilm über einen Tanzlehrer, der das Leben unterprivilegierter Schüler mit Rhythmus anreichert.

Als der kultivierte New Yorker Tanzlehrer Pierre Dulaine (Antonio Banderas) zufällig Zeuge wird, wie der unterprivilegierte High-School-Rüpel Rock (Rob Brown) das Auto eines guten Bürgers demoliert, verzichtet er auf den Anruf bei der Polizei. Stattdessen versucht er, desorientierte Knaben mit den Mitteln des Gesellschaftstanzes auf den Pfad der Tugend zu führen. Doch nicht jedes seiner neuen Schäfchen zeigt dafür Begeisterung.

Antonio Banderas steigt im diesjährigen Hollywood-Aufguss des beliebten Themas vom Pauker und der Problemklasse in die Fußstapfen von Michelle Pfeiffer und Heinz Rühmann.

Tänzer Pierre Dulaine lässt seine Karriere hinter sich, um Problem-Kids aus New Yorker Schulen klassischen Tanz beizubringen. Die Schüler reagieren zunächst irritiert, doch bald fassen beide Parteien Vertrauen zueinander. Gemeinsam schaffen sie einen neuen Tanzstil, der klassische Elemente und HipHop und Breakdance vereint.

Eigentlich gibt sich Tanzlehrer Pierre Dulaine nur mit Kindern wohlhabender New Yorker ab. Doch eines Tages lässt er seinen wohldotierten Job hinter sich und macht es sich zur Aufgabe, unterprivilegierten Kindern klassischen Tanz beizubringen. Anfangs stößt Dulaine bei der Jugend auf Ablehnung, hat diese doch eher HipHop im Sinn. Aber allmählich raufen sich die beiden Parteien zusammen. Gemeinsam kreieren sie einen Stil, der alte und moderne Elemente verknüpft und der beim anstehenden Tanzwettbewerb für Furore sorgen soll.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

    1. Dance! ist eine Mischung aus klassischen Tanzfilmen wie Strictly Ballroom und Sozio-Dramen im Teenager Milieu wie Dangerous Minds. Damit bietet der Film nicht wirklich viel Neues.

      Interessant ist hingegen, dass er das wahre Leben von Pierre Dulaine, seines Zeichens Tanzlehrer in New York, zum Anlass nimmt ein wenig über Lehrmethoden nachzudenken. Denn als der Film-Dulaine Banderas auf einem Elternabend klar macht, worum es ihm mit seinen Tanzstunden eigentlich geht, überzeugt dies nicht nur die besorgten Eltern.

      Es geht beim Tanzen vor allem um Respekt – gegenüber sich selbst und gegenüber seinem Partner. Etwas, was Dulaines Meinung nach, Mangelware auf öffentlichen Schulen ist. Zugegebenermaßen werden Mädchen, die Respekt für sich selbst empfinden anders auf bestimmte Situationen reagieren, die unter Umständen gar nicht erst entstehen, wenn sie es mit jungen Männern zu tun haben, die Respekt für sie empfinden.

      Regie geführt hat bei diesem Film Liz Friedlander, die bisher vor allem durch ihre hervorragenden Musikvideos auffiel, mit denen sie diverse Preise einheimste. Ein Tanzfilm liegt dementsprechend als Spielfilmdebüt sehr nahe.

      Friedlander versteht die Art und Weise, mit der sie ihre Darsteller einfangen muss um ihnen beim Tanzen möglichst viel Eleganz und Dynamik zu verschaffen. Sie bleibt mit der Kamera oft sehr nahe an den Körpern, rasche Schnitte verstärken den Rhythmus. Doch während diese Technik bei 4-minütigen Videoclips ästhetisch wirkt, kann sie auf zwei Stunden gerechnet ermüden.

      Das Highlight des Filmes sind ohne Frage die Darsteller. Antonio Banderas spielt die Rolle des Pierre Dulaines mit soviel Understatement, dass es eine Wonne ist ihm dabei zuzusehen. Rob Brown – bekannt aus Forrester, gefunden – überzeugt als junger Rock, der sich zwischen einer Karriere als Krimineller oder College Student entscheiden muss. Auch Yaya Dacosta – eine der amerikanischen Nachwuchshoffnungen in America’s Next Topmodel – kann mit ihrer ersten schauspielerischen Leistung überzeugen.

      Demnach liegen die Makel des Filmes nicht an der mangelnden schauspielerischen Leistung, sondern vielmehr im teilweise sehr unmotivierten Script.

      Dass sich an Pierre Dulaines Leben nur vorbildhaft orientiert wurde, kann man sich nach den ersten klischeebehafteten Schlenkern denken. Doch nach einer Weile wird immer offensichtlicher, dass es Drehbuchautorin Dianne Houston und Produzentin Diane Nabatoff ein wenig zu gut gemeint haben.

      In dem Film werden zu viele Charaktere eingeführt – die letztendlich alle oberflächlich bleiben müssen, weil in der Spieldauer des Filmes einfach nicht genug Zeit ist alle Lebenswege zu Ende zu erzählen. Da wird in einem Seitensatz eingebaut, dass Dulaines Frau vor einigen Jahren gestorben ist, da man seine Wohnung gesehen hat und die Frage nach einer Lebenspartnerin zwangsweise aufkommt. Das ist wenig subtil und wirkt äußerst aufgesetzt.

      Dies vermindert leider den Spaß, den man grundsätzlich beim Schauen des Filmes empfindet – denn hier wird Tanzen wieder zelebriert – wir reden hier vom ersten Dirty Dancing und nicht von der billigen Nachfolgeversion Havanna Nights.

      Fazit: Klassischer Tanzfilm, der gelungen wäre, würden die langwierigen Storyverwirrungen nicht von der eigentlichen Geschichte ablenken.
    2. Dance! Jeder Traum beginnt mit dem ersten Schritt: Auf einer wahren Geschichte beruhender Tanzfilm über einen Tanzlehrer, der das Leben unterprivilegierter Schüler mit Rhythmus anreichert.

      „Zorro“ Antonio Banderas bittet in diesem urbanen Schuldrama unterprivilegierte Ghettokids zum Foxtrott in eine bessere Zukunft, indem er ihnen durch Tanzunterricht Disziplin und Selbstvertrauen vermittelt.

      Basierend auf dem Leben des New Yorker Tanzlehrers Pierre Dulaine, das bereits die hinreißende Doku „Mad Hot Ballroom“ inspirierte, verfasste Diane Houston ein Drehbuch, das sich wie eine Mischung aus „Dangerous Minds – Wilde Gedanken“ und „Save The Last Dance“ ausmacht. Sprich hoffnungslose Outsider lernen durch die Unterstützung eines engagierten Paukers über sich hinauszuwachsen und in diesem Fall durch die Fusionierung von Gesellschaftstanz und HipHop den Glauben an sich selbst zu finden. Im Vergleich zu ihnen scheint der kultivierte Pierre Dulaine aus einer anderen Welt zu kommen. Dennoch macht er sich zur Aufgabe Schülern wie dem desillusionierten Rock (Rob Brown aus dem ähnlich angelegten „Coach Carter“) aus kaputtem Elternhaus und der intelligenten Lahrette (Yaya DaCosta), deren Mutter ein Prostituierte ist, eine Perspektive zu vermitteln. Klischeegerecht trifft er zwar zunächst auf erheiterte Ablehnung, doch allmählich haben die Kids ihren Spaß an der Sache, vor allem als sie beginnen Dulaines klassische Songs und Stil mit Hiphop-Rhythmen und akrobatischen Breakdance-Einlagen zu vermischen. Doch in der Durchschnittlichkeit der Tanzeinlagen zeigt sich neben der Vorhersehbarkeit der Story das Manko im Regiedebüt von Videoclipfilmerin Liz Friedlander. Andererseits wird dem jungen Zielpublikum damit wohl auch die Message zugänglicher gemacht. Nach dem Motto: Jeder, der sich bemüht, kann zu Besserem berufen sein. Dementsprechend finden sich bei den Dialogen auch genreüblichen Weisheitsperlen wie „Erfolg gehört denen, die kommen und ihn sich holen“. Das große Finale tanzt dann in Form eines Wettbewerbs an, bei dem die Ghettokids mit hochnäsigen Snobs konkurrieren. Mit ihrem neu kreierten sexy Stil bringen sie frischen Wind in die angestaubte Walzergesellschaft.

      Die Besetzung setzt sich vorwiegend aus unbekannten Gesichtern zusammen, abgesehen von Alfre Woodard als skeptischer Schuldirektorin und natürlich Banderas. Er glänzt mit seiner charmant-charismatischen Art und kann sich auch auf dem Parkett sehen lassen. Insgesamt sympathisch-stimmige Unterhaltung mit aufbauender Botschaft. ara.
    3. „Wertvoll”

        (…) Die Handlung von „Dance!“ basiert auf einer wahren Geschichte, nämlich auf der des Tanzlehrers Pierre Dulaine, dem Begründer des inzwischen legendären „HipHop-Ballroom“. Hier werden klassische Standardtänze mit den modernen Disco-kombiniert und an Schulen mit sozial problematischen und vor allem gewaltbereiten Schülern in den USA gelehrt.

        Antonio Banderas in der Rolle des engagierten, mutigen Tanzlehrers, der einigen besonders schwierigen Schülern in einem New Yorker Ghetto durch den klassischen Tanz neue Lebensperspektiven und mehr Selbstvertrauen beibringen möchte, spielt überzeugend den Mann, der von einem pädagogischen Impetus motiviert, auch die größten Kritiker und Zweifler an seinem Projekt letztlich begeistern kann.

        Das ist handwerklich einwandfrei und mit sehr schönen Kameraeinstellungen inszeniert, vor allem die Tanzszenen, die in der Schluss-Sequenz perfekt choreographiert sind. Gut gelungen sind auch einige Charaktere, wie zum Beispiel das „hässliche Entlein“ aus gutem Haus, das bei den „Ausgestoßenen“ Freunde findet und dennoch auch durch den Tanz nicht zum strahlenden Schwan wird, aber trotzdem liebenswert ist und liebenswert bleibt. (…)

        Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW)

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