Casanova

  1. Ø 4
   2005
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Filmhandlung und Hintergrund

Casanova: Romantische Komödie von Lasse Hallström, in der der legendäre Casanova alles auf eine Karte setzt, um die eine Frau zu gewinnen, die es gewagt hat, ihn abblitzen zu lassen.

Im Venedig des 18. Jahrhunderts sitzt dem legendären Schürzenjäger Giacomo Casanova (Heath Ledger) die Inquisition im Genick. So folgt Casanova dem Rat des befreundeten Dogen, sich zwecks bürgerlicher Reputation eine Ehefrau zuzulegen. Mehr als die jungfräuliche Victoria (Natalie Dormer), die er zur Frau nimmt, reizt den Schwerenöter aber die selbstbewusste Francesca (Sienna Miller). Die jedoch schmettert seine Avancen kaltblütig ab. Solchermaßen im Ehrgeiz gekitzelt schmiedet Casanova einen tolldreisten Plan …

Prachtvolle Ausstattung, geschliffene Dialoge und eine originelle Geschichte machen Lasse Hallströms („Chocolat„) freie Interpretation der populären Skandalgeschichte zum Tipp für Freunde des opulenten Historienkinos.

Der venezianischen Schönheit Francesca gelingt das Unfassbare: Sie lässt den angeblich unwiderstehlichen Casanova abblitzen. Der Schock sitzt tief – doch Casanova gibt sich nicht geschlagen. Keinen Trick, keine Strategie, keine Verkleidung lässt er aus, um Francesca Stück um Stück näher zu kommen. Dabei ist ihm nicht bewusst, dass er sich auf das gefährlichste Spiel seines Lebens eingelassen hat.

Venedig im 18. Jahrhundert. Ein Name reicht aus, um die Frauenwelt zum Träumen zu bringen: Giacomo Casanova. Der smarte Junggeselle und leidenschaftliche Verführungskünstler verbringt seine Zeit am liebsten in fremden Schlafzimmern. Kein Wunder, dass Casanovas Betten-Hopping der Inquisition schon lange ein Dorn im Auge ist. Um den waghalsigen Liebhaber endlich zu zügeln, wird Casanova vor eine schwere Wahl gestellt. Entweder er heiratet so schnell wie möglich oder er wird aus der Stadt verbannt.

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Kritikerrezensionen

  • Es gehört schon Mut dazu, nach dem Fellini-Klassiker „Casanova“, die Geschichte des berühmtesten Herzensbrechers als erfrischend leichtfüßige Commedia dell’Arte auf die Leinwand zu bringen. Lasse Hallström wagt’s und gewinnt – mit Unterstützung von sexy Shooting-Star Heath Leadger, der die Ladies im Venedig des 18. Jahrhunderts reihenweise entzückt.

    Den Mythos von Giacomo Casanova, berüchtigter Autor, Philosoph und Frauenschwarm kann so schnell niemand knacken. Warum auch? Schaut man dem Womanizer doch immer noch gerne zu, selbst wenn die Damenwelt sich nicht mehr so leicht um den Finger wickeln lässt. Ohne Berührungsängste zeigt Lasse Hallström mit Ironie und Humor den Herrn von einer ungewohnten Seite – der schwachen. Zwar kann der Filou sich kaum vor amourösen Angeboten retten, aber ausgerechnet die selbstbewusste Schriftstellerin Francesca Bruni hat es ihm angetan, die nicht im geringsten an eine Affäre denkt. Sie lässt ihn zappeln.

    Am Anfang schreibt ein alter Mann (Casanova) seine Memoiren und verkündet, eine Geschichte zu erzählen, die noch nie erzählt wurde.

    Und schon sind wir mitten im quirligen Venedig mit seinen Prachtbauten, den Kanälen und dem wilden Treiben. Über die Dächer flieht ein Mann aus dem Schlafzimmer einer Nonne, nicht gerade der Ort zum Verweilen in Zeiten der Inquisition. Nur die Beziehung zum Dogen schützt Casanova. Der Retter bewundert ihn zwar wegen seiner Frechheit, rät ihm aber, sich eine nette Ehefrau zuzulegen. Sonst droht der ultimative Rauswurf aus der Lagunenstadt. Schnell ist die ideale ausgemacht, die junge Victoria, nicht nur hübsch, sondern auch noch eine Jungfrau. Auf sie hat auch Francescas schüchterner Bruder Giovanni ein Auge geworfen und fordert seinen Rivalen zum Duell heraus.

    Es wäre müßig sämtliche Twists aufzuzählen, mit denen Hallström auf falsche Fährten führt und dabei bestens unterhält. Mit Lust setzt der sonst oft ernsthafte Schwede die typischen Elemente aus der italienischen Stehgreifkomödie entstandenen Commedia dell’Arte ein – Typisierung und Abbildung der Figuren bürgerlichen Lebens mit den Zutaten Rollentausch, Maskerade und Verwechslung, dazu als Stilprinzip die Variation des allseits Bekannten. Und dafür ist Venedig mit seinen farbenprächtigen Maskenbällen das richtige Parkett. Hier wird die Kunst der Komödie kapriziös zelebriert mit traditioneller Figurenpaarung und Dramaturgie – die Liebenden, komische Charaktere in stets gleicher Maske, Herr und Diener, Kaufleute, eine herausgehobene Frauenrolle. Den notwendigen Clown markiert Oliver Platt als Francescas heimlicher, mit Leibesfülle ausgestatteter Verlobter, der an der durchtriebenen Raffinesse der Venezianer scheitert. Jeremy Irons als katholischer Inquisitor kämpft mit verzweifelter Strenge für Zucht und Ordnung im Hexenkessel aus Liebe, Leidenschaft und Libertinage natürlich vergeblich.

    In diesem doppelbödigen Verwandlungsspiel geht es nicht um präzise historische Fakten, sondern um exquisite Situationskomik, scharfem Wortwitz und feingesponnene Intrigen. Und wie es sich gehört lösen sich Liebesverwicklungen und Arglist am Ende glücklich auf. Ein Gang ins Kino erspart den Trip zum „Carneval de Venise“. Fast. mk.

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