Filmhandlung und Hintergrund

Endzeit-Action um einen taffen Einzelgänger, der ein Mädchen und damit die Welt retten soll.

In naher Zukunft haben Kriege und Krankheiten die Menschheit fest in ihrem kalten Griff. Söldner Toorop (Vin Diesel) profitiert von der Krise und nimmt für Bares jeden Auftrag an. Auch den von Mafia-Boss Gorsky (Gérard Depardieu): Er soll eine junge Frau über Russland ins abgeschottete Amerika bringen. Mit ihrer Leibwache, der Nonne Rebecca (Michelle Yeoh), bricht Toorop auf. Doch das Mädchen (Mélanie Thierry) birgt ein mysteriöses Geheimnis.

Der Action strikt verpflichtete Zukunfts-Vision, mit der Mathieu Kassovitz („Die purpurnen Flüsse„) Maurice Dantecs Buch „Babylon Babies“ als Endzeit-Spektakel verfilmt. Vin Diesel sorgt in dem düster ausgestatteten Opus auf den Spuren von „Children of Men“ für taffe Knalleffekte.

Söldner Toorop lebt in einer von Kriegen und Viren zerrütteten Welt. Von Gangster Gorsky nimmt er den Auftrag an, ein junges Mädchen über die gemeingefährliche Grenze nach New York zu bringen. Er holt sie und ihre Beschützerin von einem Kloster ab. Via Auto, Zug, U-Boot und Schneemobil – immer verfolgt von feindlichen Kämpfern – geht es über die Beringstraße nach Amerika.

Der mit allen Wassern gewaschene Söldner Toorop lebt in einer von Kriegen und Viren zerrütteten Welt einer nahen Zukunft. Von dem undurchsichtigen Gangster Gorsky nimmt er den Auftrag an, ein junges Mädchen über die gemeingefährliche Grenze nach New York zu bringen. Tooroop holt sie und ihre Beschützerin von einem Kloster ab, um sich danach auf einen regelrechten Spießrutenlauf einzulassen. Via Auto, Zug, U-Boot und Schneemobil – immer verfolgt von feindlichen Kämpfern – geht es über die Beringstraße nach Amerika.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

    1. Eine verworrene Story, eine enttäuschende zweite Filmhälfte und ein uninspirierter Vin Diesel – schade!
    2. Babylon A. D.: Endzeit-Action um einen taffen Einzelgänger, der ein Mädchen und damit die Welt retten soll.

      Der Actionfilm der Achtzigerjahre feiert eine verdiente und längst überfällige Renaissance. Nach „Doomsday“ ist „Babylon A. D.“ nach dem Roman „Babylon Babies“ von Maurice G. Dantec ein weiterer grimmiger Ritt durch die Endzeit, wie er einst eine Spezialität von Arnold Schwarzenegger war.

      Unter der Regie von Mathieu Kassovitz, der dem Kunstkino in seinem ersten Film seit seinem Hollywood-Ausflug „Gothika“ vor fünf Jahren endgültig den Rücken gekehrt hat, darf die Welt – oder was von ihr übrig ist – hier nicht von einem Otto Normalverbraucher oder pickligen Schreibtischtäter gerettet werden, sondern von einem echten Kerl aus Schrot und Korn. Vin Diesel erweist sich als goldrichtige Wahl: Sein vernarbter Endzeitsöldner Toroop, der mit einem ebenso coolen wie bedingungslosen Auftritt in einem kriegszerrütteten Oststaat als Mann der Tat jenseits alberner Späßchen eingeführt wird, ist eine konsequente Fortführung des Xander Cage aus „xXx – Triple X“: des Kämpfens müde, ohne Idealismus und Glauben, aber alert und zupackend, wenn nötig. In „Babylon A. D.“ ist das schnell nötig, denn Toroop erhält den Auftrag, ein junges Mädchen und deren Aufpasserin, gespielt von Michelle Yeoh, aus einem Kloster in den Bergen nach New York zu bringen. Schnell wird klar, dass Kassovitz hier mit großem Materialaufwand die Weihnachtsgeschichte noch einmal erzählt – eine muskelbepackte Variation von „Children of Men“, an den man immer wieder denken muss, wenn der Film sein Tempo drosselt. Und auch die von Milla Jovovich gespielte Leeloo aus Luc Bessons „Das fünfte Element“ fällt einem immer wieder ein, wenn sich Diesel, voll und ganz in seiner Beschützerrolle aufgehend, der ihm Anvertrauten nähert, obwohl er doch kühl bleiben und Abstand wahren wollte.

      „Babylon A. D.“ hat großartige Sets, spektakuläre Setpieces und einen dreckigen Look, der eine Welt am Rand des Abgrunds glaubhaft rüberbringt. Überhaupt ist es ein Film, in dem man sich schnell wohlfühlt und dessen Handlung man bis zum grotesken Showdown gern folgt.Was nicht heißen soll, dass die Erlösergeschichte frei wäre von Schwächen: Nicht alle Anschlüsse wollen funktionieren, ein Schnitt aus einem U-Boot hin zu Schneemobilen, die durch die Eiswüste von Alaska rasen, will keinen rechten Sinn ergeben, und gerade die Action ist nicht immer so prickelnd punktgenau, wie man sie sich wünschen würde von diesem aufrechten und legitimen Erben von Preziosen wie „Predator“ und „Aliens“. Mit seiner Entschlossenheit und dem besten Aussehen, das man sich für 60 Mio. Euro kaufen kann, macht der Film das aber wett. ts.
      1. „Babylon A.D.“ will mehr sein, als ein Action-Film – und teilweise gelingt ihm das. Immerhin hat sich Regisseur Mathieu Kassovitz mit der Leinwand-Adaption von Maurice G. Dantecs Zukunftsroman „Babylon Babies“ an eine literarische Vorlage gewagt, die zahlreiche moralische Fragen aufwirft und sehr drastisch die nahe Zukunft der Menschheit in einer globalisierten, ultrakapitalistischen Welt behandelt – allerdings auch lange Zeit als unverfilmbar galt.

        Genau das merkt man dem Film an: Kassovitz inszeniert in düster-monumentalen Bildern eine stimmungsvolle Cyberpunk-Welt zwischen den verfallenen Großstädten Osteuropas und den neonbeleuchteten High-Tech-Metropolen der USA – aber es gelingt ihm nicht, die politischen und sozialen Hintergründe dieser Welt zu erklären. So verkommt das faszinierende Szenario allzu oft zur bloßen Kulisse, vor der Vin Diesel sich in genreüblichen Action-Sequenzen seiner Widersacher erwehrt, wie immer unkaputtbar und jeder Situation gewachsen.

        Das ist Schade, denn die düstere Welt des Films hätte mehr Background verdient, auch wenn das im Kino schwerer zu bewerkstelligen sein mag als im Roman. Und wenn man einmal davon ausgeht, dass ein Held immer so gut ist wie seine Kontrahenten und eine Welt so böse wie ihre Schurken, dann hat Mathieu Kassovitz wirklich eine Menge Potential verschenkt. Denn als Gegenspieler von Vin Diesel konnten zwei Leinwandgrößen verpflichtet werden, die „Babylon A.D.“ eine besondere Note verleihen. Gérard Depardieu spielt den schmierigen, sehr bedrohlichen Mafia-Boss Gorsky, in Toorops osteuropäischer Heimat der vielleicht mächtigste Mann, der mit einer gut ausgerüsteten Söldnerarmee, einem Konvoi von ausrangierten Militärfahrzeugen und sogar einem eigenen Panzer die Herrschaft über sein Territorium ausübt. Am anderen Ende der Welt, in New York City, residiert Charlotte Rampling als Hohepriesterin der einflussreichen Sekte, die Aurora von Gorsky kaufen will. Wo Gorsky dunkel und unansehnlich ist, erstrahlt sie in gleißendem Licht, Medienstar und Multimillionär, scheinbar die personifizierte Reinheit – und doch abgrundtief böse und verdorben. Wo Gorsky das Elend der Menschen ganz direkt und brachial ausnutzt, profitiert die Hohepriesterin und ihre religiöse Organisation auf eine viel subtilerer Weise von einer Welt, der es an Werten und Sinn fehlt – sie ist der Zuhälter der Hure Babylon.

        Zumindest ist das der Eindruck, den man in einigen Bildern, kurzen Sequenzen und Dialogen von dieser düsteren Zukunft bekommt. Ja, teilweise gelingt es „Babylon A.D.“, mehr zu sein als ein bloßer Action-Streifen. Meistens jedoch ist der Film ein typisches Star-Vehikel für den muskelbepackten Hauptdarsteller, und natürlich muss sich auch Michelle Yeoh in Sachen Action und Martial Arts nicht hinter den breiten Schultern von Vin Diesel verstecken. Das ehemalige Model Mélanie Thierry schließlich spielt die weltfremde, übersinnliche Aurora überzeugend, erinnert aber sehr an die Figur der Leeloo in Luc Bessons „Das fünfte Element“.

        Kurzum, „Babylon A.D.“ liefert eine Menge Altbekanntes – das allerdings nicht mal schlecht. Die Action stimmt, und wer ins Kino geht, um den neuen Vin Diesel-Film zu sehen, wird bestimmt nicht enttäuscht sein.

        Aber dennoch bleibt dieses ungute Gefühl, das da mal wieder viel mehr drin gewesen wäre. Vielleicht regt „Babylon A.D.“ den einen oder anderen Zuschauer ja dazu an, in Dantecs Roman „Babylon Babies“ reinzulesen, denn der neue Film von Mathieu Kassovitz macht durchaus Lust auf die düstere Welt der Vorlage – er kratzt jedoch immer nur an ihrer Oberfläche.

        Fazit: Für Action- und Vin Diesel-Fans empfehlenswert, für Freunde gediegener Science Fiction- oder Cyberpunk-Welten allerdings ein wenig zu wenig und mithin enttäuschend.

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