Attack the Block (2011)

Attack the Block: Alien landen in einer miesen Gegend in London. Die hiesige Gang leistet erbitterten Widerstand gegen die Invasion. Eine Art Parodie im Stil von "Shaun of the Dead".
Kinostart: 22.09.2011
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Filmhandlung und Hintergrund

Attack the Block: Alien landen in einer miesen Gegend in London. Die hiesige Gang leistet erbitterten Widerstand gegen die Invasion. Eine Art Parodie im Stil von "Shaun of the Dead".

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Während Regisseur Edgar Wright zuletzt mit der Comicverfilmung „Scott Pilgrim vs. the World“ neue Wege beschritt, erinnert sich sein Jugendfreund Joe Cornish an das bewährte Konzept von „Shaun of the Dead“ und variiert es mit Aliens. Neu am bewährten Plot einer dramatischen Belagerungssituation ist der trostlose Schauplatz, ein herunter gekommener Wohnblock mit zahlreichen kriminellen Bewohnern. Wie schon im Michael Caine-Rachethriller „Harry Brown“ und vergleichbaren Genrearbeiten liefert das herunter gekommene Milieu den authentischen Hintergrund für eine Gesellschaftsschicht ohne Moral, Zukunft und Perspektiven, deren halbstarkes Personal als Karriereplanung eine Drogendealer-Laufbahn anstrebt. Daher stellt der jährzornige schwarze Gangchef, der sich mit reichlich unfähigem Personal herumschlagen muss, ihr großes Vorbild dar.

    Als Protagonisten einer Actionkomödie erscheinen diese einzig an raschem Geld, Videospielen und Machgebaren interessieren Nachwuchs-„Scarfaces“ eine zwiespältige Wahl, obwohl sie im Laufe des Kampfes gegen die außerirdischen Invasoren skurrile, mitunter sympathische Zügen erkennen lassen und über sich hinaus wachsen. Autor und Regisseur Cornish greift bewährte „Shaun“-Elemente wie die realistische Milieuzeichnung, die Slacker-Typen und den fatalen Ausnahmezustand auf – mit dem Unterschied, dass es sich dieses Mal nicht um ein gutbürgerliches Setting und die Verteidigung des Lieblingspubs handelt, sondern um die Hatz durch schäbige Korridore, dreckige Aufzüge und verlassene Unterführungen. Als wäre diese unwirtliche Gegend nicht schon bedrohlich genug, sehen sich die Blockbewohner nun steten Angriffen durch auf Schatten reduzierte, wendige schwarze Gorillawesen mit bissigen leuchtenden Zähnen ausgesetzt.

    Man merkt es dem schrägen Typen, darunter der „Alien“-erfahrene Nick Frost („Paul“) als stets bekiffter, langhaariger Dopedealer aus Wrights Stammbesetzung, und dem glaubwürdig eingefangenen Milieu an, dass sich Cornish mit dem Südlondoner Quartier bestens auskennt. Unterstützt wird das realistische Umfeld durch den anfangs gewöhnungsbedürftigen britischen Slang, von dem in der deutschen Fassung nichts übrig bleiben wird. Wenn die gewissenlosen Kids dann schließlich Farbe bekennen und Verantwortung übernehmen müssen, indem sie sich notgedrungen mit ihrem früheren Opfer Sam verbündeln, gewinnen ihre Charaktere zunehmend an Kontur und Facetten.

    Bei der Figurenzeichnung macht es sich Cornish sicherlich nicht einfach, doch seine durchaus temporeiche Story kommt nicht ohne Wiederholungen aus. Was Dramaturgie und Gags betrifft, erreicht die ebenfalls von Edgar Wright produzierte Actionkomödie nicht ihr angestrebtes Vorbild. Doch dank hervorragend gewählter Darsteller und eines skurrilen, mitunter drastischen Humors vermag „Attack the Block“ Genrefans passabel unterhalten.

    Fazit: Kurzweilig-schräge, wenngleich nicht immer originelle SiFi-Actionkomödie, angesiedelt in einem sozialen Brennpunkt.

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