Anatomie 2 Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Anatomie 2: Sequel zum Mediziner-Thriller-Hit, in dem die Hauptfigur in ein gefährliches Forschungsprojekt verwickelt wird.

Aus Heidelberger Studenten werden junge Ärzte, und deren Alltag ist alles andere als glamourös. Das muss insbesondere Jo (Barnaby Metschurat) erfahren, der mit hochfliegenden Plänen in einem Berliner Großklinikum anheuert, nur um bald darauf vom 30-Stunden-Tag, hektischen, unpersönlichen Visiten und allgegenwärtiger Bürokratie auf den Boden der Tatsachen geholt zu werden. Abwechslung verspricht ein ehrgeiziges Forschungsprojekt, hinter dessen wohlklingender Fassade sich indes unlautere Charaktere aus der Antihippokraten-Bewegung verbergen.

Die Idee, dem erfolgreichsten deutschen Horrorfilm seit Herzogs „Nosferatu“ eine Fortsetzung angedeihen zu lassen, lag mit Blick auf die amerikanischen Vorbilder auf der Hand. Franka Potente genehmigt sich einen Gastauftritt, ansonsten gehört die Szenerie Darstellern wie Heike Makatsch, Herbert Knaup und Roman Knizka.

Voller Idealismus beginnt der junge Arzt Jo sein Praktikum an einem Berliner Krankenhaus und wird bald im Team des renommierten Professors Müller-LaRousse aufgenommen. Zu spät erkennt er, worauf er sich eingelassen hat. Müller-LaRousse ist Mitglied einer Geheimloge, und das immer bedrohlicher werdende Projekt hat schon mehr als ein Opfer gefordert.

Voller Idealismus stürzt sich Jung-Arzt Jo in sein Praktikum an einem Berliner Krankenhaus. Dort leitet der renommierte Mediziner Müller-LaRousse ein spektakuläres Forschungsprojekt: Muskeln sollen durch synthetische Implantate ersetzt und per Mikrochip gesteuert werden. Um seinem Bruder zu helfen, der an Muskelschwund leidet, erklärt sich Jo letztlich gar zu gefährlichen Selbstversuchen bereit. Zu spät erkennt er, dass sein fanatischer Chef der Geheimloge der Antihippokraten angehört und für den Nobelpreis selbst über Leichen geht.

Jung-Arzt Jo stellt sich für Selbstversuche zur Verfügung, um seinem Bruder zu helfen, der an Muskelschwund leidet. Zu spät erkennt er, dass sein Chef, der renommierte Mediziner Müller-LaRousse, einer Geheimloge angehört und über Leichen geht. Zweiter Teil von Stefan Ruzowitzkys Thriller-Hit mit Franka Potente, Star des ersten Teils, in einer Gastrolle.

Darsteller und Crew

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Die Erwartungen sind hoch nach dem ersten Teil des Horrorthrillers, der 2000 zum erfolgreichsten deutschen Spielfilm avanciert war. Angetreten ist das Team der deutschen Columbia unter Andrea Willson mit dem Anspruch, zwar an die eingeführte „Trademark“ anzuknüpfen, gleichzeitig aber ein eigenständiges Werk über die Machenschaften skrupelloser Ärzte ohne Grenzen auf die Leinwand zu bringen. Dafür fand sich das frühere Produktionsteam wieder zusammen, Stefan Ruzowitzky zeichnet für Regie und Drehbuch verantwortlich, Claussen & Wöbke produzierten, und Franka Potente, „Anatomies“ Leading Lady, ist in einer Gastrolle als Sonderermittlerin des BKA zu sehen.

    Ruzowitzkys Drehbuch ist diesmal deutlich hintergründiger geworden – und erheblich härter. Das verleiht zwar der Hauptfigur mehr Tiefe, bewirkt aber auch den ständig zu leistenden Spagat zwischen purer Lust an Tempo und Unterhaltung und der Notwendigkeit, dem Protagonisten eine psychologische Motivation und damit ein passendes soziales Umfeld zu verpassen. Jo (Barnaby Metschurat aus „Solino“ in seiner ersten Hauptrolle in einer großen Genreproduktion) tritt an als enthusiastischer Arzt im Praktikum, der sich bald in rabenschwarze Praktiken verwickeln lässt. Bis über die Ohren voll Drogen gepumpt, verliert er fast vollends den Durchblick – und sein Ziel aus den Augen: dem jüngeren, schwer erkrankten Bruder zu helfen. Nur die Liebe der couragierten und klugen philippinischen Krankenschwester Lee (Rosie Alvarez) kann ihn retten.

    Ein Held, der fällt, sich aber knapp vor dem Aufprall wieder hochrappelt und trotzdem moralisch integer bleibt – das ist eine große Herausforderung für Metschurat, der er sich couragiert stellt. Die übrigen Charaktere sind ausreichend entwickelt und gut besetzt, vor allem Heike Makatsch besticht als mit Sexdrogen experimentierende Jungärztin, die ihren spröden Chef bis zur Selbstaufgabe liebt. Herbert Knaup ist dieser Professor Müller-LaRousse, der die Forschungsarbeit seiner elitären Medizinergruppe aus reinem Selbstzweck skrupellos voranprügelt, und einzig und allein für seinen Ruhm und den Nobelpreis arbeitet. Als teuflisch-kalter Wissenschaftler kann der gemütliche Knaup allerdings nicht immer ganz überzeugen. Doch auch er ist nur ein Rädchen im Getriebe der Antihippokraten, und eine der eigentlichen Drahtzieherinnen, die immer hinreißende Rosel Zech als Krankenhauschefin Dr. Bamberg, kann am Ende ungehindert weiter herumdoktern – einer Fortsetzung steht also nichts im Wege.

    Spezialeffekte und Makeup sind naturgemäß aufwändig, geht es doch um synthetische Muskeln und per implantiertem Mikrochip ferngesteuerte Patienten. Der Horror allerdings, den dieser Gedanke erzeugen kann und sollte, springt nicht so recht von der Leinwand auf den Zuschauer über. Das Setting ist betont retro im Sechziger-Jahre-Look gehalten, mit fast dokumentarischen Bildern aus einem Berliner Krankenhaus mit einem futuristisch ausgestatteten Operationssaal OP 17, dem Schauplatz erschreckender Selbstversuche.

    Der Film beginnt mit einem großen Versprechen: Wenn August Diehl in einer Gastrolle als verstümmelter Benny am Rande des Wahnsinns inmitten einer illustren Medizinergesellschaft und vor den Augen des Professors, der sich feiern lässt, Selbstmord begeht – dann werden in dieser packenden Szene einer Kreuzigung bereits alle Fragen um die ethischen Grenzen der Forschung aufgeworfen, erreicht der Thriller um die Götter in Weiß einen Höhepunkt schon am Anfang. Auch wenn „Anatomie 2“ nicht ganz an die gnadenlose Spannung des früheren Horrors anknüpfen kann und seinen Schwerpunkt diesmal auf Psychothrill legt, darf man davon ausgehen, dass die Operation Sequel noch rechtzeitig durchgeführt wurde und das Publikum sich auch knapp drei Jahre später noch von der Thematik begeistern lässt. boe.

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