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Alles Routine

Kinostart: 10.06.1999

Filmhandlung und Hintergrund

Subversive Attacke auf das kapitalistische System der Spät-Neunziger vom "Beavis and Butthead"-Macher.

Peter (Ron Livingston) verbringt einen Großteil seines Arbeitstages damit, stumpfsinnige Computerjobs zu erledigen, nur um am Abend dann nach Hause zu gehen und um sich morgens wieder genervt zur Arbeit zu quälen. Keine Erlebnisse, keine große Ereignisse. Seine Kollegen sind lästig  und auch sein Chef ist ein Trottel. Jeder Tag ist langweiliger als der andere und gleicht sich wie ein Ei dem anderen.

Peter Gibbson arbeitet bei einer Software-Firma und hat dort den Auftrag bekommen, eine Banksoftware auf das Jahr-2000-Problem vorzubereiten, denn wie allgemein bekannt, scheinen nicht alle Geräte darauf vorbereitet worden zu sein, dass wir irgendwann einmal das Jahr 2000 erreichen könnten. Doch Peters Arbeitsalltag ist nicht sonderlich angenehm, denn er steht mit seinem Abteilungsleiter Bill Lumbergh (Gary Cole) auf Kriegsfuß und außerdem leidet er an Stress und dem Burnout-Syndrom.

Das kann nicht so bleiben! Um wenigstens ein klein wenig Ruhe zu finden, beschließt er, sich in Behandlung zu begeben und wendet sich an einen Hypnosetherapeuten, der für die nötige Entspannung sorgen soll. Alles verläuft auch vorerst nach Plan, doch während der Hypnose erleidet der Arzt einen folgeschweren Herzinfarkt und er hat nicht mehr die Möglichkeit Peter rechtzeitig aus der Hypnose zu holen. Peter bleibt also im sehr entspanntem, hypnotisierten Zustand und beschließt endlich seinen Lebenstraum umzusetzen: Nie wieder arbeiten und einfach nichts tun.

Voller Tatendrang und mit einer Menge Selbstbewusstsein macht er sich auf den Weg, seine Ziele umzusetzen und lädt als allererstes die Kellnerin Joanna (Jennifer Aniston) auf ein Date ein. Endlich findet er den Mut, die Dinge anzupacken und umzusetzen!

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Alles Routine: Subversive Attacke auf das kapitalistische System der Spät-Neunziger vom "Beavis and Butthead"-Macher.

    Millionen pubertierender Jünglinge (sowie renitenter Berufsjugendlicher) fanden in den debil daherquatschenden Dumpfbacken Beavis und Butt-Head aus der gleichnamigen MTV-Animationsserie befreiend politisch unkorrekte Identifikationsfiguren. Mike Judge, der kreative Kopf hinter diesem rüden Rabaukenduo, will nun in seinem Realfilm-Regiedebüt „Office Space“ den frustierten Bürodronen dieser Erde ein satirisches Ventil liefern. Sein sketchhaftes Drehbuch basiert auf einer von ihm kreierten Comicstrip-Reihe um den lächerlichen Versagertypen Milton, dessen demütigende Demontage sich in kurzen Vignetten als roter Faden durch das Geschehen zieht.

    Die amüsante System-Sabotage-Story dreht sich vornehmlich um den stinknormalen Computerprogrammierer Peter (Ron Livingston), dem sein todlangweiliger Routinejob und sein schleimig-sadistischer Boss (Gary Cole trägt vorzüglich ein beständig falsches Lächeln auf den Lippen) zum Hals raushängen. Doch als Unternehmensberater die Firma nach überflüssigen Arbeitskräften durchforsten, wird Peter ebenso wie seine befreundeten Kollegen Samir und Michael Bolton (bissige Seitenhiebe auf den gleichnamigen Balladensänger sind vorprogrammiert) von würgender Existenzangst befallen. Das ändert sich schlagartig, als Peter von seiner zickigen Freundin zu einem Hypnotherapeuten schleift, der ihn in einen Zustand unverwüstlicher Nonchalance versetzt. Bevor Peter jedoch aus seiner Trance erwacht, segnet sein Hypnotiseur das Zeitliche, womit aus dem einst duckmäuserischen Konformisten ein selbstbewußter Büroanarchist wird, der sich an keine steife Regeln oder alberne Rituale mehr hält und dafür auch noch mit einer Beförderung belohnt wird. Nebenbei bandelt er noch mit der von ihrem Chef getriezten Bedienung Joanne („Friend“ Jennifer Anistons Aufgabe ist es hier, in erster Linie appetitlichen Armschmuck abzugeben) an. Daß Judge danach die Satirepfade verläßt, um sich mit einem Wirtschaftskriminalität-Subplot zu befassen, der keine Überraschungen parat hält und wie Füllmaterial anmutet, schadet zwar, kann aber nicht den guten Eindruck mindern, den diese zutiefst suberversive Attacke auf das kapitalistische System der Spät-Neunziger hinterläßt. Daß die frustierten Firmenknechte in den USA sich nur in geringen Maßen motiviert fühlten, im Kino ihren Dampf abzulassen, ist Judges Schuld nicht gewesen. ara.

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