A.I. - Künstliche Intelligenz (2001)

Originaltitel: A.I. - Artificial Intelligence
A.I. - Künstliche Intelligenz Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

A.I. - Künstliche Intelligenz: Gedanken provozierende Science-Fiction-Märchenfantasie, um einen Liebe empfindenen Kindroboter, der auf der Suche nach seiner Seele eine gefährliche Odyssee durchlebt.

David (Haley Joel Osment) ist der Prototyp eines neuen Kind-Roboters, der für seine menschliche Mutter Monica (Frances O’Connor) wahre Liebe empfindet. Monicas eifersüchtiger Sohn provoziert jedoch Davids Verstoßung. Es beginnt eine gefährliche Odyssee, in deren Verlauf David in einen echten Jungen verwandelt werden will. Mit einem sprechenden Teddybären und Gigolo Joe (Jude Law) sucht er nach Antworten auf Herkunft und Zukunft.

Optisch perfekt in Szene gesetzt, entwirft Steven Spielberg ein Gedanken provozierendes Zukunftsbild voller Symbolik und Suggestionskraft, wobei sich seine melancholische Menschlichkeit mit dem analytisch-sterilen Kalkül von Stanley Kubrick überschneidet, der das Projekt entwickelt hatte. Das Ergebnis ist ein erstaunliches Hommage-Hybrid, das sich mit der existenziellen Frage beschäftigt, was einen Mensch zum Menschen macht.

David ist der Prototyp eines neuen Kind-Roboters, der für seine menschliche Mutter Monica wahre Liebe empfindet. Monicas eifersüchtiger Sohn provoziert jedoch Davids Verstoßung. Es beginnt eine gefährliche Odyssee, in deren Verlauf David in einen echten Jungen verwandelt werden will. Mit einem sprechenden Teddybären und Gigolo Joe sucht er nach Antworten auf Herkunft und Zukunft.

David, der erste mit Gefühlen programmierte Kinderroboter, wird von den Swintons adoptiert, da deren eigenes todkrankes Kind tiefgefroren auf die Entwicklung eines Heilverfahrens wartet. Wieder zurück zu Hause, provoziert der Sohn Davids Verstoßung. Von der “Mutter” im Wald ausgesetzt, beginnt für David eine Odyssee, in deren Verlauf er sich sehnlichst wünscht, ein echter Junge zu werden. Dabei entdeckt er eine Welt, in der der Unterschied zwischen Mensch und Maschine ungeheuer groß und dennoch kaum wahrnehmbar erscheint…

David, der erste mit Gefühlen programmierte Kinderroboter, wird zunächst von den Swintons adoptiert, aber nach der Rückkehr des echten Sohns im Wald ausgesetzt. Für ihn beginnt eine Odyssee, in deren Verlauf er sich sehnlichst wünscht, ein echter Junge zu werden. Regisseur Spielberg gelingt ein provozierendes Zukunftsbild voller Symbolik und Suggestionskraft, in dem seine melancholische Menschlichkeit immer wieder aufblitzt.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Die Kreuzung der Kreativität der beiden Kinotitanen Stanley Kubrick und Steven Spielberg, eine Art “When HAL Meets E.T.”, bringt ein faszinierendes Stück Kinogeschichte hervor. So wird just jenem Jahr, in dem Kubricks “2001 – Odyssee im Weltraum” angesiedelt ist, die von dem verstorbenen Meisterregisseur in die Wege geleitete und von Spielberg ausgeführte Science-Fiction-Fantasie “A.I.” veröffentlicht, ein erstaunlicher Hommage-Hybrid, der sich intensiv mit der urexistenziellen Frage beschäftigt, was einen Mensch zum Menschen macht. Deutlich trägt er die Handschrift beider Filmemacher, die entgegen gesetzter nicht sein könnten. Das Ergebnis ist intellektuell stimulierend und visuell atemberaubend, in seiner extremen Polarität teils aber auch ein wenig frustrierend.

    Seit Beginn der achtziger Jahre interessierte sich Kubrick für das Projekt, das von der 1969 veröffentlichten Kurzgeschichte “Supertoys Last All Summer Long” des Science-Fiction-Autoren Brian Aldiss inspiriert wurde. Kubrick gab bei Ian Watson ein Drehbuch in Auftrag und wartete dann auf einen perfektionierten Stand der Effektetechnik, der eine adäquate Realisation seiner Vision ermöglichen würde. Schließlich begann er mit Spielberg, dessen hyperrealistischer Dino-Actioner “Jurassic Park” wichtige CGI-Schallmauern durchbrach, zu konsultieren. Die ausführlichen Diskussionen, Kubricks umfassende Notizen und Watsons Drehbuch bildeten nach Kubricks Tod die Blaupause für Spielberg, um “A.I.” endlich an den Start zu bringen und erstmals seit “Unheimliche Begegnung der dritten Art” selbst wieder allein ein Drehbuch zu verfassen. Dieses ist in drei klare Akte aufgeteilt. Die erste Phase, in der Robo-Kind David (Haley Joel Osment aus “The Sixth Sense” in einer weiteren makellosen Glanzleistung) mit seiner menschlichen Familie agiert, erscheint in seiner Emotionalität (die von John Williams’ gefühlvollen Score unterstrichen wird) vor allem als Spielberg pur. David ist der Prototyp eines neuen “Kind-Mecha” (mecha=mechanisch), das programmiert wird, wahre Liebe für seine “Orga-Mutter” (orga=organisch) zu empfinden. Von Kopf bis Fuß in unbeflecktes Weiß gehüllt, kommt er zur Familie Swinton (Frances O’Connor und Sam Robards), deren biologischer Sohn aus Eifersucht schließlich Davids Verstoßung aus dem Familienschoß provoziert. Das omnipräsente Märchenmotiv (von Wandmalereien aus Szenen der Gebrüder Grimm und Rezitieren aus “Pinocchio”) wird in diesem Teil ausgesät, um in Folge ganz in dieser Struktur aufzugehen. Nachdem David mit seinem Superspielzeug Teddy (ein sprechender Teddybär anstelle von Jimmy die Heuschrecke) von seiner am Boden zerstörten Mutter im Wald ausgesetzt wird, trifft er nun auf seiner Odyssee, um “wie Pinocchio ein richtiger Junge zu werden”, auf den wegen Mordverdacht flüchtigen Gigolo Joe (Jude Law). Mit einer Gruppe von defekten Mechas werden sie von “Mad Max”-inspirierten Kopfgeldjägern eingefangen und zu einer berüchtigten “Flesh Fair” transportiert, wo die Roboter in einer modernisierten Gladiatorenarena extrem grausamen Gewalttätigkeiten, die in ihrem Verstörungsfaktor Assoziationen an “Uhrwerk Orange” wachwerden lassen, unterzogen werden. Dem Tod von der Schippe gesprungen, begibt sich das Trio David, Joe und Teddy nach Rouge City – ein plärrend-schrilles “Blade Runner”-Sündenbabel, um dort Dr. Know (im Original von Robin Williams gesprochen) – cineastischer Cousin vom “Wizard of Oz” – zu fragen, wo David die blaue Fee finden könnte, die ihn in einen richtigen Jungen verwandeln kann. Die Spur führt zu Dr. Hobby (William Hurt), der im “Metropolis”-gleichen Manhattan der Zukunft (wegen der Polschmelzung vorwiegend unter Wasser) auf Davids Fragen nach seinem Ursprung und seiner Zukunft nur ernüchternde Antworten parat hat. Der dritte Akt taucht tief in surrealistisch wirkende (Unterwasser-)Welten ein und wirft eine Galaxie von Fragen über den Evolutionszyklus der Menschheit auf.

    Optisch perfekt mit Hilfe von Kamera-Ass Janusz Kaminski in Szene gesetzt, entwirft Spielberg ein Gedanken provozierendes Zukunftsbild voller Symbolik und Suggestionskraft, wobei sich immer wieder seine typisch melancholische Menschlichkeit mit dem analytisch-sterilen Kalkül von Kubrick überschneidet. Das Ergebnis ist ein ausgesprochen sehenswerter Film – in diesem US-Kinosommer ein absolutes Highlight. ara.

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