30 Days of Night

  1. Ø 4
   2007
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Filmhandlung und Hintergrund

30 Days of Night: Von Sam Raimi produzierte Comicadaption, in der Vampire die einmonatige Dunkelheit einer arktischen Kleinstadt blutig ausnützen.

Jeden Winter wird die einsam gelegene Stadt Barrow in Alaska 30 Tage lang in völlige Finsternis getaucht. Während der Polarnacht verreisen die meisten Einwohner in den Süden. Das hätten sie diesen Winter besser früher getan: Eine mysteriöse Gruppe Fremder taucht auf und entpuppt sich als Vampirbrut. Die Nachtwesen haben alle Vorteile auf ihrer Seite, die Einwohner auszusaugen. Nur Sheriff Eben (Josh Hartnett) und seine Noch-Ehefrau Stella (Melissa George) stellen sich ihnen entgegen und versuchen bis zum ersten Tageslicht zu überleben.

Josh Hartnett („Pearl Harbor„) führt eine Riege von Hollywood-Jungstars an im schaurigen Kampf gegen eine Horde Vampire. Unter den Fittichen von Horrorproduzent Sam Raimi („Der Fluch„) adaptiert David Slade („Hard Candy„) die graphic novel von Steve Niles.

30 Tage in jedem Winter versinkt eine Kleinstadt in Alaska in ununterbrochene Dunkelheit. Als eine Gruppe von Vampiren den Schutz der Nacht ausnützt und unter den Menschen einfällt, färbt sich der Schnee blutrot. Eine Handvoll Überlebender unter der Führung des Sheriffs versteckt sich vor dem Terror, der unerbittlich nach weiteren Opfern sucht und sie auch findet, als die Belagerten einen Ausbruch wagen.

30 Tage in jedem Winter versinkt eine Kleinstadt in Alaska in ununterbrochene Dunkelheit. Als eine Gruppe von Vampiren den Schutz der Nacht ausnützt und unter den Menschen einfällt, färbt sich der Schnee blutrot. Eine Handvoll Überlebender unter der Führung des Sheriffs versteckt sich vor dem Terror, der unerbittlich nach weiteren Opfern sucht und sie auch findet, als die Belagerten einen Ausbruch wagen. Es kommt zum entscheidenden Duell, das die Menschen nur mit Hilfe einer Wahnsinnstat gewinnen können.

Darsteller und Crew

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • So kalt und lebensfeindlich wie das Klima Alaskas ist die Atmosphäre, die der neue Film von David Slade erzeugt. In „30 Days of Night“ inszeniert der Regisseur gekonnt die dunkelste, die längste Nacht. Sein Film fesselt den Zuschauer von Anfang an, kerkert ihn ein in dem Horror, dem die Bewohner von Barrow ausgesetzt sind. Er wirkt auf einer empathischen Ebene, er schafft es, ein Gefühl für die Hilflosigkeit der Figuren zu vermitteln, für die Ausweglosigkeit, er transportiert den Schrecken ganz direkt von der Leinwand in die Köpfe des Publikums. „30 Days of Night“ ist blutig, bestialisch, aber vor allem beklemmend – ein ganz und gar gelungener Horrorfilm. Im Bereich der Videospiele gibt es das etablierte Sub-Genre des „Survival Horror“. Selten traf diese Kategorie besser auf einen Film zu, denn nur darum geht es in „30 Days of Night“: Die Figuren führen einen schier aussichtslosen Kampf ums Überleben.

    Vor allem das Setting ist ein Geniestreich: Eine Stadt im ewigen Eis, abgeschieden von der Zivilisation, aus der sie hervorgegangen ist, eine moderne, amerikanische frontier-town. Kilometerweit nur Kälte und Schnee, keine Chance zur Flucht, keine Hoffnung auf Rettung. Dann auch noch 30 Tage Dunkelheit - ein gefundenes Fressen für die Vampire, die über Barrow herfallen. Es ist dieses hermetische Setting, aus dem der Film einen Großteil seiner Spannung bezieht, und David Slade versteht es, den Ort selbst als Protagonisten zu inszenieren. Er zeigt den letzten Sonnenuntergang für einen Monat, zeigt, wie immer mehr Menschen die Stadt Richtung Süden verlassen, wie sie mehr und mehr ausgestorben wirkt und schließlich zum Schlachtfeld wird. Immer wieder gibt es im Film eine Totale der Stadt, ein weißes Grab mit zahllosen Blutlachen im Schnee.

    Die Idee zu dem außergewöhnlichen Schauplatz stammt von Steve Niles und Ben Templesmith, die 2002 ihre Grahic Novel „30 Days of Nights“ veröffentlichten; die Filmrechte sicherten sich „Spider-Man“-Regisseur Sam Rami und Rob Tapert für die gemeinsame Produktionsgesellschaft Ghost House Productions. Jetzt ist David Slade eine stilsichere Umsetzung der Comic-Vorlage gelungen: schrecklich-schöne Bilder, bedrückende Nahaufnahmen verzweifelter Menschen, eine effektive Montage, authentische Kulissen und überzeugende Leistungen des Schauspieler-Ensembles um Josh Hartnett und Melissa George – ein rundum gelungener Film.

    Nicht zuletzt, weil er auch für hartgesottene Splatter-Freunde und Horror-Fans noch Neues bietet. Denn der Plot des Films ist zwar einfach und klingt zunächst vertraut –Vampire suchen eine Stadt heim, die Bewohner kämpfen fortan um ihr Leben –, aber selten waren Ort und Zeitpunkt, um diese Geschichte zu erzählen, derart originell gewählt. Auch die Antagonisten sind untypisch: Keine unterschwellige Faszination geht von den Vampiren aus, keine düstere Romantik; was da über Barrow herfällt ist eine Meute hungriger, gnadenloser Monster. Somit bleibt der Film nah an den Illustrationen von Ben Templesmith, der seine Vampire als die Verkörperung reiner Wildheit entwarf, als regelrechte Fressmaschinen. Ab dem 8. November ist das große Fressen in den Kinos eröffnet.

    Fazit: Rundum gelungene Umsetzung der gleichnamigen Graphic Novel von Steve Niles und Ben Templesmith – blutig, bestialisch, beklemmend!
  • Atmosphärischer Schocker über eine Vampirgang, die eine Stadt im arktischen Dauerdunkel terrorisiert.

    Weil Vampire im Horrorgenre nicht aussterben dürfen, müssen sie oder ihr Umfeld regelmäßig neu erfunden werden. Die „Blade“-Trilogie oder „Underworld“ thematisieren Modifikationen der Spezies, diese Verfilmung einer Graphic Novel von Steve Niles akzentuiert dagegen einen originellen Schauplatz und Spannungsverstärker. 30 Tage lang fällt eine Kleinstadt in Alaska jeden Winter in Dunkelheit. Das schwächt die Gemüter ihrer Bewohner, stärkt aber die Bloodhoundgang von Vampir Marlow (Danny Huston), die nach dem Rückzug der Sonne unbedroht verschneite menschliche Refugien in Blut tauchen kann.

    Der zweite Kinofilm von David Slade, der mit seinem intensiven, wenn auch im Finale nicht ausgereiften Debütschocker „Hard Candy“ beeindruckte, beginnt wie eine Verbeugung vor John Carpenters eisigem „Das Ding aus einer anderen Welt“ und endet mit einer romantischen Note auf den Spuren von „Blade 2“.

    Slades Blutsauger gehen strategisch vor, legen den Energie- und Kommunikationsstrom der Stadt lahm und reduzieren dann mit Speedattacken die Bevölkerung. Unter der Führung des Sheriffs (Josh Hartnett) versteckt sich eine kleine Gruppe Überlebender unbemerkt in einem Speicher, darunter seine entfremdete Frau, sein Bruder, ein demenzkranker Rentner und ein stadtbekannter Spinner, der überraschend seine Heldengene offenbart. Weil dieses Belagerungsszenario die im Grunde ohnmächtigen Protagonisten zur Inaktivität verdammt, muss das Drehbuch Gründe finden, um Kontakt zu den Antagonisten herzustellen, die ihre Suche nach lebenden Blutreserven bald aufgeben. So wechselt die Gruppe während eines Blizzards die Zuflucht, schließt Versorgungslücken im örtlichen Laden, muss sich ein Vampirkind mit drastischen Mitteln vom Hals halten und Marlows Gefährtin mit einer Hochwatt-Lampe disziplinieren. Der Schaden ist angesichts von Kreaturen mit blutig aufgerissenem Schlund, Killergebiss und toten Augen eigentlich nur kosmetisch, aber Grund genug für Marlow, für sein Schönheitsideal ein Exempel zu statuieren.

    Leiser schwarzer Humor ist in solchen Sequenzen spürbar, obwohl Slade es mit der Bedrohung seines Films sonst ernst meint. Das Triumphgeschrei der Invasoren und ihre abgehackten Kommunikationslaute sind dem nicht immer zuträglich, aber Slade versteht sich auf die Erzeugung von Spannung und Atmosphäre, zieht die Splatterschraube im letzten Drittel des Films auch deutlich an. Gore-Fans bekommen hier ihr „Hard Candy“, Genretouristen Gründe genug, um im Umfeld von Halloween wieder guten Horror zu erleben. kob.

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