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„Passengers“-Ende: Die Schlussszene erklärt

Stefan Schunck |

© Sony Pictures

Mit „Passengers“ hat Regisseur Morten Tyldum eine sozialkritische Weltraum-Romanze geschaffen. Aber wie ist das Ende zu verstehen?

In „Passengers“ begeben sich Jennifer Lawrence („Silver Linings“) und Chris Pratt („Guardians of the Galaxy“) auf eine ungewöhnliche interstellare Reise. Doch die beiden Passagiere sind zunächst keine Wegbegleiter, die sich mögen oder gar kennen. Erst in der Misere findet das ungleiche Paar zueinander. Ihre zwischenmenschliche Beziehung ist allerdings nicht die einzige Herausforderung, der sich das Gespann stellen muss. Wir wollen euch das Ende der außergewöhnlichen Science-Fiction-Romanze erklären.

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„Passengers“-Ende: Die Handlung des Films

+++ Achtung: Es folgen Spoiler zu „Passengers“! +++

Jim Preston (Chris Pratt) hat in „Passengers“ aufgrund seiner Kenntnisse und Fertigkeiten einen Platz von 5000 auf dem Raumschiff Avalon ergattern können. Gemeinsam mit anderen Auserwählten und einer Crew von 258 Mitgliedern steuert der Maschinenbauer den Planeten Homestead II an. Die Teilnehmer*innen der Mission sollen die neue Erde erforschen und für die menschliche Kolonialisierung vorbereiten. Da der Flug aber 120 Jahre dauert, werden die Reisenden in einen Tiefschlaf versetzt. Eine Fehlfunktion in Jims Schlafkammer sorgt dafür, dass er viel zu früh aufgeweckt wird – 90 Jahre zu früh. Der pfiffige Techniker steigt zwar schnell hinter die Funktionsweisen der einzelnen Gerätschaften an Bord, ist aber nicht in der Lage, sich selbst erneut in den Tiefschlaf zu bringen. Jim hadert mit seinem Schicksal, den Rest seines Lebens auf dem Schiff zu verbringen und dort seinem Ende entgegen zu gehen, versucht aber, das Beste daraus zu machen. Doch der Pragmatismus hält nicht lange, die Einsamkeit macht ihm zunehmend zu schaffen. Nach einem Jahr der Zurückhaltung erdrückt ihn das Alleinsein und er lässt sich zu einer schwerwiegenden Tat hinreißen – er weckt Passagierin Aurora Lane (Jennifer Lawrence).

„Passengers“-Ende: Diese Themen behandelt der Sci-Fi-Film

„Passengers“ mutet zwar in erster Linie wie eine schnöde Weltraum-Romanze an, adressiert jedoch eine Menge sozialkritischer Themen. Zweifelsohne ist es die Einsamkeit, die Jim dazu verleitet, Aurora als Begleiterin für sein persönliches Schicksal auszuerwählen. Doch steht es ihm zu, von einer außenstehenden Person Gesellschaft einzufordern, weil er nicht alleine sein kann und will? Regisseur Tyldum thematisiert hier wohl den Herdentrieb des Menschen. Für die meisten ist es kein Problem, ab und an allein zu sein oder gar das Alleinsein gezielt zu suchen. Doch in seinem Kern ist der Mensch ein Rudeltier. Wie auch sein Vorfahre, der Affe, fühlt sich der Mensch vor allem in kleinen Gruppen am wohlsten. Er findet dort Geborgenheit, Verständnis und einen Orientierungspunkt für seine eigene Identität.

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Nach anfänglichen Schwierigkeiten finden Jim und Aurora tatsächlich zueinander. Es entwickelt sich eine leidenschaftliche Liebesbeziehung – basierend auf einer Lüge. Denn der mittlerweile glückliche Maschinenbauer hat seiner Partnerin nicht verraten, dass er sie aus dem Tiefschlaf geholt hat und keine Fehlfunktion dafür verantwortlich ist. Oberflächlich führen die beiden eine glückliche Beziehung, in der sich jeder auch noch selbstverwirklichen kann. Während Jim sich seiner Bastelei widmet, schreibt Autorin Aurora an ihrem neuen Buch. Der unvermeidliche Bruch kommt jedoch, als Jims Lüge auffliegt. Doch auch nach dem Ende ihrer Beziehung geht es in „Passengers“ mit den gesellschaftskritischen Themen weiter.

„Passengers“-Ende: Das passiert zum Finale

Die Schäden am Raumschiff mehren sich, die Lage spitzt sich zu. Mit Hilfe von Crew-Mitglied Gus Mancuso (Laurence Fishburne), der ebenfalls wegen einer Fehlfunktion zu früh erwacht, verstehen Jim und Aurora die Technologie hinter der Avalon immer besser. Um das Schiff vor der Zerstörung zu bewahren und nicht nur sich selbst, sondern auch die anderen Passagiere zu retten, entschließt sich Jim zu einer gefährlichen Mission. Um ein Feuer abzuleiten, muss der Maschinenbauer von außen eine Luke händisch öffnen. Dabei nimmt er in Kauf, diese Aktion nicht zu überleben. Interessant ist hier, dass Jim diesmal alles andere als egoistisch handelt, Aurora ihn aber davon abhalten will. Ob das Glück eines Einzelnen mehr wert ist als das Leben tausender Menschen, hat auch schon Christopher Nolan in „Interstellar“ zu bedenken gegeben.

„Passengers“-Ende: Wie ist der Schluss zu verstehen?

Zum Ende von „Passengers“ gelingt es Aurora, ihren Partner zu retten. Schließlich findet Jim heraus, wie man sich wieder in den Tiefschlaf versetzen kann. Allerdings kann nur eine Person davon Gebrauch machen. Kurz nach der Landung am Zielort erwacht auch die Crew und findet ein bepflanztes Raumschiff vor, das zweifelsohne aktiv bewohnt wurde. Aus dem Off hört man Auroras Stimme, die von zwei Menschen erzählt, die gemeinsam und glücklich gelebt haben. Es wird suggeriert, dass Jim und Aurora ihr Leben auf Avalon zusammen verbracht haben. Allerdings gilt es, eins zu bedenken: Auroras Stimme ist im Verlauf des ganzen Films zu vernehmen – und zwar immer dann, wenn sie Passagen aus ihrem Buch vorliest. Da es nicht klar ist, ob es sich dabei um eine fiktive oder reale Geschichte handelt, lässt sich nicht genau sagen, ob nicht doch einer von beiden in den Tiefschlaf versetzt wurde. Wie bei so vielen Filmen möchte sich der Regisseur hier nicht festlegen und überlässt die Interpretation den Zuschauer*innen.

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