Amerikanischer Schauspieler. Idealer Darsteller von charmanten Raubeinen, lakonischen Western-Helden, Polizisten und geradlinigen Action Men,... - Foto: Kurt Krieger http://images.kino.de/flbilder/max11/kuk11/kuk13/u1113053/b150x150.jpg Josh Brolin

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Josh Brolin


  • Bürgerlicher Name
    Josh J. Brolin
  • Geburtstag
    12.02.1968
  • Geburtsort
    Los Angeles

Amerikanischer Schauspieler. Idealer Darsteller von charmanten Raubeinen, lakonischen Western-Helden, Polizisten und geradlinigen Action Men, triumphierte Josh Brolin als der von Profikiller (Javier Bardem) und Sheriff (Tommy Lee Jones) verfolgte Vietnam-Veteran Llewelyn Moss in Ethan und Joel Coens Oscar-gekröntem Meisterwerk "No Country for Old Men" (2007). Nach über zwanzig Jahren in Filmen, in denen er wenig beachtet wurde, nahm seine Karriere den verdienten Aufschwung. Er war seitdem korrupter Cop in Ridley Scotts "American Gangster" und aufrechter Polizeichef in Paul Haggis' "Im Tal von Elah" (2007), Dan White, der Mörder von Harvey Milk (Sean Penn) in Gus Van Sants Biopic "Milk" (2008), und als George W. Bush Jr., Präsident der USA, in Oliver Stones Biopic "W. - Ein unverstandenes Leben" (2008), wo er Bush zwischen dessen 21. und 58. Lebensjahr verkörpert. 2009 steht er als Titelheld der DC-Comic-Adaption von "Jonah Hex", entstellter Kopfgeldjäger im Westen, der verhindert, dass eine Armee von Untoten die Südstaaten befreit, an der Seite von Megan Fox ("Transformers") vor der Kamera.

Josh J. Brolin wurde 1968 in Los Angeles als Sohn von Schauspieler James Brolin ("Hotel") und Tierschutzaktivistin Jane Cameron Agee geboren, wuchs auf einer Ranch in Kalifornien auf und wollte wegen der Eltern wenig vom Schauspielberuf wissen. Theateraufführungen auf der High School weckten dann doch seine Begeisterung und so arbeitete Brolin sechs Jahre auf der Bühne des GeVa Theatre in Rochester, New York, unter der Ägide von Anthony Zerbe ("Wenn ich überhaupt Schauspieler bin, dann wegen der Jahre in Rochester").

Erste Filmerfahrungen sammelte Brolin als älterer Bruder der Jung-Abenteurer in Richard Donners "Die Goonies" und in TV-Serien, wo er in "Private Eye" (1987) den Detektiv und in der Western-Serie "The Young Riders" (67 Episoden 1989-1992) den Revolverhelden James Buster "Wild Bill" Hickock verkörperte. In den 90er-Jahren spielte er in Actionfilmen wie Deran Serafians "The Road Killers" (1994), Romanzen wie "Das Rosenbett" (1996, als Lover von Mary Stuart Masterson), Ole Bornedals Thriller "Freeze - Alptraum Nachtwache" (1997, als Freund von Ewan McGregor), jagte mit Mira Sorvino in Guillermo del Toros "Mimic" (1997) genmanipulierte Kakerlaken, war Entführer von Reese Witherspoon im Thriller "Best Laid Plans" (1999) und Wissenschaftler Matt, der in Paul Verhoevens SF-Thriller "Hollow Man" (2000) den unsichtbaren Kollegen Kevin Bacon jagt. In "Slow Burn" (2000) ist er flüchtiger Häftling in der Wüste, der einen Goldschatz findet, Drogenboss und Auftraggeber von Paul Walker im Unterwasser-Thriller "Into the Blue" (2005) und Trapper und Treckführer Jedediah Smith in der fünteiligen Western-Serie "Into the West" (2005).

In Roberto Rodriguez' "Planet Terror" (2007) ist Brolin Psychopath Dr. Blake. Für Woody Allen arbeitete er in "Melinda und Melinda" (2004) und im London-Projekt (2009) an der Seite von Antonio Banderas, Naomi Watts und Freida Pinto.

Josh Brolin war für "Milk" für den Oscar nominiert, wurde 2008 als Actor of the Year beim Hollywood Film Festival ausgezeichnet und für "No Country..." mit dem Ensemble mit dem Screen Actors Guild Award 2008 geehrt.

Josh Brolin war 1988-1992 mit Schauspielerin Alice Adair verheiratet, mit der er zwei Kinder hat, war mit Minnie Driver ("Slow Burn") liiert und ist seit 2004 mit Schauspielerin Diane Lane ("Untreu", "Straßen in Flammen") verheiratet.

Josh Brolin unterstützte 2008 den Wahlkampf von US-Präsident Barack Obama.

  • Bürgerlicher Name
    Josh J. Brolin
  • Geburtstag
    12.02.1968
  • Geburtsort
    Los Angeles
  • Geburtsland
    USA
  • Familie
    Mutter: Jane Cameron Agee (Schauspielerin)
    Vater: James Brolin (Schauspieler)
    Stiefmutter: Barbra Streisand (Sängerin und Schauspielerin)

    Bruder: Jess Brolin

    Halbschwester: Molly Elizabeth Brolin

    Ehefrauen:
    Alice Adair (1988-1992)
    Diane Lane (seit 2004)

    Kinder:
    Trevor Mansur (geb. 1988)
    Eden (geb. 1994)
  • Autogrammadresse
    Josh Brolin
    ID Public Relations
    8409 Santa Monica Blvd.
    West Hollywood, CA 90069
    USA

"Vorteil aus Angst und Gier"

In "Wall Street 2" schluckt Josh Brolin als skrupelloser Bankchef Bretton James schwache Firmen. In der Realität musste der Star schon einmal seine Farm verkaufen - aller Börsenerfahrung zum Trotz.

Großansicht Jeder Zoll ein Mistkerl: Josh Brolin als Bankchef Bretton James in "Wall Street 2" (Foto: Fox)

Jeder Zoll ein Mistkerl: Josh Brolin als Bankchef Bretton James in "Wall Street 2" (Foto: Fox)

Mr. Brolin, Sie haben selbst an der Börse gehandelt. Haben Sie diesen Adrenalinrausch genossen?

Josh Brolin: Nein. Die Leute sagen immer, dass Traden wie Zocken ist - aber so habe ich es nie gesehen. Da gibt es Muster, die du lernen kannst, Kurven, die du studieren kannst. Was ich darin sehe sind vor allem bestimmte Verhaltensmuster: Angst, Gier, Angst und dann wieder Gier. Und ich konnte meinen Vorteil aus Angst und Gier anderer Leute ziehen.

Wie lange haben Sie als Börsenhändler gearbeitet?

Ungefähr dreieinhalb Jahre - gelegentlich handle ich sogar immer noch. Allerdings nicht mehr so viel wie früher. Erstens bin ich beschäftigt und zweitens traue ich dem nicht, was sich wirtschaftlich gerade so abspielt. Für eine ganze Weile war es meine Haupteinnahmequelle. Aber das hat sich geändert.

Kennen Sie Menschen, die im Crash alles verloren haben?

Ja, Familienmitglieder. Das ist schrecklich, absolut grauenhaft. Allerdings kann ich hier nicht wirklich mitreden. Ich habe ja kein Geld verloren - ich habe verdient.

Großansicht Mit Shia LaBeouf und Michael Douglas jongliert Brolin Milliarden (Foto: Fox)

Mit Shia LaBeouf und Michael Douglas jongliert Brolin Milliarden (Foto: Fox)

Haben Sie aufgrund der Börsenerfahrung ihre Rolle in "Wall Street - Geld schläft nicht" leichter in den Griff bekommen?

Nein, das ist eine völlig andere Welt. Das ist Hochfinanz, richtig großes Geld. Und das ist noch einmal etwas komplett anderes. Hier reden wir davon, mit Milliarden Dollar zu handeln. Solche Leute zu treffen war für mich aber sehr aufschlussreich. Hochinteressant zu sehen, was für kleine Ticks diese Jungs haben und was ihnen etwas bedeutet. Wir sind mit ihnen essen gegangen, haben ein paar Flaschen Wein bestellt um sie betrunken zu machen - am Anfang ist da immer noch viel Fassade. Aber dann findet du raus was wirklich läuft und ich habe sie gefragt: "Macht ihr das eigentlich wirklich gerne?" Sie haben geantwortet: "Ich hasse es, verd… noch mal. Ich würde liebend gerne raus aus dem Business. Es bringt mich um - und mein Familie zerbricht auch daran." Und du denkst dir: "Wow - alles klar…"

Mit Oliver Stone haben Sie zwei Mal gearbeitet: Bei "W. - Ein missverstandenes Leben " und "Wall Street - Geld schläft nicht". Was gefällt ihnen daran?

Wir arbeiten einfach gut zusammen. Ich liebe alles an der Zusammenarbeit mit ihm. Er ist eine feste Instanz und tut alles dafür, dass die Leistung eines Schauspielers sich so organisch wie möglich entwickelt. Er kümmert sich um die Leute. Dazu macht er diese Filme, die auf eine Art auch gesellschaftliche Kommentare sind und sich auch mit Menschen und Außenseitern beschäftigen. "Wall Street" handelt von Menschen, die am "Big Money" oder an den Investment-Banken zerschellt sind, die auf dieses sehr zerbrechliche, sehr offensichtliche Gebilde aus waren, dem wir eigentlich alle nacheifern: nach mehr auszusehen, als wir tatsächlich sind.

Großansicht Ein Leben auf der Überholspur - aber die Welt der Hochfinanz hat auch ihre Ölspuren (Foto: Fox)

Ein Leben auf der Überholspur - aber die Welt der Hochfinanz hat auch ihre Ölspuren (Foto: Fox)

Der Wechsel von der Arbeit mit Oliver Stone zu Woody Allen und seinem "Ich sehe den Mann deiner Träume" muss ein ziemlicher Stilbruch gewesen sein.

Da gibt es aber auch Gemeinsamkeiten. Beide sind besessen vom Filmemachen und Geschichtenerzählen. Ich war schon lange ein Fan von Woody Allen. Aber anfangs waren mir seine Bücher vertrauter als seine Filme. Sein Buch "Nebenwirkungen" habe ich mir am Drehende von signieren lassen. Das war für mich eine Riesensache.

Vor ein paar Jahren haben Sie gesagt, dass Sie ihre Farm verkaufen mussten - aber hofften, sie irgendwann wieder zu bekommen. Haben Sie es schon geschafft?

Das war vor fünf Jahren. Und nein, noch nicht. Aber vielleicht in der Zukunft...

Mussten Sie diese aus finanziellen Gründen verkaufen?

Ich war nicht in dem Sinn pleite. Aber ich konnte die Farm nicht länger betreiben - sonst hätte Geld mit Filmen verdienen müssen, die ich einfach nicht mehr machen will.


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