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Johnny Depp

Johnny Depp

Leben & Werk

Mit seinen exzentrischen Rollen nimmt er in Hollywood einen Sonderstatus als intelligenter Unterhalter ein. Als sanfter Rebell und risikofreudiger Witzbold wurde Johnny Depp weltberühmt.

Johnny Depp: Durchbruch mit “21 Jump Street”

John Christopher Depp wurde am 9. Juni 1963 in Kentucky geboren. Er war das jüngste von vier Kindern und zog in seinen frühen Lebensjahren oft um. Depp entdeckte schon früh seine Begeisterung für Musik und gründete mit 13 Jahren seine erste Band. Im Alter von 15 Jahren brach er die Schule ab, um Rockmusiker zu werden und erlangte mit seiner Band „The Kids“ erste Bekanntheit.

1984 lernte er den damals unbekannten Schauspieler Nicolas Cage kennen, der ihn zu Castings brachte. Im selben Jahr machte er im Horrorfilm “A Nightmare on Elm Street” in einer kleinen Rolle auf sich aufmerksam. Es folgten eher unbedeutende Auftritte, bis er in Oliver Stones Kriegsdrama “Platoon” (1986) seine erste größere Nebenrolle spielte. Kurz darauf nahm er Schauspielunterricht und wurde ab 1987 mit der Krimi-Serie “21 Jump Street“, in der er einen jungen Polizisten spielte, zum Teeniestar.

Ungewöhnliche Rollen und erste Zusammenarbeit mit Tim Burton

Um dem Image des Teenieschwarms zu entgehen, setzt Johnny Depp Anfang der 1990er bewusst auf ungewöhnliche Filme. In der Musicalparodie “Cry Baby“ (1990) wird er zum rebellischen Rocker. Als trauriges Titelmonster in Tim BurtonsEdward mit den Scherenhänden“ wird er zum Liebling von Independent-Regisseuren, der sich zwischen Wildheit und Sensibiltät auf kein Rollenmuster festlegen lässt.

Danach war Depp als Träumer in dem amerikanisch-französischen Drama “Arizona Dream“ (1993) und als schweigsamer Fremder in dem Liebesdrama “Benny & Joon“ (1993) zu sehen. Im selben Jahr folgte eine seiner bekanntesten Rollen. In der Tragikomödie “Gilbert Grape – Irgendwo in Iowa“ überzeugt er als fürsorglicher Bruder eines geistig behinderten Leonardo DiCaprio. 1994 wurde die fruchtbare Zusammenarbeit mit Regisseur Tim Burton fortgesetzt, wobei Depp in der B-Movie-Hommage “Ed Wood“ zum titelgebenden Regisseur und Exzentriker wird, der als schlechtester Filmemacher aller Zeiten in die Geschichte eingegangen ist.

Weitere Filme mit Johnny Depp

1995 fuhr der vielseitige Depp als unbedarfter Angestellter in “Dead Man“ in den wilden Westen, wo er auf einem schmalen Grat zwischen Leben und Tod wanderte. Mit “Gegen die Zeit” (1995) folgte ein Thriller in Echtzeit, in dem er als einfacher Buchhalter in ein Mordkomplott grät. In dem Mafia-Film “Donnie Brasco” (1997) lieferte er sich ein Schauspielduell an der Seite von Al Pacino. Im selben Jahr hatte Johnny Depp sein Regiedebüt mit “The Brave“, was zu gespaltenen Kritiken führte.

1998 hatte er in Terry Gilliams Drogenkomödie “Fear and Loathing in Las Vegas” einen ikonischen Auftritt als Alter Ego des kontroversen Journalisten Hunter S. Thompson. 1999 erwies sich als erfolgreiches Jahr für Johnny Depp. In Roman Polanskis Mystery-Thriller Die neun Pforten (1999) ist er hinter einem ominösen Buch her und begegnet dem leibhaftigen Teufel. In dem Sci-Fi-Thriller “The Astronaut's Wife” mimt er den entfremdeten Mann von Charlize Theron. Mit dem Schauermärchen “Sleepy Hollow“ folgte seine dritte Zusammenarbeit mit Tim Burton.

Weitere Erfolge: Von “Blow” bis “Fluch der Karibik”

2000 flirtete Depp in dem Liebesfilm “Chocolat” als charmanter Freigeist  mit Juliette Binoche. Im selben Jahr lieferte er in dem Drogendrama “Blow“ eine Meisterleistung als ehrgeiziger und tief fallender Kokain-Dealer ab. In der Comicverfilmung “From Hell” wird er ins London des 19. Jahrhunderts versetzt und macht als opiumsüchtiger Inspectors Jagd auf den sagenumwobenen Frauenmörder “Jack the Ripper“. In dem brutalen Action-Western “Irgendwann in Mexico (2003) ist er außerdem als korrupter CIA-Agent an der Seite von Antonio Banderas und Salma Hayek zu sehen.

Seine Vielseitigkeit stellte Depp auch 2003 unter Beweis, als er als sympathisch schräger Captain Jack Sparrow in dem Disney-Blockbuster “Fluch der Karibik“ zum Kult wurde. “Fluch der Karibik“ ist mit über 300 Mio. Dollar Einspielergebnis der bisher größte kommerzielle Erfolg des Schauspielers, der auf dem Hollywood Film Festival zum Schauspieler des Jahres 2003 gekürt wurde. Es folgten weitere Fortsetzungen, in denen er die Rolle des legendären Kapitäns übernahm: “Fluch der Karibik 2″ (2006),  “Am Ende der Welt” (2007) und der vierte Teil “Fremde Gezeiten” 82011), in dem Jack Sparrow mit seiner alten Flamme (Neuzugang Penelopé Cruz) nach dem Quell der ewigen Jugend sucht. Teil 5 ist bereits in Planung.

Weitere Rollen neben “Pirates of the Caribbean”

Nach seinen Auftritten in dem beliebten Piraten-Franchise war Depp für die Rolle des Exzentrikers gebucht. 2004 geriet er als Krimiautor in der Stephen-King-Verfilmung “Das geheime Fenster“ ins Visier eines Psychopathen. Die Rolle eines Autors mimt er erneut in dem berührenden Drama “Wenn Träume fliegen lernen“(2004): Der melanochlisch-märchenhafte Film erzählt die Entstehungsgeschichte von Barries Klassiker “Peter Pan“ und gab Depp Gelegenheit für eine weitere magische Leistung.

Außerdem folgten weitere Auftritte in den Filmen von Tim Burton, etwa in “Charlie und die Schokoladenfabrik“ (2005), wo er als bizarrer Schokoladenfabrikant vor die Kamera trat, später folgten “Sweeney Todd“ (2007) und “Alice im Wunderland“ (2010), wo er als blutrünstiger Barbier beziehungsweise verrückter Hutmacher zu sehen war. Außerdem glänzte er in dem Gangster-Drama “Public Enemies” (2007) als größenwahnsinniger Mafioso und sprang in dem skurrilen Fantasyfilm “Das Kabinett des Doktor Parnassus” (2009) für verstorbenen Hauptdarsteller Heath Ledger ein.

Aktuelle Filme mit Johnny Depp: Von “The Rum Diary” bis “Black Mass”

2010 war Depp in dem Thriller “The Tourist” an der Seite von Angelina Jolie zu sehen. In der Buchverfilmung “The Rum Diary” (2011) spielt er erneut den Kultautor Hunter S. Thompson, der 1960 nach Kuba reist, um Ruhm und Reichtum zu finden und stattdessen mit Rum und Frauen vorlieb nehmen muss. Nach einem kleinen Cameo in dem Film-Remake seiner ersten Serie “21 Jump Street“, glänzte Depp einmal mehr für Tim Burton als Vampir, der unverhofft in den Seventies landet, in der Verfilmung der Kultserie “Dark Shadows“ (2012). Im selben Jahr war er in dem schrägen Western “Lone Ranger“, der auf einer Kultserie basiert, die Hauptrolle des Indianers Tonto.

2014 spielt Johnny Depp im Sci-Fi-Thriller “Transcendence“ einen sterbenskranken Wissenschaftler, der sein Bewusstsein in einen Supercomputer hochlädt – mit ungeahnten Folgen. In dem hochkarätig besetzten Märchen-Musical “Into the Woods” (2014) wird er zum großen, bösen Wolf und in der Krimikomödie “Mortdecai” (2015) zum exzentrischen Kunsthändler, der den Diebstahl eines kostbaren Gemäldes untersuchen soll. Nachdem die letzten Filme sich als Flops erwiesen, konnte Depp in “Black Mass” (2015) als berüchtigter Gangster-Boss wieder zeigen, was er kann. 2016 wird Depp in dem Abenteuerfilm “Yoga Hosers” zum Kopfgeldjäger und in dem Sequel “Alice im Wunderland: Hinter den Spiegeln” zum verrückten Hutmacher.

Johnny Depp privat

Nach Beziehungen mit Schauspielkollegin Winona Ryder und Model Kate Moss war Depp von 1998 bis Mitte 2012 mit der französischen Sängerin und Schauspielerin Vanessa Paradis liiert. Mit ihr hat Johnny Depp eine Tochter Lily-Rose Depp (*1999) und einen Sohn namens John Christopher Depp (*2002). Nach der Trennung mit Vanessa Paradis ging Depp eine Beziehung mit der Schauspielerin Amber Heard ein, die er 2011 am Set von “The Rum Diary” kennengelernt hatte. Die beiden sind seit 2015 verheiratet.

Neben seiner Arbeit als Schauspieler, war Depp auch als Synchronsprecher tätig: Etwa in Tim Burtons “Corpse Bride” (2005) oder in dem schrägen Western-Öko-Fabel “Rango“. Außerdem tritt Depp weiterhin als Musiker auf und besitzt ein Weingut nördlich von Saint-Tropez.

Johnny Depp Auszeichnungen

Oscars

  • 2004 Nominierung als bester Hauptdarsteller – “Fluch der Karibik”
  • 2005 Nominierung als bester Hauptdarsteller – “Wenn Träume fliegen lernen”
  • 2008 Nominierung als bester Hauptdarsteller – “Sweeney Todd”

Golden Globes

  • 1991 Nominierung als bester Hauptdarsteller, Komödie/Musical – “Edward mit den Scherenhänden”
  • 1994 Nominierung als bester Hauptdarsteller, Komödie/Musical – “Benny & Joon”
  • 1995 Nominierung als bester Hauptdarsteller, Komödie/Musical - “Ed Wood”
  • 2004 Nominierung als bester Hauptdarsteller, Komödie/Musical - “Fluch der Karibik”
  • 2005 Nominierung als bester Hauptdarsteller, Drama – “Wenn Träume fliegen lernen”
  • 2006 Nominierung als bester Hauptdarsteller, Komödie/Musical - “Charlie und die Schokoladenfabrik”
  • 2008 Auszeichnung als bester Hauptdarsteller, Komödie/Musical – “Sweeney Todd”
  • 2011 Nominierung als bester Hauptdarsteller, Komödie/Musical – “Alice im Wunderland”

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