Eddie Murphy

Eddie Murphy

Leben & Werk

Einer der populärsten Filmkomiker seit Charlie Chaplin und neben Bill Cosby einer der schwarzen Superstars, die Vorbild für die Generation um Will Smith, Martin Lawrence, Chris Rock oder Ice Cube sind – das ist Eddie Murphy.

1982 mit einer Blitzkarriere im Film gestartet, brachte er mit den ersten sieben Filmen der Paramount über eine Milliarde Dollar Umsatz ein. Seither ist die Karriere des durch Schnellfeuerdialoge, zwerchfellerschütternde Witze, Grimassen und wahnwitzige Improvisationen bekannten Komikers wechselhaft verlaufen, brachte beinahe regelmäßig nach einem Hit einen Flop.

Der 1961 in Brooklyn geborene Sohn eines Eisenbahnpolizisten und Amateurkomikers schrieb schon auf der High School Sketche für Komikprogramme, die ihm Erfolg auf Bühnen und von 1980-1984 in der TV-Show “Saturday Night Live” einbrachten. Mit seinem sensationellen Debüt in Walter Hills Cop Movie “Nur 48 Stunden” (1982), in dem er an der Seite von Nick Nolte einen auf Bewährung entlassenen Häftling spielte, und mit Hills Komödie “Die Glücksritter” wurde Murphy über Nacht zum Weltstar. Endgültig an die Spitze brachte ihn die Rolle des Cops Alex Foley in “Beverly Hills Cop” (1984). Nachlassende Popularität konnte Murphy teils mit Sequels der Originalfilme auffangen.

Nach dem Flop seines Regiedebüts “Harlem Nights” (1989) durchlief Murphy harte Jahre mit Achtungserfolgen wie “Ein ehrenwerter Gentleman” und “Boomerang”, bis er mit dem Remake des Jerry-Lewis-Films “Der verrückte Professor” wieder Anschluss fand. In dem Klamauk um den schwergewichtigen Professor Klumps und sein Alter Ego war Murphy, bis zur Unkenntlichkeit entstellt, in sieben Rollen zu sehen.

Seitdem steht Murphy für Unterhaltungsfilme, die auf den Familienmarkt zielen. Noch populärer als der “Professor” wurden die beiden Filme um den Tierarzt “Dr. Dolittle”, der als Seele von Mensch mit den Tieren reden kann und einen milden Öko-Touch in die humorvollen Balladen bringt.

Murphy brachte das Kunststück fertig, in der Cop Comedy “Showtime” (2002) seinen Partner Robert De Niro an die Wand zu spielen, weil er tatsächlich komisch und De Niro nur bemüht witzig war. In “Kindergarten Daddy” übernimmt eröffnet er als arbeitsloser Vater einen Kinderhort, der in Konkurrenz zu einem Luxus-Kindergarten tritt. Als Immobilienmakler Jim Evers landete er mit seiner Familie in einer “Geistervilla”, in der es kräftig spukt und Murphys Gegenspieler ein rassistischer Chefbutler (Terence Stamp) und ein beklagenswerter Diener (Wallace Shawn) sind.

2007 gewinnt er als Bester Nebendarsteller in dem Musical-Film “Dreamgirls”, das von Aufstieg und Fall eines schwarzen Mädchentrios in den 1960er Jahren erzählt, einen Golden Globe. Ein Song löst darin den anderen ab und Eddie Murphy, der den abgehalfterten Funkstar James “Thunder” Early spielt, rockt überzeugend und mit großer Hingabe.

Die gnadenlose Komödie “Norbit” mit Murphy in fast allen wichtigen Rollen zeigt den Komiker von der derben Seite, speziell als übergewichtige Rasputia. Als menschliches Raumschiff in “Mensch, Dave!” fand Murphy trotz guter Filmidee wenig Zuschauer-Zuspruch. So kehrte Eddie zu Bewährtem zurück und ließ sich in “Zuhause ist der Zauber los” familientauglich als Investmentbanker von seiner Tochter in einen Märchenwelt entführen, die auch noch Business-Tipps bereit hält.

Einen neuen Anlauf wagt Murphy in “Aushilfsgangster” an der Seite des aktuellen US-Topkomikers Ben Stiller, dem er als ehemaliger Gangsterboss bei einem Amateur-Coup gegen einen Finanzbetrüger zur Seite steht.

Überraschend selbstironisch ist die Story von Eddie Murphys aktuellem Spaß “Noch tausend Worte”, in dem der notorische Schnellsprecher als verlogener Literaturagent von einem Guru einen verbale Galgenfrist bis zum Tod verpasst bekommt – weshalb er sich großteils rein gestikulierend durch die ungewöhnliche Komödie spielen muss.

Murphy gilt als Frauenheld (“Eddie kann das Rascheln von Nylonstrümpfen aus 50 Metern Entfernung hören”, so Walter Hill), hat sechs Kinder, davon vier uneheliche, und ist seit 1993 mit dem Model Nicole Mitchell verheiratet. Zu seinen Affären gehören Liebschaften mit den Schauspielerinnen Robin Givens und Charlotte Lewis. “Crazy Eddie” (Newsweek 1985) umgibt sich mit bulligen Leibwächtern. Er schuf sich mit Star-Allüren und Neureichen-Gehabe viele Feinde. Ein Lieblingsspruch: “Die einzige Frau, der ich trauen würde, ist eine, die splitterfasernackt in Afrika auf einem Zebra sitzt.”

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