Der kanadische Schauspieler Christopher Plummer gehört zu den großen Gentlemen des Films, des Fernsehens und der Bühne; ein kultivierter,... - Foto: UIP http://images.kino.de/flbilder/max06/auto06/auto09/06090364/b150x150.jpg Christopher Plummer

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Christopher Plummer


  • Geburtstag
    13.12.1929

Der kanadische Schauspieler Christopher Plummer gehört zu den großen Gentlemen des Films, des Fernsehens und der Bühne; ein kultivierter, herrschaftlich auftretender und entschlossener, nachdenklicher und gepflegter Mime, der Worte sorgsam wählt, ist Plummer der einzige Schauspieler seiner Generation, der trotz seiner Verdienste und seines Bekanntheitsgrades nie für den Oscar nominiert wurde. Mit über 140 Film- und Fernsehrollen und noch mehr Bühnenrollen ist Plummer einer der Workaholics unter den Schauspielern. Die "New York Times" nannte ihn den "besten klassischen Schauspieler Nordamerikas".

Der hochgewachsene, athletische Plummer debütierte 1958 im Film und wurde nach zahlreichen TV-Auftritten 1965/66 mit zwei Rollen weltberühmt: als Baron von Trapp in Robert Wises Musical "The Sound of Music - Meine Lieder - meine Träume" an der Seite von Julie Andrews, und in einer sensationellen Performance als englischer Meisterdieb Eddie Chapman, der im Zweiten Weltkrieg in "Spion zwischen den Fronten" von Romy Schneider als Agent hinter den feindlichen deutschen Linien ausgebildet wird und in ihrem Bett landet. Zu den wichtigsten Rollen der nächsten Jahrzehnte gehören sein Mörder-General in "Die Nacht der Generäle" (1967), der britische Hochkommissar im Politthriller "Der Haftbefehl" (1969), Fliegeras in "Luftschlacht um England" (1969), skrupelloser Bankräuber in "G - Silent Partner", der englische Schriftsteller Rudyard Kipling, dem Sir Sean Connery und Michael Caine in John Hustons Meisterwerk des Abenteuerfilms "Der Mann, der König sein wollte" (1976) von einem fantastischen Reich im Himalaya berichten, der Penner in "Die Zeit der bunten Vögel" (1989), der Juwelendieb im dritten "Rosaroter Panther"-Film mit Peter Sellers, der Inka-Herrscher in "Der Untergang des Sonnenreiches", der Herzog von Wellington in "Waterloo", General Chang in "Star Trek VI", Verleger und Vater von Michelle Pfeiffer im Horrorfilm "Wolf" (1994) und TV-Moderator und Interviewpartner in Michael Manns Politthriller "The Insider" (1999).

Seit der Jahrtausendwende nahmen die Rollen, in denen Plummer seine große Charakterisierungskunst nuanciert ausbreiten konnte, zu: Plummer war Psychiater von Russell Crowe in Ron Howards "A Beautiful Mind", Zollbeamter in Atom Egoyans "Ararat", Aristoteles in Oliver Stones "Alexander", Führer der englischen Siedler in Terrence Malicks "The New World", Chef des Ölkonzerns im Politthriller "Syriana", Bankier und Kriegsgewinnler in Spike Lees Thriller "Inside Man" und Architekten-Vater von Keanu Reeves in "Das Haus am See".

Christopher Plummer wurde 1929 in Toronto geboren. Er ist Urenkel des ehemaligen kanadischen Premierministers John Caldwell Abbott. Plummer wollte Konzertpianist werden, gab aber das Studium auf, als sich die Chance ergab, Theater zu spielen. Sein Broadway-Debüt gab er 1954 und ist seitdem in fast ebenso vielen Theatestücken aufgetreten wie in Filmrollen. Er wurde zwei Mal mit dem Emmy Award und zwei Mal mit dem Tony Award ausgezeichnet. Für seinen Sherlock Holmes in "Mord an der Themse" erhielt er 1979 den kanadischen Genie Award.

Christopher Plummer war in erster Ehe 1956 bis 1960 mit der Schauspielerin Tammy Grimes verheiratet. Aus der Verbindung stammt Tochter Amanda Plummer, die ebenfalls Schauspielerin ("Pulp Fiction") wurde. In zweiter Ehe war Plummer mit Patricia Lewis verheiratet. Seit 1970 ist er mit der Tänzerin Elaine Regina Taylor verheiratet, die ihn von seinen Alkoholproblemen kurierte und mit der er auf einem weitläufigen herrschaftlichen Landsitz in Kanada lebt.

  • Geburtstag
    13.12.1929
  • Geburtsland
    Kanada

Goldjungen auf Silberscheiben

Die Oscars - oder, wie der offizielle Terminus lautete, die Academy Awards: Glanzvoller Höhepunkt des Filmjahres und Nacht der Entscheidungen über Erfolg, Erlös und natürlich filmischen Weltruhm.

Großansicht Die Oscars: Der Adelsschlag für jeden Film (Foto: Kurt Krieger)

Die Oscars: Der Adelsschlag für jeden Film (Foto: Kurt Krieger)

Dieses Jahr waren "The Artist" von Regisseur Michel Hazanavicius und Martin Scorseses Verfilmung des Kultkinderbuchs "Hugo Cabret" mit je fünf Oscars die großen Gewinner der Show im Kodak Theatre von L.A.

Bis diese beiden Meisterwerke den Weg in den DVD-Player finden, werden wohl noch etliche Monate ins Land gehen. Aber es konnten sich auch einige cineastische Highlights einen Goldjungen sichern, die bereits jetzt auf Video zu haben sind.

Hier kann man sofort nachprüfen, ob man mit der Oscar-Jury meinungstechnisch auf einer Welle liegt - oder ob man doch wieder der Einzige ist, der über fundierte Ahnung von Filmen samt unerreicht guten Geschmack verfügt. Je eine der begehrten Statuen konnten sich sichern:

Christopher Plummer als bester Nebendarsteller im wundervollen "Beginners".
Plummer spielt hier den 75-jährigen Vater des Grafikdesigners Oliver (Ewan McGregor) - und hat nach 50 Jahren Geheimnistuerei und einer Ehe einfach keine Lust mehr hat, seine Homosexualität weiter zu verbergen.

"Nader und Simin - Eine Trennung" als bester Nicht-englischsprachiger Film.
Bereits auf der Berlinale 2011 erwies sich das iranische Drama Publikums- und Kritikerliebling - und gewann damals schon hochverdient einen Goldenen Bären.

"Rango" als bester Animationsfilm
Der skurrile und visuell bestechende Animationsfilm von Gore Verbinski über ein Chamäleon, das als Sheriff in einem Wüstenkaff für Recht und Ordnung sorgen soll.

"Midnight in Paris" als Film mit dem besten Originaldrehbuch
In seiner Liebeserklärung an die Stadt an der Seine lässt Woody Allen Hautdarsteller Owen Wilson immer um Mitternacht eine Reise ins Paris der 20er Jahr antreten.

Ach ja: Leider keinen Oscar konnte die Deutsche Hoffnung Pina von Filmkünstler Wim Wenders erringen. Aber güldene Statue hin oder her: Die Hommage an die kürzlich verstorbene Choreografenlegende Pina Bausch ist so bildstark und mitreißend - die muss man einfach gesehen haben. Ob mit oder ohne dazugehörigen Goldjunge im Regal.


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