Gelungenes Reboot der Mutantensaga, das vor dem Hintergrund der Kubakrise die Formierung der X-Men und ihre Spaltung in zwei Lager entwickelt. http://images.kino.de/flbilder/max11/auto11/auto19/11190092/b150x150.jpg X-Men: Erste Entscheidung

Filmdetails

X-Men: Erste Entscheidung

Gelungenes Reboot der Mutantensaga, das vor dem Hintergrund der Kubakrise die Formierung der X-Men und ihre Spaltung in zwei Lager entwickelt.


X-Men: Erste Entscheidung
Start: 09.06.2011

Originaltitel: X-Men: First Class

Action / Science Fiction

USA 2011
Laufzeit: 131 Min.
FSK: ab 12 Jahre

James McAvoy
Laurence Belcher
Michael Fassbender

Regie: Matthew Vaughn
Verleih: Fox

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Action
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Inhalt

Anfang der 1960er lernen sich Charles Xavier, der privilegierte Brite, und Erik Lehnsherr, der traumatisierte Deutsche, kennen. Bevor diese Männer zu Erzfeinden, zu Professor X und Magneto werden, entwickeln sie eine Freundschaft, bilden junge Mutanten aus. Um einen globalen Nuklearkrieg zu verhindern, zeigt sich das Mutantenteam erstmals der Welt und sichert deren Fortbestand. Doch die Spaltung ist unaufhaltsam, weil Lehnsherr den Menschen misstraut und darauf fixiert ist, Rache am Mörder seiner Mutter nehmen zu können.


Kritik

X-Men: Erste Entscheidung

Matthew Vaughns Reboot der Hit-Reihe um Marvels Mutanten hat jüngere Helden und Schauplätze in der Vergangenheit, unterhält aber mit dem vertrauten Mix aus Dramatik, Toleranzthematik und Humor.

Von den 1940er bis zu den frühen 1960er Jahren spannt sich der erzählerische Bogen dieses Actionabenteuers, an dem mehr Drehbuchautoren arbeiteten als Mutanten in der Originalcrew der X-Men. Trotzdem gelingt Regisseur Vaughn, der bereits für "X-Men: Der letzte Widerstand" und "Thor" im Gespräch war und mit "Kick-Ass" seine Comic-Affinität auf Medium-Budget-Niveau unterstrichen hat, ein relativ geschlossen wirkender Film, der eine historische Krise mit der Formierung der X-Men, ihrer Spaltung und der charakteristischen Zerrissenheit zwischen Anpassung und Aggression verknüpft. Ein langer Prolog in Auschwitz führt das bereits in Bryan Singers Franchise-Ouvertüre angedeutete familiäre Trauma des jungen Erik Lehnsherr weiter aus, verdichtet es auf die Konfrontation mit einem deutschen Nazi, der Eriks Fähigkeiten erkennt, ihn sadistisch testet und damit zum Todfeind macht, der 20 Jahre später endlich Rache nehmen will. Die tapferen, aber komisch wirkenden Deutschversuche Kevin Bacons, der dieses Monster spielt, das zur treibenden Kraft eines Nuklearkriegs werden wird, werden dank der Synchronisation keinen Schaden anrichten und so die Keimzelle der tragischen Dimension nicht erschüttern, die der Film behutsam auf mehreren Ebenen entwickelt. Betroffen wird davon auch Charles Xavier sein, der 1962 in Oxford noch am Anfang seiner Mutantenforschung steht. Ihm stellt der Film die junge Shapeshifterin Raven (Jennifer Lawrence) zur Seite, die er in seine Familie aufnimmt, bevor sie sich später als Mystique einen vertrauten Namen gibt und eine schwere Entscheidung hinsichtlich ihrer Loyalitäten trifft. Bereits in dieser Beziehung sind die Themen des Films, die Sehnsucht nach Normalität, die Kollision von Idealismus und Skepsis bezüglich menschlicher Toleranz, angelegt, die in der Freundschaft Xaviers und Lehnsherrs dramatisch konzentriert und explosiv auf den tragischen Punkt gebracht werden.

Vaughns Film entwickelt schlüssig die Entwicklung der beiden Männer zu Professor X bzw. Magneto und ihren unausweichlichen Bruch. Der mit der Kubakrise aufgeheizte Kalte Krieg der Supermächte bleibt im Vergleich dazu nur Hintergrund und Auslöser eines packenden, etwa halbstündigen Finales, das mit der Spaltung der Lager die Saat für die Zukunft sät. In den Fortsetzungen ist noch Luft nach oben, können die Qualität der Effekte vereinheitlicht, die Charakterisierungen der Jungmutanten intensiviert und vielleicht auch ein stärkerer romantischer Subplot eingebaut werden. "X-Men: Erste Entscheidung" baut dafür mit den emotional engagierten Darstellungen von James McAvoy und Michael Fassbender ein solides Fundament, hält den Ton der Vorgänger, ist im Schwerpunkt ernsthaft, dabei aber auch humorvoll, hat coole "neue" Mutanten wie den Teleporter Azazel oder Eisamazone Emma Frost und einen spürbaren James Bond-Touch - gerade im Design, aber auch im Plot und besonders im genialen Mutanten McCoy als deutlich jüngeres Pendant zu Q. Und ein kurzes Wiedersehen mit zwei populären Franchise-Veteranen gibt es auch noch. kob.

X-Men: Erste Entscheidung

Darsteller:  James McAvoy   als Charles Xavier, 24 J.
  Laurence Belcher   als Charles Xavier, 12 J.
  Michael Fassbender   als Erik Lensherr/Magneto
  Bill Milner   als Erik, jung
  Kevin Bacon   als Sebastian Shaw
  Rose Byrne   als Dr. Moira MacTaggert
  Jennifer Lawrence   als Raven/Mystique
  Beth Goddard   als Mrs. Xavier
  Morgan Lily   als Raven, 10 J.
  Oliver Platt   als Man In Black Suit
  Jason Flemyng   als Azazel
  Álex González   als Janos Quested/Riptide
  Zoë Kravitz   als Angel Salvadore
  January Jones   als Emma Frost
  Nicholas Hoult   als Hank McCoy/Biest
  Caleb Landry Jones   als Cassidy/Banshee
  Edi Gathegi   als Darwin/Armando Muñoz
  Corey Johnson   als Chief Warden
  Lucas Till   als Alex Summers/Havok
  Demetri Goritsas   als Levene
  Glenn Morshower   als Colonel Hendry
  Don Creech   als William Stryker
  Matt Craven   als CIA Director McCone
  James Remar   als US General
 
Regie:  Matthew Vaughn  
Drehbuch:  Jane Goldman  
  Ashley Miller  
  Zack Stentz  
  Matthew Vaughn  
Produzent:  Bryan Singer  
  Gregory Goodman  
  Simon Kinberg  
  Lauren Shuler-Donner  
Koproduzent:  Jason Taylor  
Ausf. Produzent:  Josh McLaglen  
  Tarquin Pack  
  Stan Lee  
Buchvorlage:  Bryan Singer  
  Sheldon Turner  
Kamera:  John Mathieson  
Schnitt:  Eddie Hamilton  
  Lee Smith  
Musik:  Henry Jackman  
Produktionsdesign:  Chris Seagers  
Kostüme:  Sammy Sheldon  
Casting:  Lucinda Syson  
  Roger Mussenden  

Kein Effekte-Oscar für "Thor" und "Sherlock Holmes"

Da waren es nur noch zehn: Die 'Academy' hat weitere fünf Kandidaten für den Visual Effects-Oscar aus dem Rennen genommen. Auch "Thor" und "Sherlock Holmes" wurden aussortiert.

Großansicht Fürs Hammerwerfen wird "Thor" keinen Oscar bekommen (Foto: Paramount)

Fürs Hammerwerfen wird "Thor" keinen Oscar bekommen (Foto: Paramount)

Vor einem Monat gab die Academy of Motion Picture Arts and Sciences 15 Filme bekannt, die in diesem Jahr eine Chance auf den Oscar für die besten visuellen Effekte haben. Nun wurde die Liste eingedampft und fünf große Filme sind in der Oscar-Kategorie für den besten Bombast aus dem Rennen.

Aussortiert wurden "Cowboys & Aliens", "Sherlock Holmes: Spiel im Schatten", "Sucker Punch", "Super 8" und "Thor".

Von den verbliebenen zehn Filmen werden in den nächsten beiden Wochen nochmals fünf gestrichen, die Finalisten dann am 24. Januar zusammen mit den Nominierungen aus allen anderen Kategorien veröffentlicht. Die Oscar-Verleihung 2012 selbst steigt am 26. Februar. Im vergangenen Jahr gewann den "Visual Effects"-Oscar "Harry Potter und die Heiligtümer des Todes Teil 1".

Die Liste der verbliebenen Kandidaten für den "Visual Effects"-Oscar:

1. "Captain America"

2. "Harry Potter und die Heiligtümer des Todes Teil 2"

3."Hugo Cabret"

4. "Mission: Impossible - Phantom Protokoll"

5. "Pirates of the Caribbean - Fremde Gezeiten"

6. "Real Steel"

7. "Planet der Affen: Prevolution"

8. "Transformers 3"

9. "The Tree of Life"

10. "X-Men: First Class"

Bilder zu "Harry Potter und die Heiligtümer des Todes Teil 2"

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James McAvoy

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