David Finchers US-Verfilmung der schwedischen Krimi-Trilogie "Millennium" mit Daniel Craig als Journalisten, der einer Verschwörung um eine geniale Hackerin (Rooney Mara) auf der Spur ist. http://images.kino.de/flbilder/max11/auto11/auto46/11460242/b150x150.jpg Verblendung

Filmdetails

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David Finchers US-Verfilmung der schwedischen Krimi-Trilogie "Millennium" mit Daniel Craig als Journalisten, der einer Verschwörung um eine geniale Hackerin (Rooney Mara) auf der Spur ist.


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Start: 12.01.2012

Originaltitel: The Girl with the Dragon Tattoo

Thriller / Kriminalfilm

USA 2011
Laufzeit: 158 Min.
FSK: ab 16 Jahre

Daniel Craig
Rooney Mara
Christopher Plummer

Regie: David Fincher
Verleih: Sony Pictures

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Inhalt

Gerade hat Mikael Blomkvist, Aushängeschild des Enthüllungsmagazins "Millennium", eine bittere juristische Niederlage erlitten. So nimmt er das lukrative Angebot eines schwedischen Industriellen an, den Fall von dessen seit 40 Jahren spurlos verschwundener Großnichte zu klären. Die Ermittlungen führen den Journalisten ins vergiftete Herz einer Großfamilie, aber auch an die Seite der smarten Punk-Hackerin Lisbeth Salander, die nach traumatischen Erfahrungen rotzig und abweisend wirkt, aber mit Blomkvist ein schlagkräftiges Team bildet.


Kritik

Verblendung

Hollywoods Einstieg in Stieg Larssons "Millennium"-Trilogie meistert unter David Finchers Regie die Synthese von verstörendem Höllentrip und publikumsfreundlichen Eventkino.

Wenn europäische Buch- oder Filmphänomene für ein internationales Publikum aufbereitet werden sollen, stellt sich oft schon bei der Ankündigung Abweisung ein. Diese klassisch konditionierte Reaktion setzte Fincher außer Kraft, denn der smarte Fürst der Finsternis und Larssons leicht reißerische, aber effektive Exkursion in menschliche Abgründe wirkte wie ein Traumpaarung, die den Bestseller auch zu einem Kinophänomen erheben könnte. Tatsächlich ordnet sich Fincher der Vorlage unter, womit keine Sixtinische Kapelle erwartet werden darf, wo Larsson grob vorzeichnete, wohl aber ein namhaft besetzter Thriller für ein Millionenpublikum, der keine Zugeständnisse an die Sehgewohnheiten von Zuschauern macht, die Schlüsselreize im Staccato-Rhythmus serviert bekommen wollen.

In dieser Hinsicht ist die faszinierende, zu einer Coverversion von Led Zeppelins Wikinger-Hymne "Immigrant Song" geschnittene Creditsequenz, die im düster-metallischen Look, mit dickflüssigem Öl, das wie Blut in den Adern der Weltwirtschaft fließt, alle Motive des Films vorwegnimmt, ein Versprechen an das Spektakuläre, das der Film, der den schwedischen Schauplatz beibehält, nicht einlösen will. Denn "Verblendung" passt sich im Erzähltempo dem lähmenden skandinavischen Winter an, lässt sich Zeit in der Entfaltung seiner Geschichte, die sich auf eine detaillierte Ermittlung im Umfeld eines zerrütteten, vergifteten Clans konzentriert, der im Kontrast zur kommunikativen Großfamilie aus Finchers "The Social Network" steht. Steven Zaillians Drehbuch folgt exakt der Vorlage, von Nuancen, Verschiebungen in der Zeitlinie und einer etwas veränderten Auflösung nach dem Showdown einmal abgesehen.

Etwa 75 Minuten vergehen, bis "Verblendung" die zwei Hauptfiguren und Handlungsstränge zusammenführt - die Aufklärung des über vier Jahrzehnte zurückliegenden Verschwindens der Großnichte eines Industriellen und den Kampf von Punk-Hackerin Lisbeth Salander um ein selbständiges Leben und gegen einen Vormund, der sie vergewaltigt und finanziell abhängig macht. Die Zusammenarbeit dieses unorthodoxen Teams füllt die zweite Hälfte des Zweieinhalbstünders aus.

Wie schon in der Erstverfilmung gibt es wenige klassische Thrillerelemente, entwickelt sich Spannung aus den Figuren, manchmal nur aus Blicken und natürlich der Lösung einer grausamen Mordserie. Finchers Inszenierung ist elegant, aber stets ökonomisch und nie plakativ - gerade auch in den harten Szenen, die nicht ausgespart werden. Ein Plus gegenüber der skandinavischen Verfilmung ist der Verstörung betonende elektronische Score und die etwas sanftere Zeichnung von Rooney Maras stark gespielter Protagonistin, die rotzig und abweisend, aber auch offener in ihren Gefühlen ist. Mit Daniel Craig, viriler als Mikael Nyqvist, bildet sie ein Paar, das auch in dieser Adaption eine Attraktion ist. kob.

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Darsteller:  Daniel Craig   als Mikael Blomkvist
  Rooney Mara   als Lisbeth Salander
  Christopher Plummer   als Henrik Vanger
  Stellan Skarsgård   als Martin Vanger
  Steven Berkoff   als Frode
  Robin Wright   als Erika Berger
  Yorick van Wageningen   als Bjurman
  Joely Richardson   als Anita Vanger
  Embeth Davidtz   als Annika Giannini
  Goran Visnjic   als Dragan Armansky
 
Regie:  David Fincher  
Drehbuch:  Steven Zaillian  
Produzent:  Cean Chaffin  
  Scott Rudin  
  Søren Stærmose  
  Ole Søndberg  
Koproduzent:  Berna Levin  
  Eli Bush  
Ausf. Produzent:  Steven Zaillian  
  Mikael Wallén  
  Anni Faurbye Fernandez  
Buchvorlage:  Stieg Larsson  
Kamera:  Jeff Cronenweth  
Schnitt:  Kirk Baxter  
  Angus Wall  
Musik:  Trent Reznor  
  Atticus Ross  
Produktionsdesign:  Donald Graham Burt  
Kostüme:  Trish Summerville  

Mark Wahlberg nimmt die "Headhunters" ins Visier

Thriller aus dem hohen Norden haben Konjunktur in Hollywood. "Reykjavik-Rotterdam" wurde zu "Contraband" adaptiert, jetzt sind die "Headhunters" dran. Drahtzieher bei beiden Filmen: Mark Wahlberg!

Großansicht "Contraband", "Headhunters": Mark Wahlberg liebt Thriller aus dem hohen Norden (Foto: Universal)

"Contraband", "Headhunters": Mark Wahlberg liebt Thriller aus dem hohen Norden (Foto: Universal)

Noch bevor in wenigen Tagen - am 15. März - in den deutschen Kinos die Verfilmung des Jo Nesbø-Bestsellers "Headhunters" anläuft, steht fest: Den Stoff wird es ein zweites Mal geben, diesmal made in Hollywood.

"Ich habe "Headhunters" gesehen. Dieser norwegische Film zählt zum besten, was ich seit sehr langer Zeit gesehen habe", zeigt sich Mark Wahlberg beeindruckt. Ich habe mit dem Regisseur gesprochen und dem Studio, das die Rechte hält. Schauen wir mal, wohin uns das führt."

Es wird Mark Wahlberg sehr schnell zu seinem nächsten Projekt führen. Er hat bereits erfolgreich einen Thriller aus dem hohen Norden nach Hollywood exportiert: "Contraband" - ebenfalls ab 15. März bei uns in den Kinos - ist das Remake des isländischen Films "Reykjavik - Rotterdam: Tödliche Lieferung" und hat in den USA schon über 65 Millionen Dollar eingespielt.

Hollywood greift zu: Exportschlager Euro-Kino

Summit, das Studio, welches bereits im vergangenen Herbst die Rechte an "Headhunters" erworben hat, dürfte mit dieser Referenz Wahlberg nicht nur die Hauptrolle, sondern auch die Produktion überlassen.

Das Interesse Hollywoods an europäischen Stoffen ist groß, jedoch produziert man sie lieber neu, als die Originale zu vermarkten. Das amerikanische Publikum schätzt keine Synchronfassungen, zudem sind die Darsteller meist zu unbekannt. Zuletzt wurde mit "Verblendung" so verfahren, dem ebenfalls ein Original aus Skandinavien zugrunde liegt.

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Daniel Craig

Am 14. Oktober 2005 übernahm er, standesgemäß per Schnellboot auf der Themse zur Pressekonferenz in London eintreffend, als sechster...

Star

Rooney Mara

* 17.04.1985

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