The Social Network (2010)

The Social Network Poster
Nicht mehr im Kino.
Userwertung (0)
  1. Ø 0
Kritikerwertung (2)
  1. Ø 4.3

Filmhandlung und Hintergrund

The Social Network: Atemloses Porträt der Entstehung von Facebook - und zugleich ein großartiges Sittengemälde der Nullerjahre.

Es ist ein vermeintlich ganz normaler Herbstabend des Jahres 2003 in Harvard, als sich der unscheinbare Student Mark Zuckerberg, ein regelrecht begnadeter Computerprogrammierer, hinsetzt, um an einer neuen Idee zu feilen. Er erschafft das soziale Netzwerk Facebook, das binnen kürzester Zeit ein Sensationserfolg wird, eine Revolution in Sachen Kommunikation. Sechs Jahre später ist Zuckerberg der jüngste Milliardär der Welt – und hat nicht nur Fans: Mitstudenten wollen etwas vom Kuchen abhaben, weil sie die Idee zu Facebook vor Zuckerberg gehabt haben wollen.

Nachdem er von seiner Freundin den Laufpass erhalten hat, setzt sich Mark Zuckerberg, ein begnadeter Computerprogrammierer, in Harvard hin, um an einer neuen Idee zu feilen. Er erschafft das soziale Netzwerk Facebook, das binnen kürzester Zeit ein Sensationserfolg wird, eine Revolution in Sachen Kommunikation. Sechs Jahre später ist Zuckerberg der jüngste Milliardär der Welt – und hat nicht nur Fans: Mitstudenten wollen etwas vom Kuchen abhaben, weil sie die Idee zu Facebook noch vor Zuckerberg gehabt haben wollen.

Videos und Bilder

Auf DVD & Blu-ray (2)

Kritiken und Bewertungen

So werten die User (0)
5
 
0 Stimmen
4
 
0 Stimmen
3
 
0 Stimmen
2
 
0 Stimmen
1
 
0 Stimmen
So werten die Kritiker (2 Stimmen)
5
 
1 Stimme
4
 
1 Stimme
3
 
0 Stimmen
2
 
0 Stimmen
1
 
0 Stimmen

Wie wertest Du? Klicke auf einen der Sterne:

Kritikerrezensionen

  • Was für ein ödes Thema... und was für ein großartiger Film. „The Social Network“ ist ein sicherer Kandidat für die diesjährige Bestenliste.
  • David Fincher nutzt sein packendes Porträt von Facebook-Erfinder Zuckerberg zu einer fiebrigen Gesellschaftsstudie um Geltungssucht, Macht und die Welt des schönen Scheins.

    Schon einmal war es David Fincher, zuletzt in den Kinos erfolgreich mit “Der seltsame Fall des Benjamin Button”, gelungen, mit einem Film ein ganzes Jahrzehnt zu definieren: “Fight Club” umriss die Neunzigerjahre in einem Rundumschlag gegen die Götzen der modernen Konsumgesellschaft als Ära der Entmannung und ließ buchstäblich die Säulen der Zivilisation zusammenstürzen. “The Social Network” seziert nun, nach einem kongenialen Drehbuch von “West Wing”-Schöpfer Aaron Sorkin, die Dekade Bush: Vordergründig das Porträt von Facebook-Erfinder Mark Zuckerberg, der mit Mitte Zwanzig Milliardär, aber kein bisschen weniger einsam wird, ist die rasende Abrechnung mit dem Mikrokosmos Harvard tatsächlich eine moderne, unbedingt relevante Variation von “Der Schatz der Sierra Madre”, kein Krimi also, mit kaum vordergründiger Action und wenig Spielraum für visuelle Kapriolen, sondern eine elektrisierende Studie der Bestie Mensch, ein Spiel vorwiegend um Geld, Macht und Geltungssucht innerhalb einer kleinen elitären Gemeinschaft – vorgetragen im rasenden Sprechtempo der Screwball-Comedies eines Howard Hawks und doch überhaupt nicht zum Lachen.

    Seinen Anfang nimmt “The Social Network” im Herbst 2003 mit einem intellektuellen Streitgesprächsmarathon zwischen Harvard-Student Mark (Jesse Eisenberg) und dessen Freundin Erica (Rooney Mara, ist nun auch die Lisbeth Salander in Finchers “Verblendung”), die im Thirsty Scholar Pub aneinandergeraten und an dessen Ende sie ihm den Laufpass gibt. Kurz darauf sitzt das Computergenie am PC in seiner Studentenbude und beginnt mit der Arbeit an einem Netzwerk zu arbeiten. Was als Uni-interner Bubenstreich “Bewerte das Aussehen deiner Kommilitoninnen” beginnt, entwickelt sich in verblüffendem Tempo zu einem internationalen Forum, auf dem sich Millionen Menschen austauschen, ihre kleinen Freuden und Leiden des Alltags teilen und neue “Freunde” gewinnen. Der gigantische Erfolg macht Zuckerberg zwar zum jüngsten Milliardär aller Zeiten, aber nicht alle seine 500 Millionen Facebook-User sind ihm wohlgesonnen.

    Auch dem Publikum des Films wird es schwerfallen, den Protagonisten als Helden zu sehen. Dieser Zuckerberg ist ein sozial inkompetenter Nerd, ein geniales Arschloch, dem man am liebsten aus dem Weg gehen möchte. Eisenberg spielt ihn höchst apathisch, fast schon autistisch. Er ist das Kind des “Fight Club”, ein hagerer, androgyner, regelrecht asexueller Spargel, wie die Figuren um ihn herum förmlich seines Körpers beraubt: Der künftige “Spider-Man” Andrew Garfield als Marks Mitstreiter Eduardo Saverin, der später von ihm ausgebootet wird, und Justin Timberlake als Napster-Erfinder, Lebemann und Drogenpartytier Sean Parker stehen dem Hauptdarsteller in nichts nach. Filigran arbeitet Fincher mit verschiedenen Zeitebenen, springt immer wieder zwischen aktueller Gerichtsverhandlung und den Facebook-Anfängen hin und her, womit er sich die Aufmerksamkeit des Publikums sichert. Bei dem virtuos inszenierten berühmten Ruderrennen zwischen Oxford und Cambridge, das die Winklevoss-Brüder, die Zuckerberg später verklagen werden, knapp verlieren, lässt der Regisseur sein Talent in puncto Zusammenspiel von Musik, Bild, Bildbearbeitung und Schnitt aufblitzen. Wenn am Ende die Assistentin des Anwalts zu Zuckerberg sagt, “Sie sind kein Arschloch, Sie kommen nur so rüber”, dann weiß man zwar immer noch nicht viel mehr über Facebook und seinen Erfinder. Dafür hat Fincher aber die ultimative Studie einer modernen Gesellschaft abgeliefert, einen Film, der den Finger nicht näher am Puls der Zeit haben könnte und doch von einer allgemeingültigen Brillanz ist, wie man sie im kontemporären Kino nicht oft findet. bf.
  • Spannend wie einen Krimi hat Regisseur David Fincher die Geschichte der Entstehung des globalen Online-Netzwerks Facebook inszeniert. Das Drehbuch von Aaron Sorkin basiert auf dem Buch „The Accidental Billionaires“ von Ben Mezrich und rekapituliert anhand der juristischen Auseinandersetzungen, denen sich der Netzwerk-Gründer Mark Zuckerberg stellen musste, wie ein paar junge Harvard-Studenten die soziale Kommunikation im Internet revolutionierten. Aus einem Netzwerk, das Anfang 2004 noch auf die Harvard-Universität beschränkt war, wurde bis heute ein Portal mit 500 Millionen Nutzern weltweit. Dieser Erfolg machte Zuckerberg zum jüngsten Milliardär der Welt, doch in diesem Film erscheint sein Aufstieg gepflastert mit Intrigen und zwischenmenschlichen Verlusten.

    Die Wirklichkeit mag anders gewesen sein – in diesem Film jedenfalls hat die Gründung des sozialen Netzwerks mit einem Beziehungsproblem zu tun. Der Harvard-Anfänger Mark Zuckerberg streitet sich mit seiner Freundin Erica, die sich von ihm trennt. Der junge Mann zieht über Erica in seinem Blog her. Rache also, die ihn auch zu der Idee inspiriert, Fotos von Studentinnen für ein Ranking durch Kommilitonen online zu stellen. Jesse Eisenberg spielt diesen Computerspezialisten als einen Einzelgänger, der in Schlappen herumläuft, als einen hochbegabten, unerschrockenen Sonderling, der im Laufe des Films eiskalte Züge bekommt. Zuckerberg ist in dieser Darstellung weniger auf finanziellen Erfolg aus, als auf Prestige. Vielleicht sogar will er es hauptsächlich Erica, gespielt von Rooney Mara, zeigen und sie zurückgewinnen.

    Fincher hält sich nicht lang mit Zuckerbergs Mitstreitern auf, lediglich sein Freund, Facebook-Finanzier und späterer Gegner Eduardo Saverin erhält eine wichtige Rolle. Andrew Garfield spielt den Charakter als sympathische Person auf verlorenem Posten, denn Zuckerberg betrachtet ihn nicht als gleichberechtigten Partner und später hat er auch noch den schillernden Sean Parker, Gründer der damals bereits abgeschalteten Musiktauschbörse Napster, als mächtigen Gegner. Justin Timberlake bringt als Parker, der mit seinen rauschenden Geschäftsideen Zuckerberg begeistert, Glamour und Schärfe in den Film.

    Dieses ungleiche Trio expandiert mit Facebook von Uni zu Uni bis nach Europa. Es gibt rätselhafte Intrigen, der Ruf einzelner Beteiligter wird durch Indiskretionen geschädigt. Saverin steht auf einmal als Tierquäler da und weiß nicht, wer ihm das angehängt hat, später stolpert Parker über seine Ausschweifungen, die nicht länger privat bleiben. Symbolhaft stehen diese Rufschädigungen wohl für die Gefahren, die auch von Plattformen im Internet ausgehen, auf denen Menschen ihren privaten Bereich öffnen und Gerüchte verbreitet werden können.

    Fincher konstruiert die Handlung wie einen Thriller. Er schneidet kurze Szenen aus juristischen Auseinandersetzungen, die gegen Zuckerberg angestrengt wurden, gegen Rückblenden, in denen das geschieht, worüber jetzt die Anwälte streiten. Wenn sich die Studenten auf Partys, in der Cafeteria treffen, erklingt eine beinahe unheimliche, kühle Filmmusik, die noch dem harmlosesten Geschehen eine dramatische Zielstrebigkeit unterlegt. Dabei rückt die Frage in den Mittelpunkt, wie dieser Mensch Zuckerberg eigentlich tickt, der wie ein Schachspieler seine Züge ohne Rücksicht auf andere setzt. Dieses psychologisierende Porträt wirkt jedoch einseitig und auch die Perspektive, die Entstehung von Facebook als Geflecht aus kühlem Kalkül und egoistischen Absichten zu betrachten, erscheint subjektiv.

    Fazit: Fincher inszeniert die Geschichte von Facebook mit atemberaubender Spannung und porträtiert den Gründer Mark Zuckerberg als berechnenden Einzelgänger.
Alle ansehen

Darsteller und Crew

News und Stories

Kommentare

Liebe Nutzer, wir überarbeiten unser Kommentarsystem um es in Zukunft noch nutzerfreundlicher und weiter zugänglich zu machen. Bitte habt noch etwas Geduld mit uns, wir werden es euch dann bald an dieser Stelle zur Verfügung stellen.