Jon Abrahams
Shannon Elizabeth
Cheri Oteri
Regie: Keenen Ivory Wayans
Verleih: Highlight (Central)
Drei Teenagerpärchen sind verantwortlich für den Tod eines Mannes auf einsamem Highway. Im Sommer darauf macht ein Killer den Campus ihrer Schule unsicher - und hat es offensichtlich auf die sechs Jugendlichen abgesehen. Vor allem die spröde Jungfer Cindy wird wiederholt attackiert, so dass sie den Verdacht nicht abschütteln kann, der Killer käme aus ihrem unmittelbaren Bekanntenkreis.

Aus dem Weg, Farrelly-Brüder, jetzt kommt die Wayans-Sippe! Was sich Fox für den Carrey-Klamauk "Ich beide & sie" erhofft hatte, gelang jetzt der "SNL"- und "In Living Color"-gestählten Wayans-Komikerfamilie mit ihrer aggressiv anzüglichen Lachattacke, einer. hochexplosiv komischen Fusion aus Teenhorrorparodie und Sexklamotte. Nicht nur eröffnen sie damit dem Mainstream neue krudeste Humorhorizonte, sondern landeten mit einem Einspiel von 42,5 Mio. Dollar das beste Startergebnis überhaupt eines Films mit R-Rating, nachdem Miramax den Film in weiser Voraussicht vom geplanten Aprilstart in den Sommer verlegt worden war.
Eine Parodie auf den längst legendären "Scream"-Prolog mit Drew Barrymore läutet die Gagoffensive ein und gibt bereits offenherzigen Aufschluss, dass den Filmemachern in Folge so gut wie nichts als unantastbar gilt. Drew "Barrymore" Decker (Busenbomber Carmen Elektra) telefoniert mit dem Killer (Markenzeichen: schwarzes Cape und "Der Schrei"-Maske) und macht dabei keinen großen Wind, ihren Blähungen und selbstironischen Seitenhieben freien Lauf zu lassen. Als der Mörder ihr sein Messer in die Brust sticht, muss er schockiert feststellen, dass er ein Brustimplantant aufspießt. Weiter geht es in der insgesamt sechs Drehbuchautoren (darunter die beiden auch vor der Kamera agierenden Wayans-Brüder Shawn und Marlon) zugeschriebenen Story mit der Vorstellung von drei Highschool-Pärchen (die, wie clever angemerkt wird, in bester Hollywood-Tradition von Schauspielern in ihren Zwanzigern und Dreißigern gespielt werden) vorzustellen. Da wäre die spröde Jungfer à la Neve Campell und ihr halbwegs geduldiger Freund, die biestige Sexbombe Buffy und ihr anatomisch zu kurz gekommener Sportass-Anhang sowie die stereotyp bärbeißige Schwarze und ihr Football spielender Lover, der sich über seine sexuelle Identität im Unklaren ist. Sie alle teilen sich ein dunkles "Ich weiß, was Du letzten Sommer getan hast"-Geheimnis und werden einer nach dem anderen vom Killer heimgesucht.
Zwischen den Metzelszenen wechselt Regisseur Keenen Ivory Wayans, der sein Debüt mit der liebevollen Blaxploitation-Parodie "Ghetto Busters" gab, vergnügt-munter vulgäre Obzönitäten (ein erigierter Penis kommt als Waffe zum Einsatz) mit grotesken visuellen Gags (eine Turnlehrerin lässt buchstäblich ihre Männlichkeit heraushängen) und Schüttelreflex erzeugenden Ekelhaftigkeiten (sturzbachartig tropfender grüner Rotz) ab.. "Scary Movie" (einst der Arbeitstitel für den Original-"Scream") baut stark auf dem Film auf, der Ende 1996 die Renaissance des Teenhorror auslöste. Fehlen dürfen auch die obligatorischen Popkulturreferenzen (Szenen aus z.B. "Matrix", "Amistad", "The Sixth Sense" und "Blair Witch Project" werden im Stile der frühen Zucker-Abrahams-Zucker-Filme parodiert) und augenzwinkernde Verballhornungen der postmodernen "Scream"-Plaudereien nicht. Die Figuren von David Arquettes Sheriff und von Courteney Cox-Arquettes Reporterin werden von der Wayans-Rasselbande dem ätzendsten Satirebad ausgesetzt, indems sie als der analfixierte zurückgebliebene Hilfscop Doofy und die ehrgeizige TV-Schlampe Gail Hailstorm spöttisch zu neuem Leben erweckt werden. Auch wenn sich die meisten Gags weit unter dem Radar des guten Geschmacks bewegen, gelingt den Filmemachern eine erstaunlich hohe Anzahl von ansteckend albernen Treffern. So unwiderstehlich und ansteckend ist die trotz allem gute Laune des Films, dass auch in Deutschland ein Smashhit garantiert ist, wenn ab Oktober die Kunst des fürchterlichen Lachens gelehrt wird. ara.
| Darsteller: | Jon Abrahams | als Bobby | |
|---|---|---|---|
| Shannon Elizabeth | als Buffy Gilmore | ||
| Cheri Oteri | als Gail Hailstorm | ||
| Anna Faris | als Cindy Campbell | ||
| Regina Hall | als Brenda | ||
| Lochlyn Munro | als Greg | ||
| Dave Sheridan | als Doofy | ||
| Marlon Wayans | als Shorty Meeks | ||
| Dan Joffre | als Kenny | ||
| Carmen Electra | als Drew Decker | ||
| Shawn Wayans | als Ray | ||
| Kurt Fuller | als Sherrif | ||
| David L. Lander | als Principal Squiggy | ||
| Marissa Jaret Winokur | als Jill | ||
| Mark Hoeppner | als The Slave Master | ||
| Keenen Ivory Wayans | |||
| Regie: | Keenen Ivory Wayans | ||
| Drehbuch: | Shawn Wayans | ||
| Marlon Wayans | |||
| Buddy Johnson | |||
| Phil Beauman | |||
| Jason Friedberg | |||
| Aaron Seltzer | |||
| Produzent: | Eric L. Gold | ||
| Lee R. Mayes | |||
| Koproduzent: | Lisa Suzanne Blum | ||
| Ausf. Produzent: | Cary Granat | ||
| Brad Grey | |||
| Peter Safran | |||
| Peter Schwerin | |||
| Bob Weinstein | |||
| Harvey Weinstein | |||
| Bo Zenga | |||
| Kamera: | Francis Kenny | ||
| Schnitt: | Mark Helfrich | ||
| Produktionsdesign: | Lawrence F. Pevec | ||
| Kostüme: | Darryle Johnson | ||
In der sexy Komödie "House Bunny" spielt "Scary Movie"-Star Anna Faris ein Playboy-Bunny, das einer Gruppe von weltfremden College-Mädchen etwas über das andere Geschlecht beibringt.
Die Zeit in der Playboy-Villa ist für Shelley vorbei - mit 27 ist sie zu alt (Foto: Sony Pictures)
» Wie würden Sie Ihre Figur, das Playboy-Bunny Shelley beschreiben?
ANNA FARIS: Shelley ist nicht besonders kompliziert. Sie ist eine sehr optimistische Person, die versucht, aus jeder Situation das Beste zu machen. Sie ist freundlich und hilfsbereit. Sie ist nicht das hellste Köpfchen, aber sie hat ein gutes Herz.
» Was erlebt Shelley im Film?
Ich denke der Film überrascht, weil man früh erkennt, dass Shelleys Prioritäten ein bisschen daneben sind. Sie ist fest davon überzeugt, dass ein gutes Aussehen und attraktive Männer das Wichtigste im Leben sind. In der Studentenverbindung ist sie dann von Mädels umgeben, die intelligent und unabhängig sind und andere Pläne haben. Sie wollen etwas aus ihrem Leben machen und ihre Karrieren sind ihnen wichtiger als Männer. Allerdings haben sie wenig Selbstvertrauen. Shelley verhilft ihnen dazu, fantastisch auszusehen und möchte ihre Prioritäten ändern, damit sie zu ihren eigenen passen. Letztendlich aber erkennt sie, dass es wichtigere Sachen im Leben gibt als die Fähigkeit, Männer anzumachen.
An der Uni unterrichtet das Bunny ein paar graue Mäuschen im "sexy sein" (Foto: Sony Pictures)
» Wie war es, in der echten Playboy-Villa zu drehen?
Es war unglaublich und wunderbar! Es war anfangs sehr einschüchternd, sehr überwältigend und unwirklich. Es gibt strenge Sicherheitsvorkehrungen, heiße Mädels wo man auch hinschaut. In dem tollen Garten sind Pfauen und Affen, und alles ist wunderschön. Hugh Hefner trug natürlich seinen Pyjama.
Ich konnte nicht glauben, dass ich wirklich da war - während wir die Szenen drehten, fühlte ich mich wie in einem Traum. Es hat unheimlich Spaß gemacht. Es war toll, die Mädels kennen zu lernen, die dort leben. Sie waren liebenswert, schlau und freundlich. Ich hatte wirklich eine tolle Zeit.
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