In seinem vierten Abenteuer macht sich Captain Jack Sparrow an Bord des Schiffes von Schwarzbart auf die Suche nach dem Quell ewiger Jugend. http://images.kino.de/flbilder/max11/auto11/auto16/11160202/b150x150.jpg Pirates of the Caribbean - Fremde Gezeiten

Filmdetails

Pirates of the Caribbean - Fremde Gezeiten 3D-Kino

In seinem vierten Abenteuer macht sich Captain Jack Sparrow an Bord des Schiffes von Schwarzbart auf die Suche nach dem Quell ewiger Jugend.


Pirates of the Caribbean - Fremde Gezeiten
Start: 19.05.2011

Originaltitel: Pirates of the Caribbean: On Stranger Tides

Abenteuer / Fantasy

USA 2011
Laufzeit: 136 Min.
FSK: ab 12 Jahre

Johnny Depp
Penélope Cruz
Geoffrey Rush

Regie: Rob Marshall
Verleih: Walt Disney

Bogey - Box Office Germany Award
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Inhalt

Der mal wieder Schiffslose Captain Jack Sparrow stößt in London auf eine ehemalige Flamme, der er einmal das Herz gebrochen hat. Die attraktive Angelica hat sich als Jack Sparrow verkleidet, um ihn her zu locken. Denn nur er weiß, wo die Quelle der ewigen Jugend zu finden ist. Sie will sie zusammen mit dem berüchtigten Piraten Blackbeard zuerst erreichen. Auch die englische und spanische Krone ist hinter der Quelle her. Ein Wettlauf beginnt.


Kritik

Pirates of the Caribbean - Fremde Gezeiten

Jack is back. Nicht mehr ganz so wild, sondern in etwas konventionelleren Bahnen bewegt sich das Piraten-Franchise in seiner vierten Ausgabe, die Abenteuer und Slapstickspaß weiter großschreibt.

Natürlich handelt es sich klar um eine Fortführung der extrem erfolgreichen Disney-Film-Reihe, aber auch um einen kleinen Neuanfang. Sind Keira Knightley und Orlando Bloom doch nicht mehr an Bord und hat Regisseur Gore Verbinski das Steuer an den für "Chicago" und "Geisha" bekannten Rob Marshall übergeben. So konzentriert sich "Fremde Gezeiten" auf die Romanze bzw. Rivalität von Johnny Depps Captain Jack Sparrow und seiner neu eingeführten alten Flamme Angelica, gespielt von Penelope Cruz, die nicht nur sexy aussieht, sondern auch ihr komödiantisches Talent beweist.

Das Abenteuer macht immer noch Riesenspaß. Die Verrücktheiten in der kaum nennenswerten Story sind zwar weniger geworden, dafür sind Sparrows Spleens und Eigenheiten weiter in den Vordergrund gerückt. Er könnte ein eigenes Ministry of Silly Walks eröffnen. Johnny Depps entspannt überkandidelte Performance trägt durch die Episoden. Die erste spielt in London, wo er mal wieder als Captain ohne Schiff anfängt und auf seiner rasanten Flucht, die einen königlichen Kronleuchter und Fahnenmast einschließt, er in der Kutsche von Judi Dench landet und ihr einen Kuss aufdrückt. Bereits diese Sequenz bestätigt, dass man dem Erfolgsrezept, rasantes Abenteuerkino mit Slapstick zu kombinieren, treu bleibt. Sparrows Look mit Hut und Zöpfchen ist auch über die Jahre gleich geblieben. Der Kajallidstrich ist noch genauso dick wie in den Vorgängerfilmen, nur die Augenringe sind vielleicht ein klein wenig tiefer geworden. Sie sind nichts im Vergleich zu denen von Sparrows Vorbild und Vaterfigur Keith Richards. Deren kurzes Zusammentreffen featurt einen der witzigsten, auch selbstironischen One-Linern des Films. Die köstlichen Sprüche sitzen auch in den Streitereien zwischen Jack und Angelica und zwischen Jack und Geoffrey Rushs Barbossa perfekt. Der hat seit dem letzten gemeinsamen Abenteuer zwar ein Bein verloren hat, aber nicht seinen maliziösen Witz.

Ein neues Spielzeug für die Macher des Franchise ist 3D. Die Technik wird gerade in den recht originellen Kampfsequenzen oder beim Dschungeltrip mit seiner wuchernden Natur genutzt. Die Bilder lösen allerdings nicht den Aha-Effekt der perfekten Fisch-Mensch-Masken der Mannschaft des Fliegenden Holländers oder der unter Wasser marschierenden Skelett-Armee aus den Vorgängern aus. Ian McShane ist ein charismatischer neuer Bösewicht, dessen Bartzöpfe bei seinem ersten Auftritt brennen, als wäre er gerade der Hölle entstiegen. Die neu eingeführten Meerjungfrauen sind, nachdem sie als wütender Vampirmob überrascht haben, schnell gezähmt. Eine (Astrid Berges-Frisbey) von ihnen darf ihre Modelgesichtszüge noch länger der Kamera und einem Missionar (Sam Claflin) zuwenden. Ganz ohne junge Liebende wollten Jerry Bruckheimer und Walt Disney ihr Piratenabenteuer dann doch nicht belassen.

Der Look entspricht in etwa dem der Vorgänger, wie Sparrows Lidstrich mit entsprechend kräftigem Farbauftrag- und Kontrasten bei Kostümen und Ausstattung. Üppiges echtes Dschungelgrün und Traumküstenabschnitte gehen nahtlos in von John Myhre (Oscar-prämiert für "Die Geisha") und seinem Team opulent ausgestattete Studiokulissen oder auch Originalschauplätze über. Perfektes Eskapismus-Kino, Fortsetzung folgt. hai.

Pirates of the Caribbean - Fremde Gezeiten

Darsteller:  Johnny Depp   als Captain Jack Sparrow
  Penélope Cruz   als Angelica
  Geoffrey Rush   als Hektor Barbossa
  Ian McShane   als Blackbeard
  Kevin McNally   als Joshamee Gibbs
  Astrid Berges-Frisbey   als Meerjungfrau Syrena
  Sam Claflin   als Philip Swift
  Stephen Graham   als Scrum
  Gemma Ward   als Meerjungfrau Tamara
  Richard Griffiths   als König George II
  Keith Richards   als Captain Teague
  Dame Judi Dench  
 
Regie:  Rob Marshall  
Drehbuch:  Ted Elliott  
  Terry Rossio  
Produzent:  Jerry Bruckheimer  
Ausf. Produzent:  John Deluca  
  Ted Elliott  
  Chad Oman  
  Terry Rossio  
Buchvorlage:  Tim Powers  
Kamera:  Dariusz Wolski  
Schnitt:  David Brenner  
  Michael Kahn  
  Wyatt Smith  
Musik:  Hans Zimmer  
Produktionsdesign:  John Myhre  
Kostüme:  Penny Rose  

Orlando Bloom will zurück zu "Fluch der Karibik"

Ruf mich an, Jerry!

Großansicht Orlando Bloom würde gerne wieder die Segel setzen in "Fluch der Karibik 5" (Foto: Walt Disney)

Orlando Bloom würde gerne wieder die Segel setzen in "Fluch der Karibik 5" (Foto: Walt Disney)

Dieser Kommentar von "Herr der Ringe"-Star Orlando Bloom geht eindeutig in Richtung Produzentenpapst Jerry Bruckheimer, dem Mastermind hinter den "Fluch der Karibik"-Filmen: "Ich war traurig, dass ich ihm vierten Film nicht dabei war und vermisse die Arbeit daran - wenn sie mich zurück haben wollen würden, wäre ich natürlich sofort bereit!", verkündet Orlando Bloom in Hollywood.

Bloom hatte in den ersten drei "Fluch der Karibik"-Filmen als Will Turner die schöne Keira Knightley alias Elizabeth Swann angeschmachtet. Als es dann an den vierten Film "Fremde Gezeiten" ging, zickte Orlando aber gewaltig: Er sei fertig mit der Rolle als Will Turner und außerdem sei dessen Piraten-Geschichte mit "Am Ende der Welt" inhaltlich fertig erzählt.

Doch danach lief Orlando Blooms Karriere nicht ganz so weiter wie vielleicht gedacht. Seine Auftritte im Episodenkunstwerk "New York, I Love You" oder in der Esoterik-Dramödie "Sympathy for Delicious" sahen nur Arthouse-Fans oder Festival-Besucher. Und im großen Blockbuster "Die drei Musketiere" war Orlando Bloom zwar als Fiesling Buckingham mit von der Partie, die Rollen als Titelhelden heimsten aber jüngere Kollegen ein.

Herzensbrecher Will Turner: Anjelica statt Elizabeth?

Auch die Rückkehr nach Mittelerde wird Orly kaum zufriedenstellen: Zwar tritt er in Peter Jacksons "Hobbit"-Filmen als Elb Legolas in jener Rolle wieder auf, wegen der ihm auch heute noch millionen Mädchenherzen zufliegen - doch in der Vorgeschichte zu "Der Herr der Ringe" hat der anmutige Bogenschütze nur einen kurzen Gastauftritt.

Wie praktisch, dass die "Fluch der Karibik"-Reihe dagegen immer neuen Abenteuern entgegen schippert und die Drehbücher dazu recht kurzfristig je nach Verfügbarkeit der Stars geschrieben werden - wobei Johnny Depp als Hauptdarsteller natürlich gesetzt ist! Nach dem Erfolg von "Fremde Gezeiten" sind nun mindestens zwei weitere Abenteuer um Jack Sparrow geplant. Kein Problem, darin auch Will Turner unterzubringen, selbst wenn Keira Knightley weiter bei ihrem "Nein!" bleibt.

Immerhin hat Neuzugang Penélope Cruz als Jacks Ex-Flamme Angelica der Geschichte um den exzentrischen Piratenkapitän neue Impulse verliehen. Wie würde sich Jack ärgern, wenn ihm nun beispielsweise der schöne Will Turner bei seiner Hass-Liebe Anjelica in die Parade führe? Aber vielleicht fällt Jerry Bruckheimer & Co. auch noch etwas viel Besseres ein - sofern sie überhaupt geneigt sind, Orlando Blooms indirekter Aufforderung Folge zu leisten…

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