Schrille, stargespickte SF-Extravaganz von Tim Burton. Unterhaltungssüchtige Aliens okkupieren Nordamerika und sorgen für Stimmung. http://images.kino.de/flbilder/max02/mbiz02/mbiz39/z0239176/b150x150.jpg Mars Attacks!

Filmdetails

Mars Attacks!

Schrille, stargespickte SF-Extravaganz von Tim Burton. Unterhaltungssüchtige Aliens okkupieren Nordamerika und sorgen für Stimmung.


Mars Attacks!
Start: 27.02.1997

Science Fiction / Komödie

USA 1996
Laufzeit: 106 Min.
FSK: ab 12 Jahre

Jack Nicholson
Glenn Close
Annette Bening

Regie: Tim Burton
Verleih: Warner

So werten die bisherigen Besucher:

Gesamt
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Action
Humor
Romantik
Spannung
Anspruch
Besucheransturm: lau
Besucher-
ansturm

Temperatur

lau

Inhalt

Aliens mit einem ausgeprägten Sinn für moderne Unterhaltungskultur sind an strategisch so bedeutenden Plätzen wie Washington und Las Vegas gelandet und bedrohen den weiteren Fortbestand der Menschheit. Präsident, Wissenschaft und Militärs mühen sich um Auswege, doch die finale Rettung der Zivilisation obliegt einem cleveren Teenager.


Kritik

Mars Attacks!

Nach seiner Hommage an den schlechtesten Filmemacher aller Zeiten "Ed Wood" bläst Regisseur Tim Burton ("Batman") mit seiner bizarr-überdrehten Alien-Invasions-Extravaganz zum Angriff auf die amerikanische Popkultur. Das Aufeinanderprallen der amerikanischen Bevölkerung ,verkörpert von einer sensationellen Besetzungsriege, mit den von ILMs ausgefeilten Computergraphiken generierten grünen Marsmännchen zollt den Sci-fi-B-Movie-Klassikern der fünziger und sechziger Jahren augenzwinkernden Tribut und parodiert nicht zuletzt ausgiebig "ID4".

Die 1962 erschienen, doch aufgrund ihrer gewalttätigen Darstellungen bald wieder eingezogenen und somit extrem raren Topps-Sammlerkarten unter dem programmatischen Titel "Mars Attacks!" dienten dem Drehbuchautoren Jonathan Gems als irrwitzige Inspiration. Die simple Story verfolgt die Ereignisse nach einer Alienlandung in Washington, Las Vegas und einem Nest in Kansas, deren Tiefgang von Regisseur Burton mit einer Episode von "Love Boat" (US-Pendant zu "Das Traumschiff") verglichen wird. Es ist die ausgesprochen vielfältige Palette an schrillen Charakteren und die faszinierend unflätigen, kompromißlos destruktionsverliebten Außerirdischen, die ein in sich hermetisch abgeriegeltes Ultrakitsch-Universum voller zynisch-spitzer Humorattacken entstehen lassen, was vom Sneak-Preview-Publikum in den USA immer wieder mit euphorischem Szenenapplaus bedacht wurde. Entsprechend cheesy ist auch die obskure Optik der kleinen grünen Marsmännchen, die über grüne Totenkopfgesichter mit inquisitorischen Kulleraugen und aufgeblähter Gehirnmasse auf dürren, kleinen "Beavis & Butt-Head"-artigen Körpern verfügen. Sie geben enervierendes entenähnliches Gequacke von sich und pulversieren mit ihren Ray Guns friedliebende Hippies, New-Age-Spinner, Kongressabgeordnete und Militärangehörige. Die hinterlistigen Hirnies verschaffen sich sogar in Gestalt des kurvenreichen Marsmädchens (Burtons Lebensgefährtin Lisa Marie) Zugang zum weißen Haus. Dort regiert als optimistischer amerikanischer Präsident Jack Nicholson, der zudem einen glamourösen Redneck-Immobilienhai mimt. An seiner Seite echauffiert sich Glenn Close als First Lady, Rod Steiger verkörpert einen Eisenkopf- General der "Dr. Strangelove"-Schule, Pierce Brosnan debattiert als pfeifekauender Professor, Martin Short hat als Pressesekretär Schwierigkeiten, seinen Hormonhaushalt unter Kontrolle zu halten, und Michael J. Fox ist ein Yuppiereporter, der mit seiner Freundin, der ebenso modischen wie hohlköpfigen TV-Journalistin Sarah Jessica Parker, in Konkurrenz steht. In Las Vegas erfreut Danny DeVito als frivoler Casinogast, Annette Bening als spirituelle Spirituosenliebhaberin, Blaxploitation-Star und Schwergewichtsboxer Jim Brown schlägt sich mit den Marsmännchen auf die altmodische Art, und die Loungecore-Legende Tom Jones spielt sich selbst! Der Schlüssel zur Rettung der Erde findet sich jedoch bei einem Teenager (Lukas Haas) und seiner unschuldig-unbedarften Großmutter (Sylvia Sidney) in Kansas.

Wie man es von einem Tim-Burton-Film erwartet, ist das Produktionsdesign (von Wynn Thomas) innovativ und stylisch ausgefallen, und für die atmosphärischen Space-Klänge ist wie gewohnt der Meister makabrer Melodien, Danny Elfman, zuständig. Auch das Budget tummelt sich mit ca. 80 Mio. Dollar in atmosphärischen Höhen. Kein Anlaß für Kopfschmerzen: Die wahnwitzig-gigantomanische Sci-fi-Persiflage, die den Standard für die Armada von Genrestoffen für das Jahr 1997 setzt, sollte sich mühelos in den Orbit der Camp-Kultklassiker katapultieren. ara.

Mars Attacks!

Darsteller:  Jack Nicholson   als Präsident Dale / Art Land
  Glenn Close   als First Lady Marsha Dale
  Annette Bening   als Barbara Land
  Pierce Brosnan   als Professor Donald Kessler
  Danny DeVito   als unhöflicher Spieler
  Martin Short   als Jerry Ross
  Sarah Jessica Parker  
  Michael J. Fox  
  Rod Steiger  
  Lukas Haas  
  Natalie Portman  
  Jim Brown  
  Sylvia Sidney  
  Tom Jones  
  Lisa Marie  
  Christina Applegate  
  Joe Don Baker  
  Pam Grier  
  Paul Winfield  
  Jack Black  
  Brandon Hammond  
  O-Lan Jones  
  Janice Rivera  
  Ray J  
  Brian Haley  
  Jerzy Skolimowski  
  Timi Prulhiere  
  Barbet Schroeder  
 
Regie:  Tim Burton  
Drehbuch:  Jonathan Gems  
Produzent:  Tim Burton  
  Larry Franco  
Kamera:  Peter Suschitzky  
Schnitt:  Chris Lebenzon  
Musik:  Danny Elfman  
Produktionsdesign:  Wynn Thomas  
Kostüme:  Colleen Atwood  

Tim Burton eröffnet eigene Ausstellung mit Winona Ryder

Über 700 Exponate aus der Welt von Tim Burton sind im New York Museum of Modern Art zu bewundern.

Großansicht Skurriler Hit: "Tim Burton's Corpse Bride - Hochzeit mit einer Leiche" (Foto: Warner Home Video)

Skurriler Hit: "Tim Burton's Corpse Bride - Hochzeit mit einer Leiche" (Foto: Warner Home Video)

Die bunte Welt von Filmemacher Tim Burton kann man jetzt in einer Ausstellung im renommierten New York Museum of Modern Art nacherleben. Tim Burton selbst war bei der Eröffnung dabei und brachte neben allerlei Fans, Freunden und Kollegen auch Winona Ryder und Crispin Glover mit. Winona spielte mit Burton im Fantasymärchen "Edward mit den Scherenhänden" und Glover war zuletzt als Herzbube bei "Alice im Wunderland" zu sehen.

Die Retrospektive umfasst mehr als 700 Ausstellungsstücke, darunter Zeichnungen des Regisseurs, Puppen, Fotografien, Storyboards und Kostüme aus seinen berühmtesten Filmen.

Tim Burton im Museum

Der bekennende Fan von Horrofilmen und Comics Tim Burton liebt das Düster-Groteske und hat ein Herz für bizarre Freaks und Außenseitergestalten. Von ihm stammen einige der skurrilsten Werke der Filmgeschichte, wie "Tim Burton's Corpse Bride - Hochzeit mit einer Leiche" oder "Mars Attacks!".

Als nächstes plant Burton, der zur Zeit noch an der Leinwandumsetzung der Vampir-Soap "Dark Shadows" mit seinem Lieblingsstar Johnny Depp sitzt, eine Neuverfilmung des "Glöckners von Notre Dame". Josh Brolin will produzieren und Quasimodo spielen - und Tim Burton führt natürlich Regie.

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