Originaltitel: La Môme
Frankreich/Großbritannien/Tschechien 2007
Marion Cotillard
Sylvie Testud
Pascal Greggory
Regie: Olivier Dahan
Verleih: Constantin
Schon früh träumt die kleine Édith Giovanna Gassion (Marion Cotillard) von einer Karriere als Sängerin, um dem bettelarmen Pariser Stadtteil, in dem sie ihre Eltern Louis (Jean-Paul Rouve) und Annetta Gassion (Clotilde Courau) aufziehen müssen, zu entfliehen. Unter dem Künstlernamen La Môme Piaf ("Kleiner Spatz") gelingt der nur knapp 1,42 Meter großen Chanteuse der Durchbruch, nachdem sie der Nachtclubbesitzer Louis Leplée (Gérard Depardieu) entdeckt hat. Es folgen tragische Romanzen, Alkoholexzesse und Krankheiten.
Eine Frau, die nichts bereut: Edith Piaf (1915-1963), Frankreichs beliebteste Sängerin und Nationalikone, deren Musik stets ihr tragisches Leben widerspiegelte. Ein prächtiges, bewegendes Portrait mit starken Leistungen vor und hinter der Kamera.
Eine einzigartige Karriere - ein bewegender Film. Regisseur Olivier Dahan und Hauptdarstellerin Marion Cotillard errichten Edith Piaf ein filmisches Denkmal.
Bislang schienen spektakuläre Musikerbiografien eine Domäne Hollywoods zu sein. Die Oscars für "Ray" und "Walk the Line" lieferten die offizielle Bestätigung. Doch die legendäre Chansonnière Edith Piaf blieb natürlich einem französischen Filmemacher vorbehalten. Und mit "La vie en rose" bricht Olivier Dahan den amerikanischen Bann.
Seine filmische Annäherung an die ikonenhafte Sängerin und ihr wechselvolles Schicksal entfaltet einen emotionalen Sog, dem sich weder Fans noch Uneingeweihte entziehen können. Auch deshalb, weil die Piaf Höhen des Glücks und Abgründe von Selbstzerstörung und Tragik erlebte, die für sanftere Seelen kaum erträglich gewesen wären.
Wenn die Piaf feierte, gab es keine Zurückhaltung. Mit von Partie: die beste Freundin Mômone (Foto: Constantin)
Dahan konzentriert sich dabei nicht auf einzelne Aspekte, sondern entfaltet in kunstvoll verschachtelten Rückblenden das bewegende Panorama dieser Biografie - von der Kindheit im Bordell über das erbärmliche Leben als Straßenkünstlerin bis hin zu dem dramatischen Verlauf ihrer Erfolgsjahre in Frankreich und den USA.
Natürlich kommen darin die Wendepunkte vor, die jeder Piaf-Verehrer kennt, die tragische Liebesbeziehung zu Box-Weltmeister Marcel Cerdan, der Tod ihrer Tochter oder der Zusammenbruch auf offener Bühne. Der Film zelebriert die klassischen Gesangsnummern bis hin zum überwältigenden Höhepunkt, wenn die vom Krebs Gezeichnete ihr "Non, je ne regrette rien" anstimmt.
Gegensätze ziehen sich an: Nur mit Box-Champion Marcel spürte die Piaf Erfüllung (Foto: Constantin)
Aber wie bei jeder Musikerbiografie hängen Scheitern und Erfolg vom Hauptdarsteller ab. Und Marion Cotillard ("Ein gutes Jahr") gelingt in einem schauspielerischen Parforce-Ritt eine Anverwandlung, die das Etikett 'oscarreif' verdient. Noch sind solche Ehren in der Regel den Darstellern englischsprachiger Filme vorbehalten. Noch.
| Darsteller: | Marion Cotillard | als Edith Piaf | |
|---|---|---|---|
| Sylvie Testud | als Mômone | ||
| Pascal Greggory | als Louis Barrier | ||
| Emmanuelle Seigner | als Titine | ||
| Jean-Paul Rouve | als Louis Gassion | ||
| Gérard Depardieu | als Louis Leplée | ||
| Clotilde Courau | als Anetta Gassion | ||
| Jean-Pierre Martins | als Marcel Cerdan | ||
| Cathérine Allegret | als Louise | ||
| Marc Barbé | als Raymond Asso | ||
| Caroline Sihol | als Marlene Dietrich | ||
| Regie: | Olivier Dahan | ||
| Drehbuch: | Olivier Dahan | ||
| Produzent: | Alain Goldman | ||
| Koproduzent: | Catherine Morisse | ||
| Kamera: | Tetsuo Nagata | ||
| Schnitt: | Richard Marizy | ||
| Musik: | Christopher Gunning | ||
| Produktionsdesign: | Olivier Raoux | ||
| Kostüme: | Marit Allen | ||
| Maske: | Jan Archibald | ||
| Didier Lavergne | |||
| Casting: | Olivier Carbone | ||
Es dauert noch über ein halbes Jahr, bis es wieder heißt: "And the Oscar goes to ...". Tatsächlich aber ist das Rennen um die wichtigste Filmtrophäe längst eröffnet und die "Inglourious Basterds" haben beste Chancen, ziemlich "Glorreiche Bastarde" zu werden.
Die Filmwelt liegt Christoph Waltz zu Füßen - vielleicht auch bald die Academy? (Foto: Universal)
Zugegeben, es ist noch ein wenig früh, darüber zu spekulieren. Doch mit seinem guten Kinostart empfiehlt sich Inglourious Basterds durchaus für die Academy Awards. Selbst eine Oscarnominierung für den auch in den US-Kritiken durch die Bank mit Lob überschütteten Darsteller Christoph Waltz ist denkbar, wenn auch wohl "nur" als bester Nebendarsteller. Denn auch nicht-englischsprachige Schauspieler haben in der schauspielerlastigen Academy ab und zu eine Chance, man denke etwa an Marion Cotillard, die seit ihrem Oscar für La Vie en Rose mit namhaften Regisseuren wie Michael Mann oder Christopher Nolan gearbeitet hat. "Basterds"-Regisseur Quentin Tarantino nennt bislang einen Oscar für das beste Drehbuch für "Pulp Fiction" sein eigen.
Noch tut man sich schwer, die Oscar-Kandidaten auszumachen, die ja klassischerweise ohnehin erst in den folgenden Monaten ins Kino kommen. Ein potenzieller Kandidat ist schon aus dem Rennen: Martin Scorseses Shutter Island, dessen Start gerade kurzerhand auf Februar verschoben wurde. Sollte das Feld der Bewerber ausgerechnet in einem Jahr überschaubar sein, in dem das Feld der Bester Film-Nominierungen auf zehn erweitert wurde?
Sie WAR Edith Piaf! Marion Cottilard, französische Film- und Theaterschauspielerin, hat, seit sie 1998 in das "Taxi" von Samy Nacéri...
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