Originaltitel: Little Big Panda
Deutschland/Belgien/Spanien 2011
Regie: Greg Manwaring, ...
Verleih: NFP (Warner)
Das Volk der Pandas ist in großer Gefahr. Deshalb beschließt der weise Buddha-Bär, nach einem Artgenossen Ausschau zu halten, der die Fähigkeit besitzt, die Pandas zu retten. Die Wahl fällt auf den tollpatschigen kleinen Manchu. Der macht zunächst nicht den Eindruck, als könne er eine Hilfe sein. Doch nach einer abenteuerlichen Reise durch die Wälder Chinas, auf der das Leopardenmädchen Jung Fu und der vorlaute Rote Panda Konfusius seine Begleiter werden, wächst Manchu über sich hinaus und stellt sich der verantwortungsvollen Aufgabe.

Einfach gehaltenes Animationsabenteuer für Kleinkinder mit süßen Tierfiguren, starken "Ice Age"-Anleihen und zweidimensionalen 3D-Effekten.
Nicht aufwändige 3D-Technik und bahnbrechende Computeranimation stehen im Focus dieses mit belgisch-spanischer Hilfe entstandenen deutschen Animationsabenteuers, sondern die Niedlichkeit und Tollpatschigkeit seines Protagonisten, des jungen Pandabären Manchu, der von überirdischen Mächten dazu auserkoren wird, seine Art vor der drohenden Ausrottung zu retten. Freilich bleibt das Thema Natur- und Umweltschutz nur eine Randnotiz, die in einer kurzen Sequenz mit rodenden Baggern ihren Niederschlag findet. Das Regie-Duo Dr. Michael Schoemann ("Hot Dogs - Wau, wir sind reich!") und Greg Manwaring ("Hilfe, ich bin ein Fisch") hat vielmehr locker-leichtes, unbeschwertes Entertainment für den Erstkinogänger im Sinn.
Und so werden sich eben auch in erster Linie Kindergartenkinder und ABC-Schützen an den Abenteuern und Späßen von Manchu und seinen beiden Freunden, einem ängstlichen Leopardenmädchen und einem vorlauten Roten Panda, erfreuen. Dabei dominieren frecher Wortwitz und Klassiker wie die sprichwörtlichen Ausrutscher auf der Bananenschale. So bekommen etwa zwei tumbe Berggorillas, die eine Hängebrücke bewachen, wie die Klitschko-Brüder sprechen und sich am Ende selbst k.o. schlagen, die meisten Lacher. Die simple Story kopiert jene von "Ice Age" und präsentiert neben der Dreier-Figuren-Konstellation auch aus dem berühmten Vorbild bekannte Action-Sequenzen wie sintflutartige Regenfälle und die unvermeidliche Rutschpartie über Schnee und Eis, die in diesem Fall auf Bambushölzern stattfindet. Die Animation selbst ist sehr einfach gehalten, die Farben sind zwar vielfältig, aber bleiben zumeist fahl und blass. Defizite besitzt "Kleiner starker Panda", der außer seinem Titelhelden mit den "Kung Fu Panda"-Abenteuern nichts gemein hat, vor allem bei den Effekten mit Wasser, wo etwa ein reißender Fluss zu einer undefinierbaren schwarz-weißen Masse mutiert. Mehr mag auf europäischer Ebene nicht finanzierbar sein, schmerzt aber dennoch das von den perfekten CGI-Tricks jüngerer Hollywood-Werke verwöhnte Auge des Betrachters. In seiner Pressenotiz vermerkt der Verleih, dass "Kleiner starker Panda" zum sensationellen Publikumsrenner in China wurde. Dieser Erfolg ist dem Film auch für den deutschen Raum zu wünschen. lasso.
| Regie: | Greg Manwaring | ||
|---|---|---|---|
| Dr. Michael Schoemann | |||
| Drehbuch: | Jörg Tensing | ||
| Produzent: | Dr. Michael Schoemann | ||
| Koproduzent: | Hilari Pujol | ||
| Daniel Zimmermann | |||
| Ausf. Produzent: | Frank Hübner | ||
| Adrian Politowski | |||
| Gilles Waterkeyn | |||
| Hua Shen | |||
| Armin Timmermann | |||
| Xiao Xiong Chen | |||
| Schnitt: | Erik Stappenbeck | ||
| Musik: | Detlef Schitto | ||
| Bernd Wefelmeyer | |||
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