Das Duo Infernale Quentin Tarantino und Robert Rodriguez zeichnen für dieses Splatter-Action-Western-Paket verantwortlich. http://images.kino.de/flbilder/max96/bf96/bf23/b9623010/b150x150.jpg From Dusk Till Dawn

Filmdetails

From Dusk Till Dawn

Das Duo Infernale Quentin Tarantino und Robert Rodriguez zeichnen für dieses Splatter-Action-Western-Paket verantwortlich.


From Dusk Till Dawn
Start: 04.07.1996

Horror / Komödie

USA 1995
Laufzeit: 107 Min.
FSK: ab 18 Jahre

Harvey Keitel
George Clooney
Quentin Tarantino

Regie: Robert Rodriguez
Verleih: Scotia (Buena Vista)

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Action
Humor
Romantik
Spannung
Anspruch
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lau

Inhalt

Das mordende Brüderpaar Seth und Richard Gecko befindet sich nach einem Bankraub auf der Flucht ins Gangsterparadies El Rey in Mexiko. Um die Grenze zu überqueren, kidnappen sie einen ungläubigen Priester und seine beiden Kinder. In einer üblen Bikerbar entfaltet sich ein regelrechtes Hölleninferno und die ungleiche Reisegesellschaft wird von blutrünstigen Vampir-Stripperinnnen attackiert. Die Situation scheint auswegslos...


Kritik

From Dusk Till Dawn

Die Zeitgeist-Kultfiguren Quentin Tarantino und Robert Rodriguez müssen mit ihrem hochenergetischen und hypergewalttätigen Genreversatzstück aus Gangster-Roadmovie und Vampirschocker-Komödie einem gewaltigen Hype gerecht werden. Selbst wenn der Massenappeal von "Pulp Fiction" nicht erreicht werden kann, bietet "From Dusk Till Dawn" wildeste Unterhaltung für ein großes Publikum, zumal er mit George Clooney ("ER - Emergency Room") in der Hauptrolle einen charismatischen Leinwand-Heroen zu bieten hat, der das Zeug zum Superstar hat.

15 Monate, nachdem sich Quentin Tarantino mit dem phänomenalen Erfolg seiner Crime & Blood-Orgie "Pulp Fiction" als frenetisch gefeierter Generation-X-Guru etablierte, läßt er nun mit dem bereits 1990 geschriebenen "From Dusk Till Dawn" erneut seine Brillanz als Drehbuchautor mit einem unfehlbaren Gespür für interessante Charaktere und Dialoge unter Einstreuung treffender Popkultur-Referenzen und zahlloser Filmhommagen aufblitzen. Action-Ästhet Robert Rodriguez ("Desperado") inszenierte das unkonventionelle Genregemisch stilsicher und mit hervorragendem Timing in der Tradition eines hyperventilierenden Exploitation-Spektakels und huldigt Kultikonen wie Blaxploitation-Held Fred Williamson, Komiker Cheech Marin und F/X-Großmeister Tom Savini, die in fabelhaften Nebenrollen besetzt wurden.

In der "Mörder auf der Flucht"-Eingangssequenz hinterlassen die beiden Bankräuber-Brüder Seth (Frauenschwarm Clooney versprüht eisgekühlten Charme) und Richard Gecko (Tarantino fällt als leicht debiler Kindskopf-Killer zumindest nicht negativ auf) bei einem exzessiv-blutigen Shootout zahlreiche Leichen. Das Ziel dieser "Natural Born Killers" ist die Gangster-Enklave El Rey (aus Jim Thompsons Erzählung "The Getaway") in Mexiko. Um die Grenze zu überqueren, kidnappen sie den Priester Jacob Fuller (superb: Harvey Keitel) und seine beiden Kinder in Gestalt von Juliette Lewis und Ernest Lui. Tarantino greift hier wieder das theologische Thema von verlorenem Glauben und Erlösung auf, das bereits in "Pulp Fiction" eine nicht unerhebliche Rolle spielte. Anlaufstelle der Geckos ist eine üble Biker-Bar mit dem vielversprechenden Namen "Titty Twister" (Celicia Montiel kreierte ein grandios atmosphärisches Produktionsdesign), in der nach Salma Hayeks ("Desperado") stimulierendem Schlangentanz ein Hölleninferno im Stil von George Romeros "Die Nacht der lebenden Toten" oder noch deutlicher Sam Raimis "Tanz der Teufel" ausbricht. Genußvoll ironisiert schüttet Rodriguez kübelweise Horrorklischees von Blood, Guts, Gore und Splatter aus, nur um den Teufelsritt schließlich in einen von "Assault - Anschlag bei Nacht" inspirierten Showdown münden zu lassen, in dem die Protagonisten sich auf die finale blutrünstige Auseinandersetzung mit den barbarischen Blutsaugern vorbereiten.

Deutlich schneidet bei diesem Doppel-Film die erste Hälfte besser ab, da das überspitzte Vampirelement trotz etlicher witziger Dialoge und frenetischem Tempo bisweilen langatmig wirkt. Genügend cineastisches Gedankenfutter bietet dieses ungewöhnliche Spektakel dennoch allemal, um Tarantino-Puristen und Fans überdrehter Unterhaltung von Sonnenuntergang bis zum Morgengrauen hitzig diskutieren zu lassen. ara.

From Dusk Till Dawn

Darsteller:  Harvey Keitel   als Jacob Fuller
  George Clooney   als Seth Gecko
  Quentin Tarantino   als Richard Gecko
  Juliette Lewis   als Kate Fuller
  Richard "Cheech" Marin   als Chet Pussy / Carlos
  Fred Williamson   als Frost
  Salma Hayek   als Santanico Pandemonium
  Marc Lawrence   als Motelbetreiber
  Michael Parks   als Texas Ranger Earl McGraw
  Kelly Preston   als Kelly Houge
  Tom Savini   als Sex Machine
  John Saxon   als FBI Agent Stanley Chase
  Danny Trejo   als Razor Charlie
  Ernest Liu   als Scott Fuller
  John Hawkes   als Pete Bottoms
 
Regie:  Robert Rodriguez  
Drehbuch:  Quentin Tarantino  
Produzent:  Gianni Nunnari  
  Meir Teper  
Ausf. Produzent:  Lawrence Bender  
  Robert Rodriguez  
  Quentin Tarantino  
Kamera:  Guillermo Navarro  
Schnitt:  Robert Rodriguez  
Musik:  Graeme Revell  
Produktionsdesign:  Cecilia Montiel  
Kostüme:  Graciela Mazon  

Salma Hayek in der französischen Ehrenlegion

Unsere Ehrenlegion soll schöner werden! Vielleicht schlägt der französische Präsident Nicolas Sarkozy deshalb Latina-Superstar Salma Hayek zu Ritterin ...

Großansicht Salma Hayek hat sich irgendwie um Frankreich verdient gemacht (Foto: Kurt Krieger)

Salma Hayek hat sich irgendwie um Frankreich verdient gemacht (Foto: Kurt Krieger)

Vielleicht hat Nicolas Sarkozy ihre Stimme in "Der gestiefelte Kater" (die ursprüngliche Geschichte stammt aus Frankreich) gemocht - oder alles andere an Salma Hayek in "From Dusk Till Dawn". Der französische Präsident wird die schöne Latina jedenfalls in die französische Ehrenlegion aufnehmen.

Innerhalb der nächsten beiden Monate wird Salma Hayek zu einer formellen Zeremonie antreten und dort den 'Legion d'Honneur' erhalten. Das bedeutet, sie wird zur Ritterin geschlagen.

Die französische Ehrenlegion wurde 1802 von Napoléon Bonaparte ins Leben gerufen, sowohl Militärangehörige als auf Zivilisten können aufgenommen werden. Die Ehrenlegion ist nicht auf französische Staatsbürger beschränkt. Hauptsache, man hat sich um die Grande Nation verdient gemacht. Salma Hayek ist das wohl irgendwie eindrucksvoll gelungen - wie vor ihr auch schon Clint Eastwood, Robert Redford und Robert De Niro.

Kleiner Nicolas mal nicht auf Zehenspitzen

Salma Hayek hat übrigens eine enge Verbindung zur Ehrenlegion: Sie ist mit dem Franzosen Francois-Henri Pinault verheiratet, dessen Vater Francois Pinault kürzlich zum Grand Officer, einem hohen Rang in der Legion, befördert wurde.

Nicolas Sarkozy muss sich mit seinen 1,65 Metern immerhin kaum strecken, wenn er Salma Hayek den Orden an die Brust heftet. Der Star misst selbst nur 1,55 Meter ...

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