Veröffentlicht am 17.01.2013
Django Unchained USA 2012
Django Unchained Kinostart 17.01.2013, USA 2012
  • Django Unchained / Christoph Waltz / Jamie Foxx

  • Django Unchained / Leonardo DiCaprio

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Django Unchained - Filmplakat

Quentin Tarantinos hartes Western-Epos mit Jamie Foxx als ehemaligem Sklaven, der sich mit Christoph Waltz auf einen blutigen Rachefeldzug gegen Plantagenbesitzer Leo DiCaprio begibt.

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Nicht mehr im Kino Mehr auf video.de Filmstart: 17.01.2013
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Filmkritik zu Django Unchained

Quentin Tarantinos lang erwartetes Western-Epos über einen ehemaligen Sklaven, der sich auf einen blutigen Rachefeldzug begibt.



Schon in "Inglourious Basterds" hatte es sich Quentin Tarantino in einem hinreißenden Parforceritt durch verschiedenste Spielarten des Exploitationkinos erlaubt, die Weltgeschichte um-, ja, neu zu schreiben. Nachdem er nun also Hitler und den Nationalsozialismus kraft des Kinos in Flammen hat aufgehen lassen, wendet er sich im zweiten Teil einer offenbar als Revisionstrilogie geplanten Filmreihe (Teil 3 soll möglicherweise ein Film mit dem Titel "Killer Crow" werden) einem der größten Schrecken der amerikanischen Geschichte zu - der Sklaverei. Und das tut er in seinem mit 165 Minuten bislang längsten Film in unverkennbar großmäuliger Weise abermals durch den Zerrspiegel des Genrekinos.



Tarantinos Vorliebe für den italienischen Western zieht sich durch sein gesamtes Schaffen, angefangen bei seinem Debüt "Reservoir Dogs" vor mehr als 20 Jahren mit dem bei Leone (und den Derivaten des Hongkongkinos) abgeschauten Mexican Standoff am Ende des Films. "Django Unchained", der sich unschwer erkennbar auf Sergio Corbuccis Klassiker "Django" von 1966 wie auch die schier unzähligen im Sogwasser des Kultfilms entstandenen Folgefilme mit "Django" im Titel beruft, ist jetzt der erste vordergründig dem Western zuzurechnende Film des Regisseur. Aber letztlich erwartet den Film ein explosiver Molotow-Cocktail geworden, der Motive des Italowestern zwar durchaus aufgreift, aber eben in typischer Tarantino-Manier mit Elementen der Blaxploitation, der zweifelhaften Slaveploitation eines "Mandingo", der Karl-May-Filme und nicht zuletzt der Nibelungensage versetzt (sowie der grünen Cordjacke von Little Joe aus "Bonanza").



Es ist die Geschichte eines schwarzen Siegfried (gespielt von Jamie Foxx), der mithilfe - ausgerechnet! - eines deutschen Kopfgeldjägers namens - ausgerechnet! - Dr. King Schultz seine Ketten abwirft und eine Odyssee in den amerikanischen Süden antritt, wo seine Frau Broomhilda (!) in Candyland darben muss, dem Anwesen des gelangweilten "Little Nero" Calvin Candie, der sich als Herrscher über Leben und Tod und in merkwürdigen Ansichten über Genealogie gefällt. Es ist eine an Leones "Zwei glorreiche Halunken" (Tarantinos erklärter Lieblingsfilm) angelehnte Reise mit absurder Gewalt, grotesken Slapstickeinlagen, den gewohnten endlosen Dialogsequenzen, Gastauftritten in Vergessenheit geratener Schauspieler und einer jetzt schon klassischen Szene im Hause Candies, in der zu den Klängen von Richie Havens' "Freedom" auf spektakuläre Weise die Hölle losbricht.



Gezielt provoziert Tarantino: Der von Christoph Waltz in Anlehnung an Oberst Hans Landa geckenhaft gespielte Deutsche trägt den Namen des berühmtesten schwarzen Bürgerrechtlers, der Herrenmensch dagegen fühlt sich der französischen Kultur zugetan und wird mit großer Lust und viel Mut gespielt von Leonardo DiCaprio, und als schlimmster Sklaventreiber entpuppt sich ausgerechnet ein greiser Schwarzer: Samuel L. Jackson als pervers-durchtriebene Version eines Onkel Tom. Aber gerade weil dieser sehr linear erzählte Galoppritt durch den Wilden Süden, mit Verweisen auf Sergio Corbucci wie auf Mel Brooks, so gezielt gegen Konventionen und Erwartungen gebürstet ist, ist seine Wirkung so nachhaltig. Da lässt man dem Meister der Pulp Fiction auch durchgehen, dass seine achte Regiearbeit ein bisschen undiszipliniert und zum Ende hin unausgegoren geraten ist - es ist der erste Film, den Tarantino ohne seine 2010 bei einem Unfall ums Leben gekommene Cutterin Sally Menke realisieren musste. Seinen Spaß hat man allemal, vom Anfang bis zum euphorischen Ende. ts.

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Filmhandlung & Hintergrund zu Django Unchained

Um den berüchtigten Brittle-Brüdern auf die Spur zu kommen, befreit der als Zahnarzt getarnte Kopfgeldjäger Dr. King Schultz einen Sklaven, der ihm den Weg weisen kann: Die Brüder hatten ihm einst seine Frau Broomhilda entrissen und verschleppt. Schultz nimmt den Sklaven unter seine Fittiche, gibt ihm den Namen Django und bringt ihm den Umgang mit Waffen bei. Nachdem Django seinem Mentor geholfen hat, machen sie sich gemeinsam auf die Suche nach Broomhilda. Die Fährte führt in die Südstaaten, auf die Plantage Candyland, wo Calvin Candie mit Hilfe seines väterlichen Adlatus Stephen eine regelrechte Schreckensherrschaft ausübt.



Um den Brittle-Brüdern auf die Spur zu kommen, befreit der humanistisch gesinnte Kopfgeldjäger Dr. King Schultz den Sklaven Django, dessen Frau von den Brüdern verschleppt und verkauft wurde. Schultz nimmt Django unter seine Fittiche, lehrt ihn zu töten und auch sonst ein paar nützliche Dinge. Im Gegenzug führt ihn Django erst zu den Brittles und dann zur Plantage Candyland, wo ein gewisser Calvin Candie mit Hilfe seines Adlatus Stephen eine Schreckensherrschaft ausübt. Django aber will von Candie nur seine Frau zurück.



Mitte des 19. Jahrhunderts mischen ein Kopfgeldjäger und ein Ex-Sklave die reichen Baumwollfarmer im Süden auf. Tarantino wieder auf der Höhe seiner Kunst mit diesem epischen Rachewestern voller Stars und schillernder Momente.

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Originaltitel Django Unchained
OV Ja
OmU Ja
Genre Western
Filmpreis Bogey - Box Office Germany Award
USA-Start 25.12.2012
Kinostart (D) 17.01.2013
Besucher (D) 4.492.307
Einspielergebnis (D) € 39.054.611
Bes. (EDI) 4.492.307
Bes. (FFA) 4.491.981
FSK ab 16 Jahre
WWW -
Cast & Crew in Django Unchained
Regisseur Quentin Tarantino Künstlerporträt 492593 Tarantino, Quentin / 62. Filmfestival Cannes 2009 / Festival International du Film de Cannes Regisseur © Kurt Krieger
Darsteller Jamie Foxx Künstlerporträt 871493 Jamie Foxx / Filmpremiere Django © Kurt Krieger
Darsteller Christoph Waltz Künstlerporträt 840320 Christoph Waltz / 86th Academy Awards 2014 / Oscar 2014 Dr. King Schultz © Kurt Krieger
Darsteller Leonardo DiCaprio Künstlerporträt 788074 DiCaprio, Leonardo / 66. Internationale Filmfestspiele von Cannes 2013 Calvin Candie © Kurt Krieger
Darsteller Samuel L. Jackson Künstlerporträt 653831 Samuel L. Jackson / 39th AFI Life Achievement Award für Morgan Freeman in Culver City Stephen © Kurt Krieger
Darsteller Kerry Washington Künstlerporträt 773682 Kerry Washington / 85th Academy Awards 2013 / Oscar 2013 Broomhilda von Shaft © Kurt Krieger
Darsteller Walton Goggins Billy Crash
Darsteller Dennis Christopher Leonide Moguy
Darsteller Don Johnson Künstlerporträt 802472 Don Johnson / 85th Academy Awards 2013 / Oscar 2013 Spencer Gordon Bennet © Kurt Krieger
Drehbuch Quentin Tarantino Künstlerporträt 492593 Tarantino, Quentin / 62. Filmfestival Cannes 2009 / Festival International du Film de Cannes Drehbuch © Kurt Krieger
Weitere Darsteller
Produzent
Ausf. Produzent
Produktionsdesign
Kamera
Schnitt
Kostüme
Casting
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