Originaltitel: Dirty Dancing: Havana Nights
USA 2004
Diego Luna
Romola Garai
Sela Ward
Regie: Guy Ferland
Verleih: Buena Vista
Kuba 1958, am Vorabend der Castro-Revolution: Frisch mit den schwerreichen Eltern von den USA nach Havanna gezogen, steht dem Backfisch Katey (Romola Garai aus "Nicholas Nickleby"), die vom Umzug wenig begeistert ist, statt nach blasierten Diplomatenempfängen der Sinn eher nach musischer Zerstreuung in den Bodegas der Unterschicht. Dort trifft die behütete Tochter auf den begnadeten Tänzer Xavier ("Y tu mama también"-Schwerenöter Diego Luna), und es entspinnt sich eine heiße Love Story zwischen den Vertretern so unterschiedlicher Klassen.
Patrick Swayze schaut auf einen Gastauftritt herein in Guy Ferlands nostalgischem Latino-Update zum Tanzfilmklassiker der 80er Jahre.
Sie sind jung, sie sind heiß und sie tanzen sich die Seele aus dem Leib: In den Clubs von Havanna knistert's beim Afro-Cuba-Sound gewaltig.
Blond und verführerisch: Zwischen Katey und Javier funkt es nicht nur beim Tanzen kräftig (Foto: Buena Vista)
Kuba 1958: die 18-jährige und ziemlich schüchterne Katey Miller (Romola Garai) zieht mit ihrer Familie nach Havanna, eine pulsierende und nachts wie im Fieber vibrierende Stadt.
Eigentlich bleiben die Amerikaner gerne unter sich im noblen Hotel oder im noch nobleren Country Club, wo sie den Nachwuchs verkuppeln.
Doch als Katey sich eines Tages in den winkligen Gassen verläuft und Javier (Diego Luna) trifft, lernt sie das wahre Leben kennen, verliebt sich in den süßen Kubaner, der in ihr die Leidenschaft fürs Tanzen weckt.
Sind die ersten Schritte auch noch etwas hölzern, bald bewegt sie sich geschmeidig wie eine wilde Katze - erotisch und verführerisch. Die beiden wollen am Tanzwettbewerb im Top-Club "The Palace" teilnehmen und üben heimlich.
Dumm nur, dass plötzlich auch Kateys Eltern auftauchen und ihren Augen nicht trauen, als das sonst so brave blonde Töchterlein mit dem fremden Jungen ein unglaubliches "Dirty Dancing" aufs Parkett legt. Bevor die beiden beim Finale aber aufs Siegertreppchen steigen, bricht die Revolution aus.
Was Patrick Swayze (mit herrlichem Cameo-Auftritt) und Jennifer Grey im 80er-Jahre-Kultfilm konnten, das toppen die Shooting-Stars Diego Luna (der Hübsche aus "Y tu Mamá también") und Romola Garai heute locker, wenn sie bei heißen Rhythmen der amerikanischen R&B-Sängerin Mya sexy die Lenden kreisen lassen.
Die erste Liebe ist eben "The Time of My Life".
Große, legendäre Filme müssen eigentlich nur vor einem Angst haben: Jemand kommt und hofft mit einem Remake auf schnelle Dollars ...
Das Tanzmärchen Dirty Dancing mußte erst eine Fortsetzung ertragen und jetzt droht das Remake. (Foto: EuroVideo)
Immerhin hat Dirty Dancing anno 1987 weltweit fast 214 Millionen Dollar eingespielt. Bei der Geschichte von "Baby" Jennifer Grey und "Johnny" Patrick Swayze schmolzen allein in Deutschland 8,7 Millionen Kinobesucher dahin. "Dirty Dancing" ist über die Jahre eine starke Marke geworden, die eine Mambo-Manie auslöste, sich später auf VHS und DVD blendend verkaufte und es auch zu großen Musical-Erfolgen brachte - das konnte selbst eine eher schauerliche Fortsetzung nicht verhindern.
Es war also nur eine Frage der Zeit: Nun vermeldet Webdienst 'Production Weekly', dass die Autorin Julia Dahl mit dem Drehbuch für ein Remake des Kultfilms beauftragt wurde. Dahl hat bisher unter anderem für einige Staffeln der TV-Serie "West Wing" geschrieben.
Vielleicht geht es aber gar nicht um schnelles Geld, sondern um ein Denkmal für Patrick Swayze. Es scheint nämlich, als würden nach und nach alle Filme des an Krebs erkrankten Stars ein Remake verpasst bekommen: Die Rote Flut ist in Arbeit, Die Outsider im Gespräch und zum großartigen Thriller Gefährliche Brandung kommt eine Fortsetzung. Aber eigentlich wollen wir viel lieber neue Filme mit Patrick Swayze sehen und hoffen, dass er bald wieder gesund vor der Kamera steht ...
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