Originaltitel: The Incredibles
USA 2004
Regie: Brad Bird
Verleih: Buena Vista
Eigentlich sollte Mr. Incredible ja gerade mit Bomben Tennis spielen oder wenigstens Eisenbahnschienen mit bloßen Händen verbiegen. Doch weil die Gilde der Superhelden soeben wegen astronomischer Schadensersatzprozesse in den nationalen Ruhestand geschickt wurde, müssen er, seine elastische Ehefrau und die explosiven drei Racker nun eben Akten ordnen, Apfelkuchen backen und irgendwo die Schularbeiten abschreiben, wie jeder andere Normalo auch. Als er dankbar dem Angebot einer schönen Fremden folgt, wieder in den Heldendienst zu treten, ahnt er nicht, um was für eine perfide Falle es sich handelt.
Ein Ruf wie Donnerhall eilt dem neusten Superheldenstreich der Traumfabrik voraus, diesmal zur Abwechslung nicht mit Schauspielern und ein paar CGI-Effekten, sondern komplett computerisiert von den Animationsalchimisten aus den Pixar-Laboren.
Rasante Action-Szenen und viel Humor - "Die Unglaublichen - The Incredibles" zündet ein Ideenfeuerwerk, das bei keinem Zuschauer Wünsche offen lässt. Der Oscar für den Besten Animationsfilm ist absolut berechtigt.
Würden sie es schaffen? Seit neun Jahren begeistern die Macher der Trickfilmschmiede Pixar mit ihren digitalen Geniestreichen das Publikum. Nach dem überwältigenden Erfolg von "Findet Nemo" legten sie die Latte noch ein Stück höher.
Denn im Mittelpunkt von "Die Unglaublichen - The Incredibles" stehen keine Tiere mehr wie früher, sondern richtige Menschen. Genauer gesagt, Superhelden. Die Pixar-Macher wagten sich in die Welten von X-Men oder Spider-Man vor. Doch können sie mit diesem Abenteuer einen ähnlichen Zauber entfalten?
Ja, und wie! Genau wie seine Vorgänger begeistert "Die Unglaublichen - The Incredibles" mit unbändigem Einfallsreichtum und liebevoll beobachteten Charakteren - er übertrifft sie sogar.
Der Film bietet nicht einfach eine Superhelden-Geschichte, er ist Spaß-Kanonade, Familien-Komödie, bissige Polit-Satire und ein Action-Thriller, der James Bond vor Neid erblassen lassen dürfte - kurz ein Entertainment-Paket, das jede Erwartung erfüllt.
Schon der Anfang ist unglaublich lustig: Da die Helden bei ihren Rettungsaktionen zu viele Schäden verursachen, werden sie vom Staat verpflichtet, normalen Jobs nachzugehen, statt die Welt zu retten.
Der Kraft strotzende Mr. Incredible alias Bob Parr mutiert zum Versicherungsvertreter, seine Frau, die zu fantastischsten Dehnungen fähig ist, gibt die Hausfrau. Nur ihre Kinder wagen es, mit ihren Talenten die Lehrer zu foppen.
Doch nach fünfzehn Jahren Trübsal und Trägheit erhält der korpulent gewordene Herr Unglaublich einen neuen Auftrag. Dahinter verbirgt sich indes eine Falle eines enttäuschten Fans, der zu einem Über-Bösewicht aufgestiegen ist.
So entwickelt sich ein atemberaubendes Abenteuer, dessen technische Virtuosität den spektakulärsten Comicverfilmungen in nichts nachsteht und Spaßfaktor sowie digitale Animationen einen neuen Perfektionsgrad erreichen.
Doch "Die Unglaublichen - The Incredibles" sind ein so unglaubliches und witziges Erlebnis, dass das schon gar nicht mehr auffällt.
| Sprecher: | Craig T. Nelson | als Bob Parr/ Mr. Incredible | |
|---|---|---|---|
| Holly Hunter | als Helen Parr/ Elastigirl | ||
| Samuel L. Jackson | als Lucius Best/ Frozone | ||
| Jason Lee | als Buddy Pine/ Syndrome | ||
| Wallace Shawn | als Gilbert Huph | ||
| Sarah Vowell | als Violet Parr | ||
| Spencer Fox | als Dashiell Par (Dash) | ||
| Brad Bird | als Edna "E" Mode | ||
| Elizabeth Peña | als Mirage | ||
| Dominique Louis | als Bomb Voyage | ||
| Regie: | Brad Bird | ||
| Drehbuch: | Brad Bird | ||
| Produzent: | John Walker | ||
| Ausf. Produzent: | John Lasseter | ||
| Kamera: | Janet Lucroy | ||
| Andrew Jimenez | |||
| Patrick Lin | |||
| Schnitt: | Stephen R. Schaffer | ||
| Musik: | Michael Giacchino | ||
| Produktionsdesign: | Lou Romano | ||
| Ralph Eggleston | |||
| Ton: | Randy Thom | ||
| Michael Silvers | |||
| Casting: | Mary Hidalgo | ||
| Kevin Reher | |||
| Matthew Jon Beck | |||
"Dieses geheime Rezept, sollten Sie es kochen, zerstört sich in wenigen Sekunden selbst!"
"Mission Impossible" heißt es zum vierten Mal für den Mann, dem in Hollywood nichts unmöglich ist: Tom Cruise (Foto: UIP)
So könnte die nächste Nachricht an den Superagenten Ethan Hunt alias Tom Cruise lauten. Denn auf seine vierte "Mission Impossible" wird der Kultspion von Brad Bird geschickt, dem Regisseur der rattenscharfen Küchengaudi "Ratatouille"!
"Alles ist unterschrieben, Brad Bird macht es", hat Tom Cruise verraten und lobt: "Seine Filme 'The Incredibles' und 'Ratatouille' zeigen, wie enorm talentiert Brad ist!"
Zwar hat Brad Bird besonders in "The Incredibles" gutes Gespür für augenzwinkernde Action bewiesen, doch ist er vornehmlich ein Animationsexperte. Deshalb hatten bis zuletzt die Meisten auf seinen Konkurrenten Edgar Wright getippt. Der Regisseur der epochalen Zombiekomödie "Shaun of the Dead" und von "Hot Fuzz" zog aber nun den Kürzeren. "Ich verehre Edgar", räumt der bekennende Scientologe Tom Cruise ein. "Total netter Typ, sehr smart, sehr talentiert, irgendwann will ich mal mit ihm arbeiten. Aber bei 'Mission: Impossible IV' haben wir uns gegen ihn entschieden."
Erneut an Bord der vierten "Mission Impossible" ist wie auch schon beim dritten Abenteuer von Ethan Hunt die Produzentenlegende J.J. Abrams. Der Macher von "Lost", "Fringe" und "Star Trek" hat bereits mit den Vorbereitungen begonnen. "J.J. und ich geben gerade richtig Gas und haben jetzt schon Spaß ohne Ende", sagt Tom Cruise. "Ich arbeite sehr gern mit Leuten, die mir auch menschlich liegen."
Trotzdem gibt es derzeit weder eine Story, geschweige denn weitere Darsteller. Dafür haben Cruise und Abrams aber den ursprünglich für Anfang 2012 geplanten Kinostart nun bereits für 2011 ins Auge gefasst.
Davor ist Tom Cruise als Topspion mit deutlich komödiantischem Anstrich im Kino zu sehen: Neben "Vanilla Sky"-Kollegin Cameron Diaz glänzt er in "Knight & Day" als Superagent, der entweder größenwahnsinnig, paranoid oder beides ist - oder gegen den ein unfassbares Komplott läuft ...
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