Der Gigant aus dem All (1999)

Originaltitel: The Iron Giant
Der Gigant aus dem All Poster
Nicht mehr im Kino.
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Filmhandlung und Hintergrund

Der Gigant aus dem All: Rührendes Animationsabenteuer mit intelligenter Botschaft um die Freundschaft zwischen einem Jungen und einem außerirdischen Riesenroboter.

Der neunjährige Hogarth Hughes (Deutscher Sprecher: Till Völger) und seine Mutter Annie (Nadja Reichardt) leben im Jahr 1957 gemeinsam in der beschaulichen Küstenstadt Rockwell. In den USA sind Geschichten über Außerirdische, die auf der Erde landen, in aller Munde und es herrscht allgegenwärtige Paranoia. Nachdem die Sowjetunion den Sputnik I gestartet und in Erdumlauf gebracht haben, fürchten sich die Menschen vor dem atomaren Erstschlag. Eines Tages beobachtet ein Fischer, wie ein riesiges Wesen aus Metall ins Meer stürzt, doch niemand in der Stadt will ihm die Geschichte glauben. Einzig der kleine Hogarth wird sofort hellhörig und macht sich auf die Suche. Die Spur führt ihn in den nahegelegenen Wald, wo er auf den knapp 15 Meter großen Metallmann aus dem All trifft. Trotz seiner beeindruckenden und etwas furchteinflößenden Gestalt stellt er bald fest, dass das Wesen absolut friedliebend ist und keiner Fliege was zu leide tun könnte. Die beiden werden enge Freunde, allerdings hat der Gigant einen schier unstillbaren Hunger auf alles aus Metall, weswegen Hogarth und sein neuer Kamerad den Schrottplatz von Dean McCoppin (Johannes Berenz) aufsuchen. Dort ist der Riese erstmal versorgt und hat außerdem ein Versteck vor den neugierigen Augen der Einwohner der Stadt. Aber nicht nur die haben es auf den Metallmann abgesehen, auch die Regierung hat von den Ereignissen in Rockwell mittlerweile Wind bekommen und schickt den Agenten Kent Mansley (Bodo Wolf), damit er der Sache nachgeht. Der wittert schon bald eine Gefahr für die nationale Sicherheit und die beiden ungleichen Freunde geraten so langsam in echte Schwierigkeiten...

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Auf DVD & Blu-ray (1)

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Die Warner-Animations-Abteilung nimmt in ihrer jüngsten Veröffentlichung, einer originellen, hinreißend erzählten und gezeichneten Story um die Freundschaft zwischen einem kleinen Jungen und einem Riesenroboter, Abstand von der typischen Disney-Formel, in der die Handlung mit schnatternden Sidekicks und süßlichen Songs aufgefüllt wird, sondern vertraut auf ein eigenes Konzept und bietet intelligente und gefühlvolle Unterhaltung für die ganze Familie.

    Das Sci-fi-Animationsabenteuer basiert auf Ted Hughes’ Kinderbuch “The Iron Man” von 1968, das 1989 ein Album des Who-Gitarristen Pete Townshend inspirierte. Dies wiederum mündete vier Jahre später in eine Bühnenproduktion, und Theaterproduzent Des McAnuff, der mit Townshend (fungiert hier als ausführender Produzent) bereits am Who-Musical “Tommy” zusammenarbeitete, schrieb schließlich das Drehbuch für die Leinwandadaption. Angesiedelt in der McCarthy-Ära der 50er Jahre, als der Kalte Krieg die krassesten Blüten trieb, spricht die Story einer unwahrscheinlichen Freundschaft nicht nur Kinder an, sondern funktioniert auch als politische Allegorie.

    Der neunjährige Hogarth Hughes verbringt seine Abende damit, verbotenerweise gruselige Horrorserien (ein hübsch realisierter Nostalgie-Touch) anzusehen, während seine alleinstehende Mutter (im Original von Jennifer Aniston gesprochen) im örtlichen Diner serviert. Als seine Fernsehantenne abgerissen wird, sieht er einen riesigen Metallroboter und folgt ihm in den Wald. Die bedrohlich anzusehende Kreatur mit einem Heißhunger auf Metall beginnt dort die Stromstation anzuknabbern. Hogarth rettet ihn vor dem Starkstromtod, womit sich langsam eine innige Freundschaft zwischen den beiden anbahnt. Doch die Behörden bekommen bald Wind von der vermeintlichen “russischen Geheimwaffe” und ein wieseliger FBI-Agent ruft schließlich das Militär auf den Plan. Mitten im Ort kommt es zum herzrührenden Finale.

    Das starke Anti-Gewalt-Statement der Vorlage blieb intakt. Der außerirdische Riesenroboter wendet sein umfangreiches eingebautes Waffenarsenal erst an, wenn er provoziert und in die Enge getrieben wird. Regisseur Brad Bird, der zudem für das Skript mitverantwortlich zeichnete, trifft einen einfühlsamen Erzählton, der die Einsamkeit des kleinen Jungen und seine Sehnsucht nach einer Vaterfigur gut vermittelt. Die Entwicklung der Freundschaft wechselt leichtherzig-komische Momente (der Roboter lernt sprechen, frißt bevorzugt Autos, fliegt Hogarth durch die Gegend und bringt einen See zum überschwappen) und ernsthafte Einlagen (Bedrohung durch die Armee) ab. Die Hysterie eines aufgeputschten Mobs und die Verdammung alles Unbekannten wurde ebenfalls nathlos in den Themenkatalog dieses kleinen Films mit riesengroßem Herzen aufgenommen. Gezielt wählte man auch einen betont altmodischen Animationsstil, in dem statt fließender Bewegungsabläufe oftmals ein abgehackter Rhythmus dominiert und die Hintergründe eher rudimentär gehalten wurden. Auch die Mimik der Figuren ist nicht übermäßig ausgeprägt – und trifft damit perfekt den Ton der abgebildeten Ära. Ein rundum empfehlenswerter Familienfilm mit einer idealistischen Botschaft von Gewaltfreiheit und Toleranz, die nicht nur Kids zum Nachdenken anregen möchte. ara.

Darsteller und Crew

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