Originaltitel: Smurfs
USA 2011
Neil Patrick Harris
Jayma Mays
Hank Azaria
Regie: Raja Gosnell
Verleih: Sony Pictures
Das Leben im idyllischen Dorf der Schlümpfe könnte so friedlich sein, wäre da nicht der fiese Zauberer Gargamel, der es auf die "Essenz" der kleinen blauen Männchen abgesehen hat. Denn nur mit ihr kann man den ultimativen Zaubertrank zusammenbrauen. Auf der Flucht vor Gargamel landen Papa Schlumpf, Schlumpfine und ein paar Auserwählte durch ein magisches Tor mitten im Central Park von New York. Dort gilt es, sich nicht nur in der eigenartigen Menschenwelt zurechtzufinden, sondern auch wieder nach Hause zurückzukommen.

Rundum erneuertes Schlümpfe-Abenteuer mit tollen 3D-Effekten, unerwartet viel Action und kleinen blauen Helden, die sich selbst nicht sonderlich ernst nehmen.
Nicht etwa Hexe Lillifee, der Mondbär oder andere softe Kleinkinderidole standen Pate bei diesem rundum erneuerten Schlümpfe-Abenteuer, sondern vielmehr Actionhelden wie man sie aus SciFi-Filmen kennt. Dies vermittelt der auf kunterbuntes Family Entertainment spezialisierte Raja Gosnell ("Scooby-Doo", "Beverly Hills Chihuahua") gleich in der Anfangssequenz, als zwei Schlümpfe auf einem Storch im Sturzflug, wie man ihn schon in "Krieg der Sterne" gesehen hat, Kurs auf ihr Dorf nehmen, um kurz darauf hinter einer gallertartig flüssigen Mauer, wie sie in "Stargate" verwendet wird, zu verschwinden. Trotzdem wurde natürlich die einzigartige Physiognomie der längst zu Kult gewordenen blauen Kerle mit den weißen Zipfelmützen ebenso beibehalten wie ihr jeweiliger schrullig-charmanter Charakter. Dass die neuen "Schlümpfe" so gut funktionieren, liegt zum einen daran, dass sie sich selbst nicht ganz ernst nehmen, zum anderen an zwei durch die Story bedingte Faktoren. Erstens bietet die Tatsache, dass sich eine Handvoll von ihnen im New York von heute zurechtfinden muss, zahlreiche Ansätze für augenzwinkernde Culture-Clash-Komik, zweitens besitzt Gosnells Werk in Hank Azaria ("Nachts im Museum 2") einen großartigen Bösewicht, der als fieser Zauberer Gargamel zugleich mächtig furchteinflößend ist, aber wegen seiner Schusseligkeit in beinahe jedes Fettnäpfchen tritt und so für viele Lacher sorgt. Überhaupt ist Humor der größte Trumpf des durch und durch positiv stimmenden Familienspaßes. Und der reicht von einer Fülle von Wortspielen wie schlumpfimistisch/optischlumpfisch über klassische Slapstickeinlagen für die ganz Kleinen bis hin zu optischen Gags für die Älteren, wenn etwa die Schlümpfe auf dem Dach eines Yellow Cabs, das mit "Blue Man Group"-Werbung bestückt ist, landen. Kann man den einen oder anderen 3D-Film der letzten Zeit durchaus vorwerfen, er würde die neue Technik nur bedingt ausnützen, trifft dies auf Gosnells Minihelden in Strumpfhosen definitiv nicht zu. Gerade das Grande Finale, das in eine Art Heist Movie mündet, ist ein Paradebeispiel dreidimensionaler Effektezauberei. Damit könnte der rund 50 Jahre alten Erfindung des belgischen Zeichners Peyo eine Renaissance ins Haus stehen. lasso.
| Darsteller: | Neil Patrick Harris | als Patrick Winslow | |
|---|---|---|---|
| Jayma Mays | als Grace Winslow | ||
| Hank Azaria | als Zauberer Gargamel | ||
| Sofía Vergara | als Odile | ||
| Tim Gunn | als Henri | ||
| Regie: | Raja Gosnell | ||
| Drehbuch: | J. David Stem | ||
| David N. Weiss | |||
| Jay Scherick | |||
| David Ronn | |||
| Produzent: | Jordan Kerner | ||
| Ausf. Produzent: | Ezra Swerdlow | ||
| Ben Haber | |||
| Paul Neesan | |||
| Kamera: | Phil Meheux | ||
| Schnitt: | Sabrina Plisco | ||
| Musik: | Heitor Pereira | ||
| Produktionsdesign: | Bill Boes | ||
| Kostüme: | Rita Ryack | ||
In den US-Kinocharts liefern sich Harrison Ford und die Schlümpfe ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Da machte der Star aus "Cowboys und Aliens" die Konkurrenz eben um einen Kopf kürzer ...
Harrison Ford massakrierte in einer TV-Show die "Schlumpf"-Konkurrenz (Foto: Kurt Krieger)
In den USA rücken ausgerechnet "Die Schlümpfe" den Superstars Harrison Ford und Daniel Craig auf den Leib, während sich bei uns derzeit die Dauerbrenner "Harry Potter und die Heiligtümer des Todes Teil 2" und Pixars "Cars 2" ein enges Rennen um die Spitze in den Kinocharts liefern.
Schlumpfhausens Betriebsausflug nach New York und der SciFi-Western "Cowboys & Aliens" lagen am vergangenen Wochenende in der Gunst der amerikanischen Kinofans nahezu gleich auf: Beide spielten etwa 36,2 Mio Dollar ein. Das findet Harrison Ford ziemlich dreist. Vermeintlich außer sich vor Wut griff sich der Superstar in der TV-Show von Conan O'Brien einen "Schlumpf" und machte den Wicht einen Kopf kürzer.
Harrison Ford scherzte, dass er sich nicht damit abfinden könne, dass sich sein "Cowboys & Aliens" den Charts-Spitzenplatz mit den "Schlümpfen" teilen muss: "Das ist kein Unentschieden - wir haben sie beinahe mit viel Geld geschlagen", knurrte er. "Außerdem bin ich schwer genervt: Meine Frau (Calista Flockhart) hat sich mit meinem Sohn Liam 'Die Schlümpfe' angesehen, dabei hätten sie Tickets für 'Cowboys & Aliens' umsonst haben können. Wir werden versuchen, das Geld zurückzubekommen ..."
Als er dann zu allem Überfluss noch von O'Brien einen großen ausgestopften Papa Schlumpf überreicht bekam, brachen bei Harrison Ford alle Dämme: "Den bringe ich meinem Sohn mit. Daran wird er bestimmt Freude haben", rief Ford - und riss der Puppe den Kopf ab. Mittlerweile haben die Schlumpfhausener geantwortet: Im Netz kursiert ein Video, in dem Papa Schlumpf den letzten "Indiana Jones" durch den Kakao zieht ...
Derlei Verwerfungen sind bei uns nicht zu erwarten: "Cowboys & Aliens" läuft in Deutschland am 25. August an, "Die Schlümpfe" starten bereits am 4. August.
Der 1973 in Alburquerque, New Mexico, geborene Neil Patrick Harris gab bereits 1988 sein Schauspieldebüt in "Purple People Eater...
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