Originaltitel: The Lord of the Rings II: The Two Towers
USA/Neuseeland 2002
Elijah Wood
Sir Ian McKellen
Liv Tyler
Regie: Peter Jackson
Verleih: Warner
Frodo (Elijah Wood) und Sam (Sean Astin) begeben sich nach Mordor, um den einen Ring zu vernichten, mit dessen Hilfe Sauron, abgrundtief böser Herrscher von Mordor, Mittelerde zu versklaven gedenkt. Letzterer sammelt derweil seine Truppen, um den finalen Sturm auf Gondor vorzubereiten. Merry (Dominic Monaghan) und Pippin (Billy Boyd) können sich unterdessen der Orks entledigen und reisen mit Hilfe der freundlichen Ents zum Turm Orthnac, wo es die dortigen Schmieden zu zerstören gilt.
Pünktlich zum frohen Fest geht es in die zweite Runde von Peter Jacksons spektakulärer Fantasy-Trilogie nach dem Vorbild des Abenteuerklassikers von J.R.R. Tolkien. Runde elf Millionen Kinobesucher vermochte der Vorgänger zu bannen, die Konkurrenz ist also gewarnt.
Genug gewartet! Jetzt wird geliebt, gezittert, geträumt und gekämpft,wenn sich das Schicksal des Rings erfüllt, der jeden knechtet. Nie war Ergeben schöner.
So dunkel die Welt, tief die Verzweiflung, unerreichbar der Trost. Boromir durchbohrt, Aragorn in Tränen, zwei Hobbits entführt, dem Tod geweiht, zwei andere auf dem Weg in die Hölle Saurons. Die größte Qual aber: das Warten. Ein Jahr lang! "Ein Ring, sie zu knechten und ewig zu binden." Grausame Wahrheit.
Vorbei und vergessen nun, voran in die Welt der Wunder. Sie öffnet sich, um uns erneut sprachlos zu machen. Während Teil 1 noch den Planeten hypnotisierte, nutzte Regisseur Peter Jackson, Neuseelands Herr über Uruk-hais und Hobbits, die Zeit. Feilte mit aufwändigen Nachdrehs und weiterer Perfektionierung der Digitaleffekte am zweiten Trip nach Mittelerde.
Wie schon in der Skywalker-Saga ist der Mittelteil der Trilogie die größte Herausforderung. Denn es gibt weder Anfang noch Ende, nur Schatten, die von Mordor aus alles Licht ersticken. Besteht noch Hoffnung? Das ist die zentrale Frage dieser in jeder Hinsicht erneut überwältigenden Auseinandersetzung von Gut und Böse, die Tolkien in der Versuchung, dem Nachgeben und der Überwindung so massenverständlich unter die Menschen brachte.
Gibt es Hoffnung für Merry und Pippin, die von Orcs verschleppt wurden, aber in den Fanggornwald flüchten können und dort die Bekanntschaft von trägen, aber mächtigen Kreaturen machen? Hoffnung für Theoden, den König von Rohan, der unter dem Einfluss seines diabolischen Beraters Schlangenzunge sein Reich an Sauron zu verlieren droht?
Hoffnung für Theodens Nichte Eowen (Miranda Otto), die sich in Streicher (Viggo Mortensen) verliebt, oder für die Elbin Arwen (Liv Tyler), die für den Krieger ihr ewiges Leben opfert? Hoffnung für Frodo (Elijah Wood) und Sam (Sean Astin), die den Eingang nach Mordor suchen, und schließlich auch für den winselnden, verschlagenen Gollum, der mit dem Ring wiedervereinigt werden will?
Sie alle sehnen sich nach Hoffnung. Wir aber brauchen sie nicht, haben die Sicherheit, dass auch dieses Kinojahr an seinem Ende im Herrn der Ringe seinen Meister findet. Denn berauschender lässt sich derzeit nicht träumen von anderen Welten, die man dank Jacksons Dreamteam bereisen kann.
Hier ziehen baumartige Geschöpfe, die Ents, in die Schlacht für Menschen, Zwerge, Elben und Hobbits, als hätte es Grenzen zwischen Fantasie und Wirklichkeit nie gegeben. Hier duelliert sich der finstere Saruman (Christopher Lee) mit einem alten Rivalen und peitscht in einer grandiosen Einstellung seine Endlosmeute aus wütenden Orcs auf.
Hier stellt sich Frodo nicht nur der anderen Seite seines Ichs, sondern auch einer monströsen Spinne, kämpfen Legolas, Aragorn und Gimli mit neuen Verbündeten gegen das Gift Mordors. Dieses sammelt sich auf Isengard, wo alle Wege zusammenführen und die gigantischste Schlacht der Filmgeschichte geschlagen wird, bis aus Zerstörung wieder Leben entsteht.
"Sachte, mein Schatz! Schneller geht's ohne Hast", mag Gollums Devise sein. Das Motto des Films ist es nicht. Das lautet Angriff, und niemand wird widerstehen können: "Nach Isengard! Am Tor gescharrt, und sei's so hart wie Stein! Den Felsenwall mit Hörnerschall und Trommelschlag reißt ein!"
Die Reise kann beginnen.
James Nesbitt, hier in der TV-Verfilmung "Jekyll", hat das Zeug zum Zwerg. (Foto: ARTE F/Hartswood)
Das "Hobbit"-Ensemble vervollständigt sich. Nach der Bekanntgabe der Hauptdarsteller besetzte Peter Jackson nun zwei weitere Rollen - diesmal waren es Zwerge: James Nesbitt ("Cherrybomb", "Match Point"), der zuerst als Bilbo Beutlin gehandelt wurde, wird Zwerg Bofur spielen und Newcomer Adam R. Brown schlüpft in die Rolle von Ori.
Jackson zeigt sich reichlich glücklich, den irischen Schauspieler Nesbitt gewonnen zu haben: "James' Charme, Wärme und Witz sind ebenso legendär wie seine Bandbreite als Schauspieler sowohl in komischen als auch in dramatischen Rollen", so der Regisseur.
Bofur ist einer der dreizehn Zwerge, der Hobbit Bilbo auf seiner abenteuerlichen Reise begleitet. Bilbos Auftrag lautet, den Schatz des Einsamen Berges, der vom Drachen Smaug bewacht wird, an sich zu bringen. Gemeinsam macht sich die Gruppe auf den Weg in Richtung Nebelgebirge und trifft unterwegs nicht nur Trolle und Orks, sondern macht auch die Bekanntschaft mit Gollum. Bofur ist einer der friedlicheren Zwerge, der, genau wie seine Gefährten, ebenso hinter dem Schatz her ist. Er zeichnet sich durch Humor, eine sehr direkte Art und ab und zu auch Tapferkeit aus.
Der erste Teil von des "Der Herr der Ringe"-Prequels "Hobbit"-kommt im Dezember 2012 in die Kinos. Teil zwei folgt ein Jahr später.
Die Abenteuerlust, Entdeckerfreude und Neugier, die aus den großen blauen Augen des braunlockigen Jungstars Elijah Wood strahlen, sprechen Bände...
Die Rolle als weiser alter Zauberer Gandolf der Graue, der in Peter Jacksons Verfilmung von J.R.R. Tolkiens "Herr der Ringe"-Trilogie...
Film der Woche: Der Kult geht weiter, die Alien-Jäger blitzdingsen wieder! Will Smith reist in die Sixties, um den jungen Agent Kay (Josh Brolin) zu retten.
Preview der Woche: Schöne Komödie mit "Hannah Montana" Miley Cyrus, die sich in ihren besten Freund verliebt.