Louis Klamroth
Peter Lohmeyer
Lucas Gregorowicz
Regie: Sönke Wortmann
Verleih: Senator
Das Ruhrgebiet im Frühjahr 1954: Während die Familie Lubanski die Rückkehr des Vaters aus russischer Gefangenschaft erwartet, bereitet sich die deutsche Fußballnationalmannschaft auf die bevorstehende Weltmeisterschaft in der Schweiz vor. Auch der elfjährige Mattes Lubanski (Louis Klamroth) freut sich auf das Sportereignis, ist er doch als persönlicher Taschenträger und Glücksbringer für das Wohl des Nationalkickers Helmut Rahn (Sascha Göpel) zuständig. Doch Vater Lubanski (Peter Lohmeyer) hat andere Pläne...
Wir sind wieder wer - The Movie! Mit einem Budget von rund acht Millionen Euro knöpft sich Sönke Wortmann einen herausragenden Moment deutscher Sportgeschichte vor und würzt das nationale Ereignis mit einer frei erdachten, gefühlvollen Familiengeschichte.
Sönke Wortmanns grandios inszeniertes Nachkriegsmelodram singt ein Hohelied auf Fußball, Freundschaft und gelebte Träume.
Regeln sind dazu da, um gebrochen zu werden. Dies hat Sönke Wortmann, der 1994 mit "Der bewegte Mann" einen der erfolgreichsten deutschen Filme aller Zeiten schuf, eindrucksvoll bewiesen.
Mit "Das Wunder von Bern" widerlegt er jenes alte Vorteil, Spielfilme über Fußball würden hierzulande niemanden hinter dem Ofen hervorlocken.
Kurioserweise ist sein Werk auch deshalb so spannend, aufregend und mitreißend, weil sich Wortmann als ausgewiesener Fan und Ex-Fußballer - er selbst spielte mit der SpVgg Erkenschwick in der zweiten Bundesliga - zurückgenommen und dafür den Regisseur in sich perfektioniert hat.
Natürlich zelebriert er trotzdem noch einmal jenes Wunder von Bern, als die Deutschen 1954 als krasse Außenseiter im WM-Endspiel Ungarn schlugen und erstmals Fußball-Weltmeister wurden. Aber damit gibt sich der 44-Jährige nicht zufrieden.
Parallel dazu erzählt er auch die (Nachkriegs)Geschichte des elfjährigen Fußball-Fanatikers Matthias Lubanski (Naturtalent: Lohmeyer-Spross Louis Klamroth), der unter der strengen Hand seines vom Krieg traumatisierten Vaters (selten so gut gesehen: Peter Lohmeyer) leidet.
Und schließlich präsentiert Wortmann noch einen dritten Handlungsstrang, zeigt den aufstrebenden Münchner Sportjournalisten Paul Ackermann (Lucas Gregorowicz), der live von der WM berichten darf. Im Schlepptau befindet sich seine junge Frau Annette (Katharina Wackernagel), die Fußball eigentlich so ganz und gar nicht interessiert, und die dennoch zur heimlichen Komplizin des Bundestrainers wird.
Fazit: "Das Wunder von Bern" ist ein Kinowunder, ein großes Melodram, geschickt gespickt mit schönen Anekdoten, feinem Humor und grandiosem Sport.
| Darsteller: | Louis Klamroth | als Matthias Lubanski | |
|---|---|---|---|
| Peter Lohmeyer | als Richard Lubanski | ||
| Lucas Gregorowicz | als Paul Ackermann | ||
| Katharina Wackernagel | als Annette Ackermann | ||
| Johanna Gastdorf | als Christa Lubanski | ||
| Mirko Lang | als Bruno Lubanski | ||
| Birthe Wolter | als Ingrid Lubanski | ||
| Peter Franke | als Sepp Herberger | ||
| Knut Hartwig | als Fritz Walter | ||
| Sascha Göpel | als Helmut Rahn | ||
| Holger Dexne | als Horst Eckel | ||
| Martin Bretschneider | als Hans Schäfer | ||
| Kai Schäfer | als Werner Kohlmeyer | ||
| Jo Stock | als Toni Turek | ||
| Andreas Barth | als Werner Liebrich | ||
| Simon Verhoeven | als Ottmar Walter | ||
| Sylvester Pezena | als Jupp Posipal | ||
| Jan Holland | als Karl Mai | ||
| Tobias Hartmann | als Max Morlock | ||
| Joachim Kappl | als Adi Dassler | ||
| Andreas "Obel" Obering | als Herbert Zimmermann | ||
| Dirk Szczepaniak | als Berni Klodt | ||
| Christian Leonhard | als Karl-Heinz Metzner | ||
| Gotthard Lange | als Alfred Pfaff | ||
| Matthias Sellmann | als Fritz Laband | ||
| Thomas Stodukla | als Heinz Erhardt | ||
| Jens Busch | als Hans Bauer | ||
| Michael Herkendell | als Richard Herrmann | ||
| Alexander von Moers | als Uli Biesinger | ||
| Thomas Geerlings | als Heinz Kubsch | ||
| Markus Mozin | als Heinz Kwiatkowski | ||
| Torsten Rother | als Paul Mebus | ||
| Regie: | Sönke Wortmann | ||
| Drehbuch: | Sönke Wortmann | ||
| Rochus Hahn | |||
| Produzent: | Tom Spieß | ||
| Hanno Huth | |||
| Sönke Wortmann | |||
| Koproduzent: | Benjamin Herrmann | ||
| Dr. Stefan Gärtner | |||
| Kamera: | Tom Fährmann | ||
| Schnitt: | Ueli Christen | ||
| Musik: | Marcel Barsotti | ||
| Produktionsdesign: | Uli Hanisch | ||
| Kostüme: | Ursula Welter | ||
Ein Jubelschrei geht durch die Nation, Deutschland ist zum ersten Mal Weltmeister!
Am 4. Juli 1954 geschah "Das Wunder von Bern": Die deutsche Fußballnationalmannschaft holte sich mit einem spannenden Kampf den Titel und gewann im WM-Finale 3:2 gegen Ungarn. Noch heute erzählt man sich von den Heldentaten der Spieler, die sich unter dem wachsamen Auge von Trainer Sepp Herberger im Berner Wankdorf-Stadion bei strömendem Regen zum Sieg kickten.
Da war es nur eine Frage der Zeit, bis jemand den historischen Moment auf Leinwand bannte. Sönke Wortmann war schließlich der Mann, der die deutsche Kinonation noch einmal das denkwürdige Spiel erleben ließ. 2003 schickte er Rahn und seine Kollegen wieder auf den Rasen, eingebettet in die Geschichte des kleinen Matthias, dem Sohn eines Kriegsheimkehrers.
"Das Wunder von Bern" wurde auch als Film ein Erfolg. Über 3,6 Millionen Zuschauer wollten das Sportereignis allein in Deutschland sehen.
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