Originaltitel: Bruce Almighty
USA 2003
Jim Carrey
Morgan Freeman
Jennifer Aniston
Regie: Tom Shadyac
Verleih: Buena Vista
Am Ende eines langen Tages, an dem so ziemlich alles grauenvoll in die Hose ging, verliert der mit sich und der Welt unzufriedene Kleinstadt-TV-Reporter Bruce Nolan (Jim Carrey) jede Contenance und lässt seiner Wut auf den lieben Gott in einer Schimpftirade freien Lauf. Der hört zu, erscheint Nolan in Menschengestalt (Morgan Freeman) und überlässt ihm als Antwort für 24 Stunden seinen Job. Nolans Freundin (Jennifer Aniston) ist nicht erfreut.
Nach "Der Dummschwätzer" und "Ace Ventura" ist diese aberwitzige Burleske die nunmehr dritte Kollaboration zwischen Gummigesicht Jim Carrey und Komödienspezialist Tom Shadyac.
Vorsicht! Als Gottes coole Urlaubsvertretung verursacht Comedy-Ass Jim Carrey leichtes Chaos. Es droht Lachmuskel-Kater.
"Lerne klagen, ohne zu leiden" so könnte das Motto heißen von Boulevard-Reporter Bruce Nolan in Buffalo, New York. Der Querulant erster Qualität nörgelt ständig an irgendetwas herum.
Obwohl er Popularität genießt und seine Freundin Grace (verführerisch, süß: Jennifer Aniston) ihn liebt, ist er unzufrieden. Er möchte keine Reportagen mehr machen, sondern zum angesehenen Anchorman des Senders aufsteigen, einer der ganz Großen im News-Geschäft sein.
An einem Tag geht alles in die Hose. Er verliert seinen Job, wird von einer Gang zusammengeschlagen, die auch noch sein Auto auseinandernimmt. Fluchen und Toben helfen nichts, ein Schuldiger muss her. Am besten Gott, der seine Schäflein nicht richtig hütet!
Ein Wunder - der Beschimpfte taucht auf in Gestalt von Morgan Freeman und schlägt dem Wütenden einen Deal vor. Bruce soll ihn für eine Woche vertreten, damit der Schöpfer mal ausspannen kann und sich nicht mehr mit den undankbaren Menschen abgeben muss.
Erst glaubt Bruce an einen Albtraum oder an den Verlust seines Verstanden. Doch dann nimmt der Meckerer vom Dienst den ungewöhnlichen Job an. Ein tolles Gefühl, die Puppen tanzen zu lassen.
Bald steigt ihm die Macht zu Kopf. Und er muss sich entscheiden, entweder zum größten Unsympathen des Universums zu mutieren oder als Allmächtiger für etwas mehr Menschlichkeit auf Erden zu sorgen.
Wehe, wenn sie losgelassen: Das Gespann Jim Carrey und Regisseur Tom Shadyac, die Lachmuskel-Kitzler von "Ace Ventura - ein tierischer Detektiv" und "Der Dummschwätzer", setzt hier noch eins drauf. Jede Sekunde ein Brüller. Da sage noch einer, es gäbe keinen lieben (Film)Gott!
| Darsteller: | Jim Carrey | als Bruce Nolan | |
|---|---|---|---|
| Morgan Freeman | als Gott | ||
| Jennifer Aniston | als Grace Connelly | ||
| Philip Baker Hall | als Jack Keller | ||
| Catherine Bell | als Susan Ortega | ||
| Lisa Ann Walter | als Debbie | ||
| Steve Carell | als Evan Baxter | ||
| Nora Dunn | als Ally Loman | ||
| Sally Kirkland | als Anita Mann | ||
| Eddie Jemison | als Bobby | ||
| Tony Bennett | als Tony Bennett | ||
| Paul Satterfield | als Dallas Coleman | ||
| Mark Kiely | als Fred Donohue | ||
| Timothy Di Pri | als Bruces Kameramann | ||
| Brian Tahash | als Bruces Tonmann | ||
| Lou Felder | als Pete Fineman | ||
| Lillian Adams | als Mama Kowolski | ||
| Christopher Darga | als Vol Kowolski | ||
| Regie: | Tom Shadyac | ||
| Drehbuch: | Steve Oedekerk | ||
| Mark O'Keefe | |||
| Steven Wayne Koren | |||
| Produzent: | Tom Shadyac | ||
| Jim Carrey | |||
| James D. Brubaker | |||
| Michael Bostick | |||
| Steven Wayne Koren | |||
| Mark O'Keefe | |||
| Ausf. Produzent: | Roger Birnbaum | ||
| Gary Barber | |||
| Steve Oedekerk | |||
| Kamera: | Dean Semler | ||
| Schnitt: | Scott Hill | ||
| Musik: | John Debney | ||
| Produktionsdesign: | Linda DeScenna | ||
| Jim Nedza | |||
| Kostüme: | Judy L. Ruskin | ||
| Ton: | José Antonio García | ||
| Casting: | Junie Lowry-Johnson | ||
| Ron Surma | |||
Sage noch einer, Hollywood stehe nicht voll im Leben! Jim Carrey jedenfalls wird nun öffentlich als Rabenvater gegeißelt, weil er laut Aussagen seiner Ex-Frau die gemeinsame Tochter am Hungertuch nagen lasse - Carrey überweißt nämlich nur lächerliche 10.000 Dollar Unterhalt im Monat!
Mit solchen Fällen müssen sich Richter in Hollywood befassen: In ihrer schieren Verzweiflung wandte sich nun Melissa Carrey an ein Gericht in Los Angeles und führt haarklein und in einer mehrseitigen Eingabe auf, dass Knautschgesicht Jim Carrey schuld daran sei, dass die gemeinsame Tochter am Rande der Armutsgrenze dahinvegetieren müsse. Die 15-Jährige Jane erhält nämlich "nur" 10.000 Dollar Unterhalt - monatlich!
"Sie hat überhaupt kein eigenes Sicherheitspersonal und das in Zeiten wie diesen!" schluchzte die besorgte Mutter mitleidheischend in die Mikrophone der Journalisten und fuhr munter fort: "Jane hat keinen persönlichen Fitness-Trainer, ja noch nicht einmal ihre Fitness-Geräte!" Und um wenigstens hier Abhilfe zu schaffen, legte sie auch noch gleich einen Antrag auf ein eigenes Fitnessstudio im Wert von 200.000 Dollar der Klage bei.
Des weiteren klagen Mutter und Tochter dann auch noch gleich auf Reitstunden und regelmäßigen Ski-Urlaub, was ja mit den 10.000 Dollar monatlich - nur zur Erinnerung erwähnt - nicht zu finanzieren sei. Eine Freundin der Tochter, die den beiden angeblich hin und wieder eine warme Mahlzeit zukommen lässt, pflichtete Melissa Carrey bei: "Jane ist so arm, ich frage mich wie sie es jeden Tag schafft mit ihrem Lexus zu Schule zu kommen!"
Wäre nicht schon Jim Carrey der Komiker in dieser Familie, wovon man sich in Kürze in "Bruce Allmächtig" wieder überzeugen kann, Mutter, Tochter und natürlich auch die wohltätige Freundin müssten vom Fleck weg engagiert werden. So kann man nur auf einen Richter hoffen, der noch nicht vergessen hat, dass grob geschätzt 99 Prozent aller Teenager weltweit mit erheblich weniger Geld im Monat auskommen müssen.
Mit der Gesichtsgymnastik eines gurgelnden Gummischlauchs und als anarchischer Körperverrenker mit garantierter Turbokomik übertrifft Jim Carrey...
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