Vierte Auskopplung des "Alien"-Stoffes von Jean-Pierre Jeunet in toller Ästhetik präsentiert. http://images.kino.de/flbilder/max00/mbiz00/mbiz08/z0008688/b150x150.jpg Alien - Die Wiedergeburt

Filmdetails

Alien - Die Wiedergeburt

Vierte Auskopplung des "Alien"-Stoffes von Jean-Pierre Jeunet in toller Ästhetik präsentiert.


Alien - Die Wiedergeburt
Start: 27.11.1997

Originaltitel: Alien Resurrection

Science Fiction / Horror

USA 1997
Laufzeit: 108 Min.
FSK: ab 16 Jahre

Sigourney Weaver
Ron Perlman
Winona Ryder

Regie: Jean-Pierre Jeunet
Verleih: Fox

Bogey - Box Office Germany Award

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Action
Humor
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Spannung
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Inhalt

Ripleys Wiedergeburt funktioniert durch Klonen. Die Wunder der Wissenschaft machen aber auch die Nachzucht der aggressiven Aliens möglich, die prompt entkommen und eine ernsthafte Bedrohung für die Erde darstellen. Nur Ripley, die durch unsauberes Klonen auch Alien-Charakteristika abbekommen hat, und ihre bunt zusammengewürfelte Mannschaft können die Brut stoppen.


Kritik

Alien - Die Wiedergeburt

Trotz ihres Opfertodes im Flammenmeer vor fünf Jahren ist der Leidensweg der Ellen Ripley noch nicht zu Ende - der Gentechnologie sei Dank. Aus einem Blutstropfen geklont, muß sich die Prototypin der modernen Action-Heroin 200 Jahre nach ihrem Tod ein viertes Mal zum Kampf gegen die Titelmonster stellen. Im Ton nicht so sakral und wesentlich actionreicher als der beklemmende Vorgänger von David Fincher, ist Jean-Pierre Jeunets Beitrag zu der Science-fiction-Reihe keinesfalls weniger eigenwillig. Wenn nicht gerade in extrem aufwendigen Combat-Szenen auf engstem Raum ums Überleben gekämpft wird, frönt der Franzose seiner bekannten Vorliebe für das Abseitige und wirft für einen Film dieser Größe überraschend verstörende Freud'sche Elemente in den Mix.

Wenn die Kamera zu Beginn des Films zärtlich über eine nur schwer identifizierbare Kreatur mit grausam entstellten Zügen fährt, gibt Jean-Pierre Jeunet auch gleich das Leitthema seines Hollywood-Debüts vor: Sympathie für die Freaks, Mutationen, Außenseiter, Pariahs - und letztlich auch Monster - ein Motiv, das den Regisseur nicht los läßt. Der Film selbst ist unschwer als Mutation der vorangegangenen "Alien"-Hits zu erkennen und greift immer wieder Elemente der Vorgänger verfremdet auf. Diese gigantische Materialschlacht mutet häufig wie eine perverse Mischung aus "Das Poseidon-Inferno" und den besten Beispielen des Splatter-Films der achtziger Jahre (vor allem Stuart Gordons "From Beyond") an.

Wie in "Aliens - Die Rückkehr" muß sich Ripley nun auch 200 Jahre später auf die Unterstützung kampferfahrener Desperados verlassen. Waren es in Camerons High-Tech-Schlacht noch schwer bewaffnete Marines, so ist es hier ein Trupp Piraten, der geradewegs aus Jeunets "Die Stadt der verlorenen Kinder" entsprungen sein könnte und an Bord des gigantischen Raumschiffs Auriga kommt, um illegal Alien-Eier mit zugehörigem, menschlichen Gastkörper anzuliefern. Währenddessen ist es den Wissenschaftlern beim achten Anlauf gelungen, einen perfekten Ripley-Klon herzustellen, aus dessen Brust sie die Alien-Königin entnehmen, mit der Ripley im dritten Teil schwanger gegangen war. Ripley ist nur ein Beiprodukt der gesamten Operation und wird nur aus einer Laune am Leben erhalten. Doch die Genmanipulation hat auch bei ihr Mutationen bewirkt: sie hat heißes Alien-Blut in den Adern und ist, im wahrsten Sinne des Wortes, entschlossener, aber auch entspannter denn je. Das ist gut so, denn als kurz darauf die Aliens ausbrechen und ein blutiges Chaos auf der Auriga anrichten, übernimmt sie die Führung der kleinen Gruppe Überlebender, die die von Aliens verseuchte Raumstation durchkreuzen müssen, um das rettende Piratenschiff zu erreichen.

Jeunet ist sich der Vielfalt der sich bietenden Möglichkeiten bewußt, behält aber auch die Action überraschend aufmerksam im Auge. Besonders eine Sequenz, in der Ripleys Truppe unter Wasser von Aliens angegriffen wird, ist atemberaubend. Gleichzeitig etabliert Drehbuchautor Joss Whedon, der dem "Alien"-Thema interessante neue Aspekte abgewinnt, spannende Motive. Nachdem Ripley die Alien-Königin auf die Welt gebracht hat, macht sie praktisch Jagd auf ihre eigenen Kinder. Zudem entdeckt sie ein Labor mit den grausam entstellten Überbleibseln der Genversuche mit ihrem Blut. Wenn Ripley sie in einer Referenz an "Alien 3" mit dem Flammenwerfer beseitigt, tötet sie auch Teile von sich selbst. Starker Tobak, der letztlich von einem lachhaften Showdown, in dem es zur Vereinigung Ripleys mit ihrem Alien-Baby (sieht aus wie ein mit zittriger Hand gezeichneter "Casper") kommt, beinahe entwertet wird. Der brillanten Sigourney Weaver ist es zu verdanken, daß "Alien - Die Wiedergeburt" in diesem Moment nicht zur Karikatur gerät. Schwach dagegen die Vorstellung von Winona Ryder, die als Weltraum-Piratin mit Geheimnissen fehl am Platz wirkt. "Alien"-Fans dürfte dieser unglaublich blutige Film (FSK ab 16) dennoch gefallen, auch wenn Jeunet die spannendsten Ideen aufgrund des erbarmungslosen Action-Diktats immer wieder angedacht lassen muß und Autoritätsfiguren in diesem apokalyptischen Szenarios weitaus schlechter abschneiden als die Titelhelden. ts.

Alien - Die Wiedergeburt

Darsteller:  Sigourney Weaver   als Ellen Ripley
  Ron Perlman   als Johner
  Winona Ryder   als Annalee Call
  Dominique Pinon   als Vriess
  Michael Wincott   als Elgyn
  Dan Hedaya   als General Perez
  J. E. Freeman   als Dr. Wren
  Brad Dourif   als Gediman
  Raymond Cruz   als Distephano
  Kim Flowers   als Hillard
  Gary Dourdan   als Christie
  Leland Orser   als Purvis
  Carolyn Campbell   als Anaesthesistin
  Marlene Bush   als Forscherin
  David St. James   als Arzt
  Rodney Mitchell   als Soldier with Glove
 
Regie:  Jean-Pierre Jeunet  
Drehbuch:  Joss Whedon  
Produzent:  Bill Badalato  
  Gordon Carroll  
  David Giler  
  Walter Hill  
  Lisa Knaggs  
  Edouard Valton  
Koproduzent:  Sigourney Weaver  
Ausf. Produzent:  Amy J. Jupiter  
  Antoine Simkine  
Kamera:  Darius Khondji  
Schnitt:  Hervé Schneid  
Musik:  John C. Frizzell  
Produktionsdesign:  Nigel Phelps  
  Steve Cooper  
  Andrew Neskoromny  
Kostüme:  Bob Ringwood  
Ton:  Richard Bryce Goodman  

James Cameron verhandelt um "Avatar 2"-Budget und hofft auf Sigourney Weaver

Zu jedem drittklassigen Film schmeißt Hollywood mitunter halbgare Fortsetzungen auf den Markt. Da soll es ausgerechnet zum erfolgreichsten Film aller Zeiten keine geben?

Großansicht James Cameron würde auch am Set von "Avatar 2" wieder gerne mit Sigourney Weaver fachsimpeln (Foto: Fox)

James Cameron würde auch am Set von "Avatar 2" wieder gerne mit Sigourney Weaver fachsimpeln (Foto: Fox)

James Cameron ist unzufrieden. Die Verhandlungen mit dem Filmriesen Fox über eine Fortsetzung zu "Avatar - Aufbruch nach Pandora" gestalten sich offenbar schwieriger als gedacht:

"Ich kann leider nicht sagen, dass das auf jeden Fall passiert", so James Cameron über "Avatar 2". "Der Deal ist noch nicht festgezurrt, die Verhandlungen laufen noch. Hier geht es um ein ganz großes Geschäft und ich habe dazu einen 10-Jahres-Plan im Kopf. So lange im Voraus will sich ein Filmstudio aber normalerweise nicht festlegen. Trotzdem hoffe ich, dass wir uns einigen. Allerdings muss sich erst zeigen, ob 'Avatar 2' das nächste Projekt sein wird, das ich angehen kann."

Fans der niveauvollen 3D-ScienceFiction müssen sich also auf jeden Fall noch in Geduld üben - selbst wenn James Cameron eine Zusage erhält. Dass ein bahnbrechendes Kinoerlebnis wie "Avatar" mit seinen technischen Pionierleistungen seine Zeit braucht, ist schließlich jedem klar. Und dass "Titanic"-Macher Cameron auch im zweiten Teil mit noch nie gesehenen Bildern sein Publikum faszinieren will, ebenfalls.

Sein oder nicht Sein - ist nur eine Frage der Agentin!

In einer Hinsicht setzt James Cameron aber auf Altbewährtes: Er hofft auf eine Rückkehr von Sigourney Weaver, die im ersten Film mit einem Baum der Na'vi verschmolz. Zwar interpretierten viele Fans die Szene so, dass Weavers Figur Dr. Grace Augustine damit gestorben sei, doch hier widerspricht James Cameron:

"Wer sagt, dass sie tot ist? Wir reden hier von Science Fiction, da stirbt niemand! Ob Grace lebt oder stirbt, entscheidet nur die Agentin von Sigourney Weaver."

Das heißt im Klartext: James Cameron will Weaver unbedingt bei "Avatar 2" dabeihaben und wartet auf ihre Zusage. Und die Schauspielerin wäre schlecht beraten, wenn sie dieses Angebot ablehnte. Insbesondere, da sie beim neuen Film jener Space-Saga, die sie einst zum Superstar machte, nicht dabei ist: Zwar plant Ridley Scott eine Vorgeschichte zu "Alien", aber die ist deutlich vor den Geschehnissen angesiedelt, die Sigourney Weaver als Ellen Ripley erlebte. Trotzdem hat Weaver ihre Hilfe für das gespannt erwartete Alien-Prequel angeboten:

"Wenn ich Tipps zur Story geben soll, mache ich das gerne. Ich habe ein gutes Gespür, was die Leute an den 'Alien'-Filmen mögen und was nicht. Hoffentlich werde ich um Rat gefragt!"

Klingt ganz so, als sollten sich James Cameron, Ridley Scott und Sigourney Weaver mal auf ein Business-Lunch treffen. Da kann Hollywoods Gerüchteküche schon mal vorheizen ...

Bilder zu "Avatar - Aufbruch nach Pandora (Erweiterte Fassung)"

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Sigourney Weaver

Mit der Rolle der Astronautin Ripley in Ridley Scotts "Alien", die im Lauf dreier Fortsetzungen zur Mutter der Aliens wird, wurde...

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Ron Perlman

Amerikanischer Schauspieler. Seit seinem starken Auftritt als Neandertaler Amoukar in Jean-Jacques Annauds Steinzeit-Road-Movie "Am Anfang war...

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