Zero Dark Thirty (2012)

Zero Dark Thirty Poster
Userwertung (1)
  1. Ø 4
Kritikerwertung (2)
  1. Ø 3.3

Filmhandlung und Hintergrund

Zero Dark Thirty: Von Oscarpreisträgerin Kathyrn Bigelow meisterlich inszeniertes Drama über die lange, von Fehlschlägen gezeichnete Jagd auf Al-Qaida-Führer Osama bin Laden.

Zwei Jahre nach den Anschlägen vom 11.September schließt sich die junge CIA-Agentin Maya der Jagd auf Al-Qaida-Führer Osama bin Laden an. Acht Jahre folgen im Einsatz zwischen Pakistan, Saudi-Arabien und Afghanistan. Spuren verdichten sich und führen doch in Sackgassen oder Fallen, Menschen werden gefoltert und auf beiden Seiten getötet. Trotz aller Rückschläge ist Maya überzeugt, endlich den Mann identifizieren und finden zu können, der sie letztlich zu bin Laden führen wird. Hartnäckigkeit, die belohnt werden wird.

Zwei Jahre nach 9/11 schließt sich die Agentin Maya der Jagd nach bin Laden an und stößt schon bald auf eine Fährte. Von Oscar-Preisträgerin Kathyrn Bigelow meisterlich dokumentarisch-realistisch inszeniertes Thrillerdrama.

Videos und Bilder

Im Kino in deiner Nähe

Auf DVD & Blu-ray (1)

Kritiken und Bewertungen

So werten die User Ø
(1)
5
 
0 Stimmen
4
 
1 Stimme
3
 
0 Stimmen
2
 
0 Stimmen
1
 
0 Stimmen
So werten die Kritiker (2 Stimmen)
5
 
0 Stimmen
4
 
1 Stimme
3
 
1 Stimme
2
 
0 Stimmen
1
 
0 Stimmen

Wie wertest Du? Klicke auf einen der Sterne:

Kritikerrezensionen

  • Mit "Zero Dark Thirty" hat Regisseurin Kathryn Bigelow nach "The Hurt Locker" einen weiteren Politthriller über den jüngsten Krieg der USA gedreht, und erneut hat sie hervorragende Arbeit geleistet. "Zero Dark Thirty" über die Suche nach dem größten Feind der USA ist ein beklemmendes, unerhört spannendes und kontroverses Porträt von Geheimdienstarbeit und darüber, was sie mit ihren Vollstreckern anstellt. Bigelows Film spiegelt die heutige USA und ihre Bereitschaft, für ihren sogenannten Kampf für den Frieden bis zum Äußersten zu gehen - und das kompromisslos, ungeschminkt und hart. Gleich zu Beginn wohnt Agentin Maya einer Folterung bei, die explizit die grausame Praxis des "Waterboarding", des simulierten Ertrinkens zeigt. Makaber und provokativ ist die Szene, die direkt folgt: Sie zeigt Präsident Barack Obama in einem TV-Interview, in dem er sich ausdrücklich gegen Folter ausspricht. Es sind diese Szenen, die Kathryn Bigelow in Hollywood und der amerikanischen Öffentlichkeit harsche Kritik für ihren Film eingebracht haben.

    Dabei liegt gerade in dieser Offenheit, in der Schonungskosigkeit von Bigelows Bildern und der Nüchternheit der Inszenierung die Stärke ihres Films: Dieses unerbittliche "Seht hin!" frisst sich ins Gedächtnis. Vor allem, da "Zero Dark Thirty" auf psychologischer Ebene eine Glorifizierung des US-Kampfes komplett vermeidet: Die Folter, die Gewalt, die Aggression im Einsatz zur Verteidigung des eigenen Lebens und letztlich zur Erfassung bin Ladens, sie zerstört Verfolger und Verfolgte. Am Ende gibt es keine Sieger, nur Schmerz ... auf beiden Seiten.

    Hochachtung gebührt Bigelows Ensemble, das die Geschichte bis in die kleinste Nebenrolle ausnahmslos glaubhaft und bewegend spielt. Gerade Hauptdarstellerin Jessica Chastain, die auf den ersten Blick wegen ihres Typs Marke "rothaarige Rechtsanwaltsgehilfin" wie eine Fehlbesetzung sowohl schauspielerisch als auch inhaltlich wirkt, ist bemerkenswert: Wie sie sich als CIA-Agentin in einer Männerwelt Respekt verschafft, wie sie an der eigenen Arbeit selbst zu zerbrechen droht und wie ihre Motivation zur Festsetzung bin Ladens nach dem Tod ihrer Kollegin fanatische Züge bekommt - all das ist großartig anzusehen.

    Chastain trägt den überlangen Film auch über so manchen Durchhänger hinweg. Nicht alle Teile der jahrelangen Fahndung sind gleich spannend, es wird sehr viel geredet, und wer einmal nicht aufpasst, droht in der komplexen Geschichte den Faden zu verlieren. Dennoch, "Zero Dark Thirty" ist absolut sehenswertes, brisantes, wichtiges Kino. Allein schon die letzte halbe Stunde, in der die Aktion "Neptun's Spear" tatsächlich anläuft, gehört zum Aufregendsten, was das Kino seit langem zu bieten hatte.

    Fazit: "Zero Dark Thirty" ist ein brisanter, spannender, herausragend gespielter und beklemmend nüchterner Politthriller, der vor allem durch sein schonungslos offenes Porträt amerikanischer Praktiken im "Krieg für den Frieden" besticht. Aktuell, provokant, wichtig.
  • Mit ihrem neuen Film dokumentiert Oscarpreisträgerin Kathryn Bigelow akribisch und aufregend die Jagd auf Al-Qaida-Führer Osama bin Laden.

    Man kennt das Ende, doch nicht den Weg dorthin und staunt über 157 mitreißende Minuten – trotz sichtbarer Distanz zum aufgeheizten Überwältigungskino, das “Zero Dark Thirty” auch hätte sein können. Bigelows kongenialer Nachfolger auf ihren Oscarhit “The Hurt Locker” fokussiert sich erneut auf ein tödliches Kommando, ist ihr “Zodiac” – eine Studie in Besessenheit, flankiert von Beobachtungen über starke Frauen in männlich geprägten Hierarchien, erzählt vor dem Hintergrund einer von Verhören, Terrorakten, Fallen, Sackgassen und Zugriffen dramatisierten Schnitzeljagd, die, realistisch und an Fakten orientiert, auch fiktive Elemente zulässt. Das unterscheidende, verstörende Merkmal, ein Milieu, in dem ethische Fragen keine Rollen spielen dürfen, spricht das Drehbuch von Mark Boal, Autor von “The Hurt Locker”, direkt an.

    Nach einer langen Schwarzblende und einer Toncollage, die ohne reißerischen Touch an den 11.September erinnert, springt Bigelow mitten ins Grauen, in ein Folterverhör in irgendeinem CIA-Loch in Pakistan. In den nächsten 25 Minuten kehrt der Film immer wieder zu diesem Abgrund, zum Brechen eines Menschen, zurück, enthält sich moralischer Wertung, macht aber deutlich, dass im Krieg, und nichts anderes ist das hier, Ethik eine Illusion ist. “Zero Dark Thirty” respektiert seine “Krieger”, ist aber kein Heldengedicht, sondern ein mühseliges Kriechen durch den Dreck, aus dem man sich am Ende ohne überzogenes Triumphgefühl erhebt. Wenn in den Verhören die ersten Namen fallen, sind das die ersten Bausteine zu einem gewaltigen Puzzle, das erst acht Jahre später zusammengesetzt sein wird. Während US-Präsidenten, Vorgesetzte, das politische Klima und Schauplätze wechseln, Al-Qaida weitere Bombenanschläge durchführt und es auch auf Seiten der CIA tragische Verluste gibt, konzentriert sich die Suche nach dem Phantom auf ein anderes, auf bin Ladens loyalsten Kurier.

    Dabei verdichtet der Film die nationale Jagd auf eine persönliche. Eine junge zielorientierte CIA-Agentin, eine weitere Top-Darstellung von Jessica Chastain, ist der Motor des mit vielen großartigen Schauspielern besetzten Dramas, ist der Anker des Zuschauers im Chaos von Namen und Fakten, von Gewalt und Zerstörung, von Verzweiflung und Hoffnung. Wenn im letzten Bild eine Träne auch ihren Widerstand bricht, ist man so desorientiert über die Zukunft wie sie, dafür aber sicher, einen meisterlichen, spannenden Film gesehen zu haben, der sich selbst im finalen Action-Zugriff auf bin Laden ökonomisch und nüchtern gibt und trotzdem nichts an Intensität einbüßt. kob.
  • Eine betont unemotionale und dadurch mitunter eindrucksvolle Schilderung der Jagd nach Osama Bin Laden, die aber nicht selten auch recht müßig ist.
Alle ansehen

Darsteller und Crew

News und Stories

Kommentare

Liebe Nutzer, wir überarbeiten unser Kommentarsystem um es in Zukunft noch nutzerfreundlicher und weiter zugänglich zu machen. Bitte habt noch etwas Geduld mit uns, wir werden es euch dann bald an dieser Stelle zur Verfügung stellen.