The Visit (2015)

The Visit Poster
Nicht mehr im Kino.
Userwertung (66)
  1. Ø 3.3
Kritikerwertung (3)
  1. Ø 3.3

Filmhandlung und Hintergrund

The Visit: Horrorkomödie um zwei Geschwister, die ein paar Tage bei ihren Großeltern auf dem Land verbringen und feststellen, dass nicht alles mit rechten Dingen zugeht.

Die beiden Geschwister Rebecca (Olivia De Jonge) und Tyler (Ed Oxenbould) treten eine Zugreise nach Pennsylvania zu ihren Großeltern an. Ihre Mutter (Kathryn Hahn) unternimmt ihrerseits eine Urlaubsreise und so sollen die Kinder für eine Woche auf der abgelegenen Farm bei Oma (Deanna Dunagan) und Opa (Peter McRobbie) unterkommen. Was für einige Kinder vielleicht eine Qual wäre, ist für Rebecca und Tyler ein spaßiger Ausflug. Die vier verstehen sich am Tag der Ankunft prächtig, verbringen einen angenehme Zeit miteinander und die beiden Kinder werden liebevoll umsorgt. Lediglich die Regel, die ihr Großvater aufstellt, nämlich dass sie ihr Zimmer nach 21:30 Uhr nicht mehr verlassen dürfen, sorgt für etwas Irritation. Aber die beiden Kinder denken sich nichts Böses dabei und kommen der Aufforderung nach. Eines Nachts erwachen sie jedoch und hören eigenartige Geräusche innerhalb des Hauses. Obwohl es bereits nach 21:30 Uhr und damit nach der Sperrstunde ist, beschließen die beiden, ihr Zimmer zu verlassen. Sie wollen draußen nach dem Rechten sehen, vielleicht sind ja Einbrecher ins Haus eingedrungen. Es wartet jedoch eine Entdeckung auf sie, die sie wesentlich mehr beunruhigt. Die merkwürdigen Geräusche stammen nämlich von ihrer Großmutter, die sich äußerst sonderbar verhält. Zwar versucht ihr Großvater am nächsten Morgen, den Vorfall als unbedeutend abzutun, doch auch er benimmt sich zunehmend sonderbar. Selbst tagsüber legen die beiden Senioren nun ein Verhalten an den Tag, das ihre Enkelkinder verängstigt. Sie versuchen ihre Mutter von der drohenden Gefahr zu überzeugen, damit sie die beiden aus dem alptraumhaften Kurztrip rettet. Doch nachdem sie es ablehnt, Rebecca und Tyler abzuholen, müssen sich die Geschwister allein gegen ihre inzwischen bösartig wirkenden Verwandten behaupten.

Videos und Bilder

Auf DVD & Blu-ray (1)

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Vor zwanzig Jahren debütierte M. Night Shyamalan mit soviel Selbstvertrauen, dass er auf Anhieb zur ersten Liga Hollywoods zählen durfte. Doch dann... irgendwas ging schief. Er nahm sich auf solch penetrante Weise selbst zu ernst, dass seine Filme in überheblichen Allegorien untergingen. Er wurde ein Regisseur, der zwanghaft versuchte, seinen ersten Erfolg zu wiederholen. Aber hier kommt nun völlig unverhofft: The Visit - ein so unterhaltsamer und witziger Film, dass man fast vergisst, wie unheimlich er ist. Es gibt viele Horror Klischees, die mich nerven. Das Schlimmste von allen: "found footage". Shyamalan aber belebt dieses verdorrte Sub-Genre mit Adrenalin. Ja, es ist ein Stereotype. Ja, es ist absurd, dass jemand in den spannendsten Momenten noch mitfilmt. Shyamalan aber konzentriert sich auf die Stärke von "found footage": Den Überraschungsmoment. The Visit beginnt ruhig mit Mom (Kathryn Hahn), die in die Kamera spricht. Wie sie mit 19 von Zuhause weglief mit ihrem Freund, weil die Eltern mit ihm nicht einverstanden waren. Zwei Kinder bekam sie von ihm, doch er verliess die Familie für etwas Neues. Die Eltern haben seitdem den Kontakt abgebrochen, nun aber wollen sie ihre Enkelkinder kennenlernen. Mom und die Kinder werden deshalb ihre Grosseltern besuchen. (Shyamalan unterbricht seinen found footage mit Bildern von verschneiten Bäumen oder Sonnenuntergängen.) Becca (Olivia DeJonge) und Tyler (Ed Oxenbould) wollen einen Film drehen über das verlorene Haus von Moms Kindheit. Becca kennt sich aus und bringt Tyler so einiges über das Filmemachen bei. Die Kinder freuen sich über die Grosseltern, sind aber beunruhigt über den Effekt bei Mom, welchen die Ablehnung beider auslöst. Becca erklärt deshalb wie im Märchen, dass ihr Film ein Elixir sein soll, ihre Mutter heim zu bringen. Nana (Deanna Dunagan) ist eine Grossmutter wie aus dem Bilderbuch, Pop Pop (Peter McRobbie) ist ein Bauer, der die Kinder immer wieder daran erinnert, dass ihre Grosseltern alt sind. Doch was macht Pop Pop die ganze Zeit in der Scheune? Warum verlangt Nana von Becca, den Ofen zu reinigen und zwingt sie, ganz hinein zu kriechen? Was sind das für leise Geräusche, die aus ihrem Schlafzimmer dringen in der Nacht? Die Grosseltern sind unheimlich, aber vielleicht nur aufgrund ihres Alters? Der Film von Becca und Tyler verändert sich zu einer Erkundung dieser Geheimnisse. Sie platzieren die Kamera in der Scheune und nachts im Wohnzimmer. Was passiert unten, während sie im Bett liegen? Dunagan und McRobbie spielen ihre Rollen ganz der Märchenwelt des Films entsprechend. Schliesslich: Der Twist! Wir wussten, er würde kommen, denn das ist ein Film von Shyamalan - trotzdem wirkt er schockierend. Die Stärke von The Visit ist die, dass sich Shyamalan hineinversetzt in die Kinder, ihre Witze, ihr Gezanke. Der Terror löst sich auf in hysterischem Gelächter - The Visit benutzt diese Katharsis ziemlich oft. The visit wirkt geradezu lächerlich als moderne Variante von Hänsel und Gretel, aber genau das ist das höchst mögliche Lob!
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  • M. Night Shyamalan demonstriert sein Talent für Twists in einer Gruselkomödie im Found-Footage-Stil.

    Horrorfabrik Blumhouse hat das nötige Kleingeld überwiesen und den Einfluss ihrer “Paranormal Activity“-Reihe geltend gemacht, um M. Night Shyamalan zu überzeugen, sich aus totgefahrener Mythenphantasterei zu lösen und auch formal neue Wege zu beschreiten. Wenn der Regisseur von “The Sixth Sense” zwei Kinder eine Doku über den Besuch bei Oma und Opa drehen lässt, vermisst man womöglich seine Virtuosität, gewinnt aber reichlich Komik, unheimliche Vorgänge und nach einem fast schon wieder genialen Twist ein Dinner aus Terror und Thrill.

    Gegen den Willen ihrer Mutter sind die Trennungskinder Rebecca und ihr jüngerer Bruder Tyler (humoristisch wie darstellerisch begabt: Olivia DeJonge und Ed Oxenbould ) im Winter aufs Land zu ihren unbekannten Bilderbuch-Großeltern gereist, die vor 15 Jahren den Kontakt zur Mutter abgebrochen hatten. Als altkluge Quasselstrippen posen die begeisterten Hobbyjungfilmer vor der Kamera und filmen ihre Trash-Einfälle. Aber ihre Marotten sind nichts im Vergleich zu denen der Großeltern: Nach halb zehn Uhr abends macht Oma nackt das Haus unsicher und auch Opa versteckt im Schuppen finstere Geheimnisse, was die beiden als Sundowning-Syndrom und Altersgebrechen zu verharmlosen versuchen.

    Shyamalan hantiert selbstironisch und mit offensichtlichem Spaß mit Versatzstücken von Spukhaus bis Schizo-Killern. Nicht erst, wenn die Oma ihre Enkelin in den Backofen lockt, verweist er fröhlich auf “Hänsel und Gretel”. Seinen beiden Jungmimen überlässt er viel Comedy-Freiraum, den sie für Rap-Einlagen nutzen, oder dafür, statt zu fluchen Popstar-Namen zu skandieren. Das laviert zwischen irre und kirre, wird beinahe zum Delirium höherer Potenz, vergisst aber weder Nervenkitzel noch rührseligen Familienzusammenhalt.

    tk.
  • Wenn der Besuch bei den Großeltern zum Albtraum wird – und Regisseur M. Night Shyamalan komplett frei dreht.
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