The Expendables (2010)

The Expendables Poster
Nicht mehr im Kino.
Userwertung (6)
  1. Ø 4.7
Kritikerwertung (3)
  1. Ø 3.8

Filmhandlung und Hintergrund

The Expendables: Knallharte Action im Stil der Achtzigerjahre über eine Gruppe von Söldnern, die den Auftrag erhält, einen von der CIA geschützten Diktator in Südamerika um die Ecke zu bringen.

The Expendables nennt sich ein Trupp bestens ausgebildeter Söldner, der von dem mit allen Wassern gewaschenen Barney Ross befehligt wird. Von dem undurchsichtigen Church, der den Mord an seinem Sohn rächen lassen will, erhalten sie den Auftrag, den Diktator Garza in seiner Bananenrepublik zu töten und den alten, demokratisch gewählten Präsidenten wieder zu installieren. Schnell stellen Ross und Co. fest, dass Garza zum einen von der CIA gedeckt wird, ihr Auftraggeber zum anderen mit falschen Karten spielt. Und dann heftet sich mit dem durchgeknallten Gunnar Jenssen auch noch ein unehrenhaft aus der Gruppe ausgeschiedener Killer an die Fersen der Expendables.

The Expendables nennt sich ein Trupp bestens ausgebildeter Söldner, der von dem mit allen Wassern gewaschenen Barney Ross befehligt wird. Sie erhalten den Auftrag, den Diktator Garza in seiner Bananenrepublik zu töten. Schnell stellen Ross und Co. fest, dass Garza von der CIA gedeckt wird und seine Bürger knechtet und ausbeutet. Und dann heftet sich mit dem durchgeknallten Gunnar Jenssen auch noch ein unehrenhaft aus der Gruppe ausgeschiedener Killer an die Fersen der Expendables, die ihren Auftrag schnell zur Ehrensache machen.

Videos und Bilder

Auf DVD & Blu-ray (9)

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Formvollendete Retro-Zerstörung, die beweist, dass auch alte Herren noch kraftvoll zuschlagen können. The Expendables ist das unterhaltsamste Action-Ausrufezeichen des Jahres!
  • Männer, die aufs Siegen beharren: Sylvester Stallone und seine Spießgesellen versorgen den Actionfilm der Achtziger mit der Feuerkraft der Neuzeit.

    Sylvester Stallone setzt seine im wahrsten Sinne des Wortes selbstinszenierte Renaissance fort. Nachdem er mit “Rocky Balboa” und “John Rambo” seine beiden ikonischsten Figuren einer Revision unterzog, schultert der 63-Jährige bei der Aufarbeitung der eigenen filmischen Vergangenheit jetzt ein ganzes Genre, oder besser gesagt eine stilistische Spielart eines Genres: den Actionfilm, wie man ihn in den Achtzigerjahren kannte. Der Wahnsinn hat eine Methode, die für den Filmemacher mittlerweile auch Tradition hat.

    Wie in seinen beiden vorangegangenen Filmen bedient der Regisseur und Hauptdarsteller an der Oberfläche alle nötigen Konventionen und gibt den Fans damit, was sie sehen wollen: in diesem Fall eine nicht enden wollende Abfolge von Explosionen und Stunts und verächtlich hingeraunzten Einzeilern. Gleichzeitig bricht Stallone jedoch auch mit den fest verankerten Traditionen und nutzt seine Story als Kulisse für Betrachtungen über das Älterwerden. Verschleiß, Müdigkeit, Überdruss und Rückenschmerzen sind in den vereinzelten Feuerpausen, die nicht gerade für Gastauftritte anderer Kämpen von einst genutzt werden, gern angerissene Themen. Dass sie ohne besondere Resonanz bleiben, ohne nennenswerte Tiefe und bleibende Bedeutung, hängt auch damit zusammen, dass keine der Figuren im bunten Reigen der Alphatiere mehr ist als eine Karikatur – was für das Funktionieren des Films auch nicht nötig ist, denn in zahllosen Feuergefechten und Nahkämpfen erprobte Recken wie Jet Li oder Dolph Lundgren (alte Schule) oder Jason Statham (neue Schule) oder die Extremsportikonen “Stone Cold” Steve Austin, Randy Couture oder Terry Crews (Schule des Lebens) bringen genug Statur und persönlichen Ballast mit, um selbst mit der Holzsäge ausgeschnittene Pappkameraden mit schartigem Action-Hero-Leben zu erfüllen.

    Ein US-Kritiker versteifte sich bereits auf die süffisante Aussage, bei “Expendables” handele es sich um “Sex and the City” für Männer – und liegt damit nicht unbedingt falsch: Von der ersten Szene an, in der der von Sylvester Stallone angeführte, Titel gebende Söldnertrupp auf seinen aufgemotzten Choppern durchs Bild röhrt, gibt es die Testosteronvolldröhnung: Tattoos, hochtourige Schlitten, Muskeln und ein beispielloses Arsenal an Waffen sorgen für Oberflächenreiz satt, der den geneigten, im Zweifelsfall männlichen Zuschauer auch über die einfache Handlung hinweg trägt. Das Szenario vom Diktator, der von der CIA gestützt und von den Expendables schließlich gestürzt wird, ist in seiner Schlichtheit nicht einmal auf dem Level der legendären und stilprägenden “Delta Force”-Macher Golan und Globus, sondern eher auf dem Niveau von deren Billigepigonen Pepin und Merhi, die unerschrockene Vielseher zu Beginn der Neunzigerjahre direct to video mit zahllosen C-Abenteuern versorgten. Es spielt keine entscheidende Rolle: Die Handlung kann ohnehin nur zusammengeflicktes Stückwerk sein, was nicht zuletzt daran liegt, dass Stallone längst mit der Verfilmung des von ihm überarbeiteten Drehbuchs von Dave Callaham begonnen hatte, als er Zusagen alter Kampfgefährten für Cameoauftritte erhielt, die mit dem Dampfhammer in das Geschehen eingefügt wurden: Mickey Rourke gefällt sich mit einem nach “Iron Man 2″ weiteren exzentrischen Auftritt als Auftragsvermittler des dreckigen halben Dutzends, Arnold Schwarzenegger und Bruce Willis willigten ein zum auf eine Szene begrenzten Gipfeltreffen der Actionlegenden, das von Fans gewiss herbeigesehnt und vielleicht auch beklatscht wird, aber doch eher aufgrund müder Witze und ebenso müder Gesichter in Erinnerung bleibt.

    Besser sind die Szenen zwischen Stallone und seiner rechten Hand Statham: Wenn sie mit dem Sound von Creedence Clearwater Revival (Merkmal: handgestrickt, hemdsärmelig, volksnah) im Hintergrund herumstänkern wie ein altes Ehepaar, erinnern sie nicht an “Die City-Cobra” oder “Phantom-Kommando”, sondern an Lemmon und Matthau nach einem harten Jahr in der Muckibude. Vor allem aber zählt die Action. Und die stimmt in diesem ansonsten etwas ungelenken Film: Ob sich nun Li und Lundgren nach einer ausführlichen Autoverfolgungsjagd im Nahkampf Saures geben, Terry Crews denkwürdig mit der Bazooka aufräumt, als müsste man die legendäre Einer-gegen-Alle-Szene aus “Oldboy” mit allerhand Feuerzauber aufmotzen, oder Stallone sich einen legendären Schlagabtausch mit Wrestling-Urvieh Austin leistet, den er verliert und mit einem trockenen “Der hat mir den Arsch versohlt” kommentiert, um danach einfach alles in die Luft zu sprengen, “Expendables” weiß in den entscheidenden Momenten, wo der Hammer hängt. Darauf kommt es an. ts.
  • "The Expendables" ist ein schwergewichtiger Actionthriller, in dem Regisseur, Drehbuchautor und Hauptdarsteller Sylvester Stallone seinem Filmimage des Haudegens treu bleibt. Das Kaliber ist, von der in Kampfrollen gestählten Darstellerriege bis hin zu den Schusswaffen, XXL. Aber die Söldner sind keine gottlosen Gesellen, ganz im Gegenteil: Ihnen geht es wie bei den alten Rittersleuten um die Ehre, um den vollkommen selbstlosen Einsatz für eine schwache Frau. Dieser Rückgriff auf Werte der guten alten Zeit passt atmosphärisch zu Helden, die sich mit Muskeln und Tätowierungen gegen die näherrückende Gefahr des Verwelkens stemmen.

    Sie sehen aus wie Rocker auf ihren Motorrädern. Ihren Namen "The Expendables", der eigentlich anzeigt, dass sie sich als Kanonenfutter verdingen weil sie auf der Welt niemand für unentbehrlich hält, tragen sie als deutliches Logo. Ihr Treffpunkt ist ein Tattooladen, den der langhaarige Ex-Söldner Tool führt – gespielt von Mickey Rourke. Er arbeitet auch am Rücken von Barney, auf dem schon großformatige Bilder existieren. In diesem Schuppen steht man zwischen den geparkten Maschinen herum, wirft zum Spaß mit Messern und bespricht die Einsätze.

    Weil sie Söldner sind, dürfen die Kerle mehr als der gemeine Soldat. Sie werfen Messer direkt in den Hals ihrer Opfer, was besonders der von Jason Statham gespielte Lee Christmas perfektioniert. Sie lassen ein paar Granaten hochgehen, wo sich der Feind zusammenrottet. Sie liefern sich Autoverfolgungen samt Schießerei, oder sie feuern gleich aus einem Wasserflugzeug. Und wo andere Actionhelden rennen, um auf ein fahrendes Auto aufzuspringen oder auf einen Zug, hängt sich der flüchtende Barney hier an das Flugzeug, das gerade abhebt.

    Die Kampfszenen sind vielfältig und mindestens eine von ihnen extralang. Aber was wäre ein Mann wie Barney mit seinen stählernen Muskeln an den Unterarmen ohne altmodische Schlägerei? Also gibt es auch Faustkämpfe. Der beste davon gehört allerdings dem Statham-Charakter Christmas, als der seine untreue Freundin gegen ihren brutalen Liebhaber und dessen Kumpel verteidigt. Wobei es um die Verteidigung der Ehre einer erniedrigten Frau geht, die noch dazu unter dem Schutz eines „Expendable“ steht. Das rechtfertigt ungehemmtes Abreagieren.

    Martial Arts gibt es dank Jet Li, der ebenfalls ein Mitglied der Söldner spielt, auch. Dolph Lundgren, der schon in „Rocky 4“ Stallones Widersacher gab, ist hier der abtrünnige Gunnar, eine Figur wie aus einem Wikinger-Horrorfilm. Aber damit nicht genug, selbst Bruce Willis und Gouverneur Arnold Schwarzenegger erweisen Stallone mit Gastauftritten die Ehre. Wenn die bulligen Söldner dann den südamerikanischen Palast des Diktators in Schutt und Asche legen, um Sandra zu befreien, rennt die schwarzhaarige Schönheit, gespielt von Giselle Itie, barfuß in einem weißen Kleidchen über das Schlachtfeld. So gehört sich das in einer Männerfantasie, wie sie, in der verwandten Form der Minne, einst schon das Mittelalter beflügelte.

    Fazit: In "The Expendables" trumpft Sylvester Stallone mit schweren Jungs und schweren Geschützen auf im altmodischen Kampf um die Ehre.
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