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Oscars 2016: Die 5 größten Überraschungen und Enttäuschungen der Verleihung

Die Oscarverleihung 2016 ist offiziell vorbei, die Goldjungen wurden verteilt und nun müssen wir erneut ein Jahr warten, bis es wieder “and the Oscar goes to…” heißt. Doch verweilen wir noch im Moment und schauen uns die Gewinner der diesjährigen Verleihung an, um zu prüfen, ob es einige Überraschungen gab oder ob alle Entscheidungen vorhersehbar waren. 

Ganze sechs Stunden lang begleitete euch unser Liveticker durch die Oscar-Nacht, bis am heutigen Morgen alle Gewinner der 88. Academy Awards feststanden. In über 20 Kategorien hat die Academy einmal mehr den begehrten Filmpreis vergeben und wie immer wurden im Vorfeld einige Kandidaten als Favoriten behandelt. Leonardo DiCaprio setzte sich zum Beispiel genauso erwartbar wie Brie Larson durch, aber wir wollen uns diesmal auf die fünf größten Überraschungen und Enttäuschungen der Verleihung konzentrieren.

“Spotlight” setzt sich als Bester Film durch

The Revenant – Der Rückkehrer“, “The Big Short” oder “Spotlight“? Zwischen diesen Filmen wurde sich, laut der Meinung vieler, in der wichtigsten Kategorie des Abends entschieden. Letztlich blieb die Academy ihrem Ruf treu und zeichnete mit “Spotlight” den politischsten Film aus. Das ruhige Journalismus-Drama um den Missbrauchsskandal in der Katholischen Kirche kann als eine Art Gegengewicht zu “Mad Max: Fury Road” betrachtet werden, denn der krawallige Actionfilm gewann sechs Auszeichnungen und damit die meisten des Abends.

Mark Rylance sticht Mark Ruffalo und Tom Hardy aus

Eine größere Überraschung ereignete sich in der Kategorie Bester Nebendarsteller. Vor der Verleihung galten eher Tom Hardy für “The Revenant – Der Rückkehrer” und Mark Ruffalo für “Spotlight” als die aussichtsreichsten Kandidaten; selbst Sylvester Stallone wurden Chancen für “Creed – Rocky’s Legacy” eingeräumt, da dies seine letzte Chance für einen weiteren Oscar sein könnte. Am Ende setzte sich aber Mark Rylance durch, der für seine Darbietung als russischer Spion in dem Agenten-Thriller “Bridge of Spies – Der Unterhändler” von Steven Spielberg viel Lob erhielt, aber Geld hätten wohl wenige auf ihn gesetzt.

Alicia Vikander krönt ihr Jahr mit dem Oscar

Die schwedische Schauspielerin wird wohl noch lange an 2015 zurückdenken. Mit “Ex Machina“, “Codename U.N.C.L.E.” und “The Danish Girl” gelang ihr der Durchbruch in Hollywood und der Oscar als Beste Nebendarstellerin dürfte ihren ohnehin steigenden Marktwert noch einmal nach oben pushen. Allerdings gewann auch Alicia Vikander in einem Kandidatenfeld, dass als äußerst ausgewogen galt. Die einen sahen Jennifer Jason Leigh für Quentin Tarantinos “The Hateful Eight” vorne, andere hatten Rooney Mara für “Carol” auf dem Zettel und so mancher räumte Kate Winslet für “Steve Jobs” eine Chance ein. Dass sich die Newcomerin gegen diese Konkurrenz durchsetzt, war wahrlich nicht zu erwarten.

Sam Smith gewinnt mit seinem Bond-Song

Bereits bei der Veröffentlichung von “Writing’s on the Wall” meldeten sich viele Stimmen, die von der Qualität des Songs für “James Bond 007: Spectre” nicht überzeugt waren. Bereits bei den Golden Globes konnte Sam Smith jedoch ungeachtet dieser gemischten Resonanz eine Auszeichnung entgegen nehmen, weswegen der Oscar für Bester Song vermutlich nicht überrascht, aber einige dennoch enttäuschen dürfte.

Joshua Oppenheimer verliert erneut gegen eine Musik-Dokumentation

Mit seinen zwei Dokumentar-Filmen “Act of Killing” von 2012 und “Look of Silence” von 2014 erntete Joshua Oppenheimer viel Lob für seine Aufarbeitung des indonesischen Massakers von 1965/66. Bereits “Act of Killing” war für Bester Dokumentarfilm nominiert, hatte damals aber das Nachsehen gegen “20 Feet from Stardom“. Bereits zum dritten Mal in den vergangenen vier Jahren wurde 2016 mit “Amy: The Girl Behind the Name” eine Dokumentation über Musiker ausgezeichnet und viele hätten lieber “The Look of Silence” und damit Oppenheimer als Sieger gesehen.

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