Resident Evil: Retribution (2012)

Resident Evil: Retribution Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Resident Evil: Retribution: Milla Jovovich geht als kultige Zombiekillerin zum fünften Mal auf die Jagd und erfährt dabei Verstörendes über ihre eigene Vergangenheit - und die der Umbrella Corporation...

Als Alice erneut von der Umbrella Corporation in Gewahrsam genommen wird, erwacht sie inmitten einer ihrer medizinischen Einrichtungen für Pharmaexperimente. Noch immer ist das menschenvernichtende T-Virus im Umlauf. Sie beginnt, durch das Gebäude zu schleichen, wohl wissend, dass die Zeit knapp ist, denn es werden immer mehr Menschen von dem gefährlichen Virus in Untote verwandelt. Auch über ihre eigene Geschichte erfährt sie dabei immer mehr. Bald darauf führt sie ihr Ausbruch nach Tokio, wo sie ein düsteres Geheimnis aufdeckt.

Alice ist an Deck des Schiffes Arcadia überwältigt und erneut von der Umbrella Corporation in Gewahrsam genommen worden. Nun erwacht sie inmitten einer unterirdischen Einrichtung für Pharmaexperimente und hat nur wenige Stunden Zeit, von dort zu entkommen. In dem Silo werden Szenarien geprobt mit Klonen von Menschen. Dabei trifft Alice nicht nur auf Situationen, die sie schon einmal erlebte, sondern auch auf jede Menge alte Bekannte. Und ein Feind von gestern kann heute der Freund sein, genau wie umgekehrt.

In einem unterirdischen Testsilo der Umbrella Corporation kämpft sich Alice durch diverse Katastrophenszenarien. Wiedersehen mit alten Bekannten und perfekte Game-Choreografie in effektvollen fünften Teil der Erfolgsserie.

Videos und Bilder

Auf DVD & Blu-ray (2)

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Mehr kurzweilige Action als Horror – Anderson bereitet mit Retribution die Bühne für den sechsten Film.
  • Für den fünften Eintrag in das SciFi-Horror-Spektakel rüstet sich Milla Jovovich einmal mehr als agile Actionamazone im Kampf gegen schnöde Untote und die skrupellose Umbrella Corporation.

    Auch Jovovichs Ehemann Paul W.S. Anderson tritt erneut zum Endzeitepos-Dienst an, indem er Drehbuch und Inszenierung beisteuert. Dabei bleibt Action-Ästhet Anderson dem vertrauten Konzept von Videospiel-inspirierter Nonstop-Action treu, die sich aufwändig choreographiert innerhalb durchgestylter Sets entfaltet. Dies geschieht teils im großen Maßstab, wie bei der im Laufe des Films schwer zu toppenden Opening-Sequenz.

    Dafür knüpft die Story am Ende des letzten Teils an, bei dem Alice auf offener See von einer militärischen Einheit im Dienst der Umbrella Corporation angegriffen wird. Als Clou dieser mit elektrisierend schönen Farbtönen realisierten Sequenz, geschieht alles in rückläufiger Zeitlupe. Im Anschluss betreibt Alice mit einer Computervideo-Montage und Voiceover aufklärende Exposition, so dass sich auch brandneu hinzu gestoßene Zuschauer ein (Welt-)Bild über den fatalen Stand der Dinge machen können, seit der T-Virus die Menschheit bis auf wenige Überlebende (darunter die immune Heroine) in blutrünstig-brutale Zombies verwandelt hat. Abrupt wird daraufhin auf eine heimelige Familienszene umgeschaltet, in der Alice als Hausfrau und Mutter nach kurzlebigem Idyll mit der Zombiebrut Mano a Mano geht. Geklonte Menschen kamen in der Reihe bereits zuvor zum Einsatz, doch diesmal wird dem Umstand verstärktes Gewicht eingeräumt. Dies erlaubt die Wiederauferstehung und gleichzeitige Parallel-Inkarnationen ein und der selben Figur. So sind aus vorherigen Teilen Oded Fehr, Boris Kodjoe und Bad-Girl Michelle Rodriguez (schon in “The Fast and the Furious” mit doppelten Leinwandleben ausgestattet) wieder mit dabei. Sein Unheil treibt zudem wieder der horrende Riesenaxt-schwingende Monsterhenker aus dem letzten Sequel – sogar in zweifacher Ausführung.

    Um all dem vorrangig mit Schusswaffen ausgetragenen Kampfchaos eine gewisse Plotstruktur zu verleihen, wird Alice von einem speziell zusammengestellten Kommando unterstützt, um aus dem unterirdischen Geheimlabor zu entkommen. Dort hat Umbrella mehrere Großstädte, darunter New York, Tokio, Moskau, etc. simuliert, um ihre Biowaffen zu testen. Alice ist es nun möglich verschiedene Puzzleteile ihrer eigenen undurchsichtigen Vergangenheit zusammenzufügen. Nach einer schier endlosen, mit Techno-Soundtrack unterlegten Aneinanderreihung von blutspritzenden Ballerorgien und schonungslosem Zombie-Abgemetzel wird schließlich noch ein Ausblick auf Teil sechs geboten. Nicht von ungefähr, denn der bildgewaltig inszenierte SciFi-Horror, gepaart mit furioser Frauenpower-Action, hat eine Fangemeinde hat, die ihr bis ans Ende aller “Resident Evil“-Tage treu bleiben wird. ara.
  • Im fünften Teil "Resident Evil: Retribution" der erfolgreichen Filmreihe nach dem gleichnamigen Computerspiel geht Regisseur Paul W.S. Anderson, auch als Autor und Produzent an allen Teilen beteiligt, mit einstigen Prämissen sehr willkürlich um, was manchen Fan zurecht verärgerten dürfte: Während Albert Wesker, Kopf der übermächtigen Umbrella Organisation, die einst den T-Virus in Racoon City verbreitete, im Vorgängerfilm "Resident Evil: Afterlife" die übernatürlichen Fähigkeiten nahm, erhält sie nun von ausgerechnet von diesem Todfeind ihre telekinetischen Kräfte zurück.

    Überhaupt scheint Anderson einem übergreifenden Konzept - abgesehen davon, Ehefrau und Muse Milla Jovovich in makelloser Manier durch die Räume wirbelnd zu lassen. Nach Belieben nimmt er frühere Plotelemente wieder auf und lässt dafür etablierte Handlungsstränge fallen. Längst verblichene Charaktere wie Rain (Michelle Rodriguez in einer Doppelrolle), One (Colin Salomon) oder Carlos (Oded Fehr) holt er als Klon zurück, die sich nun in mörderischer Absicht an Alice´ Fersen heften. Wenn man, wie in "Resident Evil: Afterlife" geschehen, schon von der Protagonistin endlose Kopien kreieren kann, so die Begründung, darf man dies bei den Nebenfiguren ebenfalls exerzieren. Dafür fehlen im neuen Film nun die Figuren Chris und Claire Redfield sowie das Mädchen K-Mart völlig, um deren Überleben sich der Vorläufer hauptsächlich drehte.

    Die einzige Verbindung zum Vorgängerfilm ist die Wiederholung der Cliffhanger-Situation des letzten Teils, der Luftangriff einer übermächtigen Armada gegen die heillos unterlegenen Rebellen auf See. (Einen identischen Cliffhanger verwendete Anderson übrigens ein Jahr später bei seiner überproduzierten "Die Drei Musketiere"-Variante - soviel zur Skript-Originalität des Actionspezialisten.) Während der rückwärts abgespulte Prolog in der Tat reichlich bombastisch und beeindruckend ausfällt, greift der Brite danach auf vertraute Situationen zurück. "Resident Evil: Retribution" beginnt auch mit einem Traumsequenz-Prolog, der Alice ein idyllisches Leben suggeriert. Dann muss sich die anfangs nur spärlich bekleidete Heroine ein weiteres Mal aus den Umbrella-Klauen befreien und dabei gegen bewährte Gefahren antreten. Der maskierte, hünenhafte Executioner mit seiner riesigen Streitaxt erhält einen Zwilling, die echsenhaften Lickers und die Majini-Untoten sorgen für Schrecken, während Zombie-Hunde erstmals komplett fehlen. Dafür sorgen die intelligenten Las Plagas-Untoten für eine neue Bedrohung.

    Am effektivsten wirkt "Resident Evil: Retribution" noch im ersten Drittel, wenn Anderson bewusst eine typische Gamer-Situation etabliert: In Lack und Leder-Montur schießt, prügelt, hackt und kickt sich die tadellos frisierte Milla Jovovich durch eine unübersehbare Ansammlung inhumaner Kontrahenten in wechselnden, meist simulierten Räumen, wofür sie jeweils die passenden Waffen wählen muss. Bieten diese dynamischen Sequenzen noch Tempo und Drive, wobei die 3D-Effekte wie schwirrende Projektile optimaler eingesetzt sind als im vierten Teil, geht dem Film mehr und mehr die Puste aus. Rasante Stunts tragen auf Dauer keinen Spielfilm über die ganze Länge.

    Zwar darf Alice in ihrer Sorge für den Klon Becky nun eine Mutterrolle übernehmen. Dass das gehörlose Mädchen gewissermaßen das positive Gegenstück zur alles beherrschenden, kindlichen Roten Königin einnimmt - ein Motiv aus "Alice im Wunderland" -, die ebenfalls aus dem ersten Teil zurückkehrt, wird nicht weiter verankert. Wenn man die Rückblenden und den endlosen Abspann nicht mitzählt, bleiben ohnehin nur 80 Minuten mit einer rudimentären Handlung und unoriginellen Plotpoints übrig. Trotz aller visuellen Reize erscheint das doch zu wenig. Natürlich fehlt am Ende nicht ein neuer Cliffhanger mit Ankündigung der "Finalen Schlacht" um das Schicksal der Menschheit.

    Fazit: Der passable fünfte Teil "Resident Evil: Retribution" der Filmreihe wartet mit packenden Action-Sequenzen, aber auch mit reichlich Figurenwirrwarr und manchen Wiederholungen auf.
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